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Medienmitteilung

Wanderausstellung des Seenprogramms Oberschwaben zu Gast im Regierungspräsidium Tübingen

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Anlässlich des 30. Geburtstages des Aktionsprogramms zur Sanierung oberschwäbischer Seen, wurde eine Wanderausstellung konzipiert. Sie lädt Interessierte bis zum 24. März 2020 im Regierungspräsidium Tübingen zum Besuch ein.

„Vor 30 Jahren haben die Verantwortlichen die Idee gehabt, man müsse etwas für den Erhalt der oberschwäbischen Seen tun“, eröffnete Regierungspräsident Klaus Tappeser am 3. März die Ausstellung des Seenprogramms Oberschwaben. Das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen, kurz SOS, kämpft seit der Gründung für die Erhaltung und Verbesserung der etwa 2.000 Seen und Weiher Oberschwabens. Diese waren Ende der 1980er Jahre einem schnellen Verlandungsprozess ausgesetzt.

Die Situation der oberschwäbischen Seen und Weiher ist eng mit den Nährstofffrachten aus den jeweiligen Einzugsgebieten verbunden, die insbesondere aus landwirtschaftlich genutzten Flächen eingetragen werden. „Deshalb ist die Zusammenarbeit der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes mit der großen Partnerin, der Landwirtschaft, so entscheidend“, betonte Tappeser. Das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen ist, unter anderem wegen dieser engen Zusammenarbeit, seit 30 Jahren so erfolgreich. Das SOS-Team sieht die Reduzierung der Nährstoffeinträge aus den landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten der Seen und Weiher als eine der wesentlichen Kernaufgaben. Die Landwirtschaftsverwaltung steht flächendeckend mit landwirtschaftlicher Beratung, beispielsweise in Bezug auf Düngeoptimierung, zur Verfügung.

Die Wanderausstellung des Seenprogramms Oberschwaben gibt interessante Einblicke in die Arbeit des SOS-Teams, stellt einige der Gewässerbewohner vor und thematisiert neue Probleme, wie die Folgen des Klimawandels. Ein kompetitives Memory-Spiel ergänzt die informativen Roll-Ups und bietet zusammen mit einem Film auch optisch einiges. Die Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten des Regierungspräsidiums kostenlos und ohne Anmeldung, im Foyer vor dem Sitzungssaal, besucht werden. Montag bis Donnerstag 6:30-16:30 Uhr und Freitag 6:30-14:00 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen.

Hintergrundinformationen:
Das Regierungspräsidium Tübingen hat das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen 1989 ins Leben gerufen. Ziel des Programms war und ist seither, den Bestand der zahlreichen Seen und Weiher Oberschwabens zu erhalten und sie aus gewässerökologischer Sicht nachhaltig zu verbessern. Dass das Aktionsprogramm seit nunmehr 30 Jahren besteht, liegt auch an der Hilfsbereitschaft der Kommunen in den Landkreisen Ravensburg, Bodenseekreis, Biberach und Sigmaringen. Der große Anteil von 85% der anfallenden Baukosten von Sanierungsmaßnahmen, wird über die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft mit Landesmitteln bezuschusst. Außerdem werden in den Einzugsgebieten der Seen und Weiher Extensivierungsverträge im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie mit den Landwirten abgeschlossen. Das Land Baden-Württemberg leistet somit einen erheblichen Beitrag zur Sanierung oberschwäbischer Seen. Eine Verlängerung des erfolgreichen Programms, über die derzeitige Laufzeit von 2020 hinaus, ist gerade in Planung und im Interesse aller Beteiligten.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

Film zum Seenprogramm Oberschwaben

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