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Medienmitteilung

Messen, wiegen, prüfen

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​Das Eich- und Beschusswesen Baden-Württemberg ist als Abteilung des Regierungspräsidiums Tübingen für das ganze Land zuständig. Die rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zwölf über das ganze Land verteilten Dienstsitzen leisten einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz. Der nun vorliegende Jahresbericht blickt auf die Tätigkeitsfelder im vergangenen Geschäftsjahr zurück.

Neben einem Blick auf die Kontrolltätigkeiten und Beanstandungsquoten wirft der Jahresbericht auch einen Blick auf neue Herausforderungen. „Die ‚smarte‘ Zukunft macht sich die Digitalisierung für die Überwachung, Eichung und Prüfung von Messgeräten zu nutze. Hier müssen neue digitale Verfahren entwickelt werden, die zuverlässig alle Aspekte des Datenschutzes berücksichtigen“, hält Regierungspräsident Klaus Tappeser fest.

 

Beim Einschalten des Lichts, dem Aufdrehen des Wasserhahns oder dem Tanken des Autos erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher meist täglich mehrmals unbewusst einen Einblick in den Tätigkeitsbereich der „Eicherinnen und Eicher“. Denn der Verbrauch von Strom, Wasser, Gas oder Treibstoff wird mit geeichten Geräten gemessen. Auch Abgasmessgeräte, Taxameter, Blutdruckmessgeräte oder Waagen an der Obst- oder Käsetheke unterliegen der gesetzlichen Eichpflicht. 2017 wurden 164.000 dieser Messgeräte durch den Landesbetrieb Eich- und Beschusswesen geprüft, knapp 4 Prozent haben dabei die Prüfung nicht bestanden.

 

Ebenso überwacht und kontrolliert der Landesbetrieb Eich- und Beschusswesen die richtige Füllmenge und die Angaben auf sogenannten „Fertigpackungen“. Fertigpackungen sind vorverpackte Waren, wie beispielsweise Getränkeflaschen, Kosmetika und Chipstüten. Von den rund 2.600 Stichproben wurden 13 Prozent aufgrund von zu viel oder zu wenig Inhalt in der Packung beanstandet. Dabei sind unter einer Stichprobe bis zu 125 Einzelpackungen zu verstehen.

 

Diese Kontrollen sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher schützen und für einen fairen Wettbewerb sorgen. Verstöße gegen das Eichrecht werden daher mit Verwarnungen bzw. Bußgeldern geahndet. 2017 kam es zu 487 Verwarnungen und 671 Bußgeldern.

 

Ein weniger alltägliches Tätigkeitsfeld kennzeichnet das Beschussamt in Ulm. Bei dieser zweiten Säule des Landesbetriebs Eich- und Beschusswesen handelt es sich um die einzige Prüf- und Zertifizierungsstelle für Waffen-, Munitions- und Sicherheitstechnik in Baden-Württemberg. Das Beschussamt ist weltweit eines der modernsten Institute dieser Art. Seine rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüften im vergangenen Jahr rund 388.000 Waffen auf ihre Sicherheit. Die Beanstandungsquote lag hier mit 0,5 Prozent relativ niedrig. Daneben geht es im Beschussamt um Materialprüfungen, Gutachten und Zertifizierungen.

 

Schließlich wirft der Jahresbericht auch einen Blick auf den intensiven Austausch mit den Eichbehörden aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Neben der gemeinsamen Ausbildung von Eichbeamtinnen und Eichbeamten profitieren die drei Behörden von der gegenseitigen Nutzung und Beschaffung von Prüfausrüstungen.

 

Der vollständige Jahresbericht des Landesbetriebs Eich- und Beschusswesen für das Geschäftsjahr 2017 ist online unter www.rp-tuebingen.de einsehbar.

 

Hintergrundinformation:
Als Abteilung 10 gehört der Landesbetrieb Eich- und Beschusswesen Baden-Württemberg zum Regierungspräsidium Tübingen. Der Landesbetrieb sorgt in den Dienststellen Albstadt, Donaueschingen, Dornstadt, Fellbach, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg und Schwäbisch Hall und mit der Direktion in Stuttgart durch die Eichung und Prüfung von Messgeräten für das richtige Maß, für richtiges Messen und die korrekte Füllmenge von abgepackten Waren. Damit leistet er einen aktiven Beitrag zum fairen Wettbewerb im Handel und stärkt das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher, der Unternehmen und der Behörden, dass in Baden-Württemberg Maße und Gewichte stimmen und Messgeräte korrekt arbeiten. Das Beschussamt Ulm ist für die Sicherheit in der Waffen- und Munitionstechnik sowie für die Prüfung und Zertifizierung sicherheitstechnischer Materialien für den Personen- und Objektschutz zuständig.

 

Bild:
Eichung einer Waage im Einzelhandel; Fotografie: Regierungspräsidium Tübingen

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Daniel Hahn, Pressesprecher, Tel.: 07071/757-3078, gerne zur Verfügung.

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