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Brücken

L 371 Brücke über den Neckar und Kanal bei Tübingen-Hirschau

Beginn des Einbaus der Stahlkonstruktion ab dem 16.06.2026

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Das Foto zeigt die Brücke über den Neckar bei Hirschau

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 22. Oktober 2025 sowie einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung am 5. Mai 2026 informierte das Regierungspräsidium Tübingen darüber, dass als Sicherungsmaßnahme unter der Bestandsbrücke eine Stahlkonstruktion eingebaut wird. Ab dem 16. Juni 2026 beginnen nun die Arbeiten zum Einbau der Stahlkonstruktion unter der Brücke über den Neckar und Neckarkanal im Zuge der L 371 zwischen Tübingen-Weilheim und Tübingen-Hirschau. 

Begonnen wird mit dem Einrichten der Baustelle im Bereich der Zufahrt zum Häckselplatz Tübingen-Weilheim. Nach den Vorarbeiten an der Brücke ist vorgesehen, die Stahlkonstruktion von dort aus einzuheben. Die Stahlträger werden vom Weilheimer Widerlager über den Neckar und Neckarkanal bis zum Hirschauer Widerlager vorgeschoben. Die Arbeiten finden seitlich und unterhalb der Brücke statt. Gute Witterungsbedingungen vorausgesetzt, soll der Einbau der Stahlkonstruktion bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

Vorbehaltlich keiner weiteren Verschlechterung des Bauwerkszustands ist es das Ziel des Regierungspräsidiums, durch den Einbau der Stahlkonstruktion die Brücke noch rund ein Jahr länger – bis zum Beginn des Ersatzneubaus der Brücke - länger sicher nutzen zu können. 

Verkehrsführung: 

Für den Einbau der Stahlkonstruktion ist es notwendig, die Zufahrt zum Häckselplatz aus Sicherheitsgründen unter der Woche zu sperren. An den Wochenenden kann von der L 371 aus zum Häckselplatz zu- und abgefahren werden. Der südlich des Neckars vorhandene Geh- und Radverkehr wird über den Rad- und Wirtschaftsweg entlang der B 28, in Richtung Wasserwerk Kilchberg und zum Hirschauer Wehr umgeleitet.
Die Verbindung von Tübingen-Hirschau nach Tübingen für den Geh- und Radverkehr nördlich des Neckarkanals über die Rappenberghalde steht weiterhin zur Verfügung. Auch kann der Geh- und Radverkehr weiter die Brücke über den Neckar und Kanal - wie bisher - nutzen.

Aufgrund der sehr beengten örtlichen Verhältnisse und den weiterhin geltenden Tonnagebeschränkungen ist zum Ende des Einbaus der Stahlkonstruktion ein Eingriff in den Verkehrsraum der Landstraße - verbunden mit einer Vollsperrung - erforderlich. Hierüber informiert das Regierungspräsidium Tübingen im Vorfeld gesondert. 

Ersatzneubau der Brücke

Das Regierungspräsidium Tübingen plant derzeit, den Ersatzneubau der Brücke um ein Jahr vorzuziehen. Der Beginn der Bauarbeiten für den eigentlichen Brückenersatzneubau ist damit für 2027 vorgesehen. Um diesen Baubeginn zu ermöglichen, muss das erforderliche Baufeld frei von zu berücksichtigen Zwangspunkten sein. Hierfür erfolgten bereits umfangreiche Vorarbeiten, wie zum Beispiel Baumfällarbeiten, das Aufstellen von Reptilienschutzzäunen und das Anbringen von Nistkästen und Quartiershilfen für Fledermäuse. Weiter steht im Vorfeld auch noch die Verlegung einer Strom- und einer Wasserleitung der Stadtwerke Tübingen an.

Das Bauwerk befindet sich in einem schlechten Zustand und kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Daher ist ein Abbruch und ein sich anschließender Ersatzneubau unumgänglich.

Im Herbst 2025 hat eine Überprüfung der Brücke gezeigt, dass der Zustand des Bauwerks schlechter ist, als bis dahin angenommen. Zur Aufrechterhaltung der Brückensicherheit hat das Regierungspräsidium daraufhin mehrere Maßnahmen umgesetzt. In einem ersten Schritt wurde im Oktober 2025 die Brücke für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen gesperrt. Da dieses Verbot von vielen LKWs nicht eingehalten wurde, musste die Brücke im März 2026 für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt werden. Die Überwachung erfolgt regelmäßig mittels eines vor Ort aufgestellten Blitzers. 

Hintergrundinformationen

Das Regierungspräsidium Tübingen ist für über 1.600 Brücken im Zuge von Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk Tübingen zuständig. An neun Brücken an Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk wurden Spannstähle mit Spannungsrisskorrosionsgefährdung verbaut. Eines dieser Bauwerke ist die Brücke über den Neckar und Neckarkanal im Zuge der L 371. Mit der Pressemitteilung vom 19.12.2024 hat das Regierungspräsidium Tübingen über die Vorgehensweise bei diesen neun Brücken berichtet. 

Weitere Informationen zur Maßnahme sind auf der Projektwebsite des Regierungspräsidiums Tübingen abrufbar: 

L 371 Brücke über den Neckar und Neckarkanal bei Tübingen (Ersatzneubau)

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/ abrufen. Verkehrsinfo-BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.

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