Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Medienmitteilung

Lichte Wälder im Lonetal werden geschützt

Lesezeit:

Teilen via:

​Das Regierungspräsidium Tübingen als höhere Forstbehörde weist im Lonetal einen sogenannten Schonwald zum Erhalt und zum Schutz lichter Wälder und seltener Pflanzen aus. Der 92 Hektar umfassende Waldteil bei Herbrechtingen-Bissingen liegt an der südlichen Grenze des Landkreises Heidenheim, die „Vogelherdhöhle“ als Teil des von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Gebiets grenzt unmittelbar an.

Der für das Ausweisungsverfahren zuständige Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser begrüßt diesen Schritt: „Das Waldschutzgebiet zeichnet sich durch seltene Pflanzen und lichte Waldbereiche aus. Ein solches Waldstück muss erhalten und geschützt werden.“ Der hohe Anteil an alten Eichen und Hutewaldrelikten ist ein Zeugnis historischer Waldnutzungsformen.

Bis vor 200 Jahren wurde in diesen Waldbereich Vieh zur Weide eingetrieben. Gleichzeitig unterlag die Fläche der Holznutzung. Es war ein sogenannter Hutewald, wie diese historische Form der Waldbewirtschaftung genannt wird. Die Beweidung führte dazu, dass der Wald nicht mehr so dicht war und die Böden an Nährstoffen verarmten. Infolge dessen hat sich eine lichtliebende Bodenvegetation entwickelt. Seltene und schützenswerte Pflanzen, wie zum Beispiel Küchenschelle und Karthäusernelke sind hier zu finden.

Das Waldschutzgebiet liegt auf einem von Felsen durchsetzten trockenen Südhang des Lonetales. Trockenheit und Wärme begrenzen das Wachstum der Bäume und die Entwicklung des Waldes. Zur Bewahrung dieser Strukturen und zum Erhalt der daran gebundenen Lebensräume und seltenen Pflanzen wurde vor zwei Jahren auf einem kleinen Teil der Fläche die Hutewaldwirtschaft wieder aufgenommen. Zur Schaffung und langfristigen Erhaltung von lichten Waldstrukturen werden regelmäßig forstliche Pflegemaßnahmen im Schonwald durchgeführt.

Hintergrundinformationen:
Nach dem Waldgesetz von Baden-Württemberg (§ 32 LWaldG) sind zwei Kategorien von Waldschutzgebieten zu unterscheiden:

Schonwald ist ein forstwissenschaftlich definierter Waldbereich, in dem eine bestimmte Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten, ein bestimmter Bestandsaufbau oder ein bestimmtes Waldbiotop zu erhalten oder zu erneuern ist. Hierbei werden der Zielsetzung entsprechende Pflegemaßnahmen und Bewirtschaftungsweisen festgelegt. In Baden-Württemberg gibt es 363 Schonwälder mit einer Gesamtfläche von rd. 17.233 Hektar. Davon liegen 103 Schonwälder im Regierungsbezirk Stuttgart mit einer Fläche von insgesamt 3.664 Hektar.

Bannwald ist ein sich selbst überlassenes Waldreservat. Hier sind Pflegemaßnahmen und Holzerntemaßnahmen auf Dauer ausgeschlossen. Im Bannwald sollen die eigendynamischen Entwicklungsprozesse ohne menschlichen Einfluss ablaufen. Dieser Wald soll sich entsprechend einem Urwald ungestört entwickeln. Die natürlichen Abläufe in den Bannwäldern werden wissenschaftlich erforscht. Die Erkenntnisse aus der Bannwaldforschung sollen auch Hilfestellung für die Behandlung von Wirtschaftswäldern geben. In Baden-Württemberg gibt es 123 Bannwälder mit einer Gesamtfläche von rd. 7.630 Hektar. Davon liegen 18 Bannwälder im Regierungsbezirk Stuttgart mit einer Fläche von insgesamt 888 Hektar.

Bann- und Schonwälder werden durch Rechtsverordnung der höheren Forstbehörde ausgewiesen. Sie haben denselben rechtlichen Status wie Naturschutzgebiete.

Das Referat 82 beim Regierungspräsidium Tübingen nimmt die Aufgaben der höheren Forstbehörde für die Regierungsbezirke Tübingen und Stuttgart wahr. Der Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Tübingen ist Leiter der höheren Forstbehörde.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071 757-3131, gerne zur Verfügung.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Das Foto zeigt die Baustelle auf der Brücke über die Eyach. Man sieht mehrere Baustellenfahrzeuge und einen Kran. Der Verkehr verläuft einspurig auf einer Umleitespur.

    B 463 Albstadt-Laufen Ersatzneubau der Eyachbrücke

    | Brücken

    Halbseitige Sperrung der Bundesstraße ab Mittwoch, 1. Juli 2026

  • Das Foto zeigt die L 291 zwischen Kasernen und Ettishofen; rechts entlang der Straße führt ein Radweg vorbei.

    L 291 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Berg-Kasernen und Berg-Ettishofen Baubeginn ab Mittwoch, 1. Juli 2026

    | Straßen
  • Das Foto zeigt ein Gruppenbild der Klasse 9e des Albert-Einstein-Gymnasiums Ulm mit Abteilungsleiterin Dr. Susanne Pacher

    Siegerehrung im internationalen Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“

    | Schule

    Schulklassen aus dem Regierungsbezirk Tübingen beim größten Schulwettbewerb ausgezeichnet

  • Das Foto zeigt die Sirchinger Steige auf der L 249

    L 249 Sanierungsarbeiten an der Sirchinger Steige zwischen Bad Urach und Sirchingen

    | Straßen

    Abschluss der Sanierungsarbeiten im unteren Teil der Steige - Freigabe bis zur K 6708 (Hanner Steige) ab Freitag, 26. Juni 2026

  • Das Foto zeigt den Verteilungsausschuss mit dem Vorsitzenden Regierungspräsident Klaus Tappeser im Foyer des RP Tübingens

    50 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen

    | Ausgleichstock
  • Baustellenschild, Baustellenhelm und zwei Pylonen

    L 285 Instandsetzung der Fahrbahnübergänge an der Brücke über die Bahn in Aulendorf ab Montag, 29. Juni 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt die B 463 am Tunnel Albstadt Laufen. Mehrere Fahrzeuge fahren aus dem Tunnel heraus und in den Tunnel hinein.

    B 463 Tunnel Albstadt-Laufen

    | Mobilität

    Sperrung des Tunnels am Dienstag, 23. Juni 2026 von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr

  • Umleitungsskizze bezüglich B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    | Straßen

    Beginn der Bauphase 2 ab Donnerstag, 25. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die regennasse Ortsdurchfahrt von Suppingen. Links und rechts sieht man Wohnhäuser.

    L 1236 Fahrbahndeckenerneuerung Suppingen – Berghülen

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag 22. Juni 2026

  • Das Foto zeigt eine Straße die die durch mehrere Stehlen von einem unbefestigten Streifen abgegrenzt wird. Im Hintergrund sieht man einen Burg auf einem Berg.

    B 28 Bad Urach, Teilerneuerung der Brücke über den Brühlbach

    | Brücken

    Herstellung der Schutzplanken am Samstag, 20. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die Böhringer Steigt. Auf der linken Seite sieht man einen Notgehweg und Stützbauwerke. Rechts ist der Hang durch eine Steinmauer gesichert.

    B 28 Böhringer Steige, zwischen Bad Urach und Römerstein-Böhringen

    | Straßen

    Abschluss der Gewährleistungsarbeiten am Freitag, 19. Juni 2026

  • Das Foto zeigt das Neckartalviadukt

    B 464 Neckartalviadukt bei Reutlingen-Altenburg

    | Brücken

    Kurzfristige Arbeiten am Donnerstag, 18. Juni 2026

  • Das Foto zeigt eine Luftaufnahme vom Wurzacher Ried

    Von Oberschwaben bis zur Alb: Regionaltreffen des Netzwerk Naturschutz führen ins Moor

    | Naturschutz
  • Das Foto zeigt eine Umleitungsskizze im Bereich um die L 200A

    L 200A Straßenbauarbeiten von Überlingen, Rengoldshauser Str. bis Salem-Tüfingen, Abzweig K 7765

    | Straßen

    Vollsperrung der Ortumfahrung Deisendorf ab 22.06.2026

  • Das Foto zeigt die Feldwegüberführung über die B 297. Unterhalb der Überführung ist ein Traggerüst installiert.

    B 297 Instandsetzung der Feldwegüberführung bei Pliezhausen

    | Brücken

    Halbseitige Sperrung ab Dienstag, 16. Juni 2026

  • B 30 Instandsetzung einer Feldwegüberführung bei Erbach/Dellmensingen ab Donnerstag, 18. Juni 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt die Brücke über den Neckar bei Hirschau

    L 371 Brücke über den Neckar und Kanal bei Tübingen-Hirschau

    | Brücken

    Beginn des Einbaus der Stahlkonstruktion ab dem 16.06.2026

  • Das Foto zeigt eine grüne gefleckte Wechselkröte auf einem steinigen Boden

    Trockenheit setzt Amphibien unter Druck

    | Gewässer

    Regierungspräsidium Tübingen schafft und saniert Kleingewässer

  • Das Foto zeigt ein umfangreiches Schadensbild in Form von Rissen, Spurrinnen, Verdrückungen, Ausmagerungen, sowie zahlreiche Flickstellen auf der L 433

    L 433 zwischen Egesheim und Nusplingen sowie L 440 zwischen Einmündung L 433 und Kreisgrenze

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Dienstag, 16. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die B 30 Anschlussstelle Barabein

    B 30 Umbau Anschlussstelle Barabein und Fahrbahndeckenerneuerung L 267

    | Straßen