Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Pressemitteilung

Landwirte schützen die Wanstschrecke auf der Schopflocher Alb

Lesezeit:

Teilen via:

Man sieht eine stark gefährdete Wanstschrecke - ein Schwergewicht unter den Heuschrecken Mitteleuropas
Stark gefährdete Wanstschrecke - ein Schwergewicht unter den Heuschrecken Mitteleuropas
Stark gefährdete Wanstschrecke - ein Schwergewicht unter den Heuschrecken Mitteleuropas
Exkursion anlässlich der Aufstellung von Schildern die darüber informieren, dass die Wiesenstreifen zum Schutz der Wanstschrecke erst Mitte Juli gemäht werden. Dr. Rüdiger Jooß (Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb) erläutert den Eheleuten Röhner (Schäferei aus Gutenberg), Herrn Huttenlau (Landwirt aus Schopfloch) und Herrn Schilling (Landwirt aus Römerstein) das Projekt (von links nach rechts)
Exkursion anlässlich der Aufstellung von Schildern die darüber informieren, dass die Wiesenstreifen zum Schutz der Wanstschrecke erst Mitte Juli gemäht werden. Dr. Rüdiger Jooß (Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb) erläutert den Eheleuten Röhner (Schäferei aus Gutenberg), Herrn Huttenlau (Landwirt aus Schopfloch) und Herrn Schilling (Landwirt aus Römerstein) das Projekt (von links nach rechts)
Exkursion anlässlich der Aufstellung von Schildern die darüber informieren, dass die Wiesenstreifen zum Schutz der Wanstschrecke erst Mitte Juli gemäht werden. Dr. Rüdiger Jooß (Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb) erläutert den Eheleuten Röhner (Schäferei aus Gutenberg), Herrn Huttenlau (Landwirt aus Schopfloch) und Herrn Schilling (Landwirt aus Römerstein) das Projekt (von links nach rechts)

Landwirte aus Lenningen-Schopfloch im Landkreis Esslingen mähten dieses Frühjahr in Teilbereichen die Wiesen nicht. Dies dient dem Schutz der in Baden-Württemberg stark gefährdeten Wanstschrecke. Das Landratsamt Esslingen unterstützt die Landwirte finanziell mit Naturschutzmitteln des Landes. Die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb beauftragte ein Monitoring der sehr selten gewordenen Heuschrecke.

 

Das Insektensterben in den letzten Jahrzehnten ist inzwischen durch zahlreiche Studien belegt. Die Gründe sind vielfältig, häufig spielt eine intensive landwirtschaftliche Nutzung eine Rolle. Im Fall der Wanstschrecke wirkt sich das Mähen der Wiesen vor Mitte Juli negativ aus. Die zu den größten Heuschrecken Mitteleuropas zählende Art ist nicht flugfähig. Wegen ihrem eindrucksvollen und namensgebenden „Wanst“ bewegt sie sich nur langsam durch die Wiesen und kann dem Mähwerk schlecht ausweichen. In kurzrasigen Wiesen werden die Tiere zudem schnell Beute von Vögeln. Der optimale Lebensraum für die Wanstschrecke sind daher gut wüchsige, sonnige Wiesen, die erst nach Mitte Juli gemäht werden. Dort kann die Entwicklung vom Ei über die Larve zum erwachsenen Tier ungestört ablaufen und es besteht Deckung vor Fressfeinden.

 

Der bundesweite Verbreitungsschwerpunkt der sowohl in Deutschland als auch in Baden-Württemberg in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuften Art befindet sich am Nordrand der Schwäbischen Alb. Aus dem von der UNESCO ausgezeichnetem Biosphärengebiet liegen aktuelle Nachweise von der Schopflocher Alb im Kreis Esslingen und vom ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen im Kreis Reutlingen vor.

 

Um den weiteren Rückgang der Wanstschrecke zu verhindern, müssen im Verbreitungsgebiet ausreichend Wiesen als Lebensraum erhalten werden, die erst ab Mitte Juli gemäht und kaum gedüngt werden. Alternativ helfen auch stehen gelassene Wiesenstreifen als Rückzugraum, die erst im Folgejahr gemäht werden. Für diese Naturschutzmaßnahme hat die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Esslingen in diesem Jahr mehrere Landwirte gewinnen können. Durch das Belassen der sogenannten Altgrasstreifen leisten sie einen aktiven Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt.

 

Hintergrundinformationen:

Die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat im Jahr 2017 eine Kartierung der Wanstschrecke im Bereich der Schopflocher Alb beauftragt. Auf dieser Grundlage wurden von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Esslingen spezielle Pflegeverträge mit Landwirten abgeschlossen. Der Erfolg der Maßnahmen wird im Rahmen des Monitoringprogramms der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets überprüft.

 

Baden-Württemberg kommt aus bundesweiter Sicht eine besondere Schutzverantwortung zu, da die Art schwerpunktmäßig im Land verbreitet ist.

Die Wanstschrecke ernährt sich von Pflanzen. Sie ist bewegungsscheu und bleibt bei Gefahr ruhig sitzen. Ihr lautes Zirpen ist bis zu 50 Meter weit zu hören. Wanstschrecken überleben den Winter im Ei-Stadium. Im Frühjahr schlüpfen dann die kleinen Larven, die schon so aussehen wie ihre Eltern, nur sind sie deutlich kleiner. Sie fressen viel und häuten sich mehrmals, bis sie im Juni ausgewachsen und geschlechtsreif sind. Die erwachsenen Tiere sterben nach der Eiablage im Spätsommer.

 

Bildunterschriften:

Bild 1: Wanstschrecke: Die stark gefährdete Wanstschrecke: ein Schwergewicht unter den Heuschrecken Mitteleuropas, Foto: Jürgen Trautner

Weitere aktuelle Meldungen

  • Das Bild zeigt einen Durchlass an der L 200.

    Ersatzneubau der Brücke über den Erlengraben bei Altheim ab 11. Mai 2026

    | Straßen

    Vollsperrung L 200 zwischen Frickingen-Ahäusle und Altheim

  • Das Bild zeigt eine Baugrunduntersuchung auf einer Wiese mit Bäumen, einer Straße und einer Brücke im Hintergrund; mehrere Baustellenfahrzeuge

    L 379 Brücke über die Echaz in Kirchentellinsfurt

    | Brücken

    Baugrunderkundungen am Montag, 11. Mai 2026 und Dienstag, 12. Mai 2026

  • Das Foto zeigt eine Illustration auf der fünf Mäuse abgebildet sind. Zwischen den Mäusen sieht man einen Wecker, eine Glühbirne und ein Flugzeug

    Torben Kuhlmann | Illustrationen und Bücher

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 12. Mai bis zum 4. Juli 2026 in der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen

  • Das Foto zeigt die Argenbrücke auf der L 331

    Vorankündigung - L 331 Instandsetzung der Brücke über die Argen bei Tettnang-Steinenbach

    | Brücken

    Baubeginn ab Montag, 18. Mai 2026

  • Das Foto zeigt den Ersatzneubau Eyachbrücke

    B 463 Ersatzneubau Brücke über die Eyach bei Albstadt-Laufen

    | Brücken

    Einheben der Strahlträger für den Brückenüberbau ab 6. Mai 2026

  • Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Plakat zur Biosphärenwoche vom 09. - 17. Mai 2026

    14. Biosphären-Woche vom 9. bis 17. Mai 2026

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt eine Baustellenwalze beim Abschluss der Asphaltierungsarbeiten in BA 1 auf Höhe der Anschlussstelle Kressbronn

    B 31 Fahrbahnsanierung zwischen Kressbronn und der Landesgrenze

    | Straßen

    Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am 4. Mai 2026

  • Das Foto zeigt ein Baustellenfahrzeug, das Schutzplankenarbeiten an einer Straße ausführt.

    L 288 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Ringenhausen und Hasenweiler

    | Straßen

    Fertigstellung am Mittwoch, 6. Mai 2026

  • Die Bücher von der Axel Scheffler-Ausstellung "Grüffelo und Co." liegen auf einem Tisch

    Grüffelo & Co. | Ausstellung mit Büchern von Axel Scheffler

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 4. bis zum 29. Mai 2026 in der Stadtbücherei in Mössingen zu sehen

  • Das Foto zeigt die L 306 die durch eine ebene grüne Landschaft führt

    L 306 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Füramoos und Ellwangen

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag, 4. Mai bis voraussichtlich Freitag, 12. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die B 28 Anschluss Bleiche. Eine Seite ist befahrbar und man sieht einige Fahrzeuge. Die andere Seite ist frisch asphaltiert und wird von 2 Bausellenwalzen eben gewalzt.

    B 28 Dettingen an der Erms

    | Straßen

    Umbau des Anschlusses „Bleiche“. Beginn der Bauphase 4 ab Dienstag, 5. Mai 2026

     

  • Das Foto zeigt die L 384 mit Straßenschäden

    L 384 Brücke über die Bahnlinie nördlich von Mössingen

    | Straßen

    Gewährleistungsarbeiten vom 27. April bis 08. Mai 2026

  • Das Foto zeigt die Brücke über den Brühlbach auf der B 28

    B 28 Bad Urach, Teilerneuerung der Brücke über den Brühlbach

    | Brücken

    Restarbeiten ab Samstag, 25. April 2026 und Verkehrsfreigabe ab Anfang Mai 2026

  • Das Foto zeigt eine Löwenzahnblüte die einen Teller mit frischem Salat und Kräutern appetitlich dekoriert

    Frauenfrühstück: Löwenzahn neu entdecken

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Eine Gruppe Jugendlicher steht auf der Treppe und winkt in die Kamera

    Generation "Alpha" im Regierungspräsidium Tübingen

    | Personal

    Beim diesjährigen bundsweiten Girls’Day & Boys’Day haben wir im Regierungspräsidium Tübingen mehr als 50 junge Menschen begrüßt – und ihnen gezeigt, was Verwaltung…

  • Das Foto zeigt einen Messestand mit gelben Stellwänden. 3 Personen stehen bei dem Messestand.

    Karrieremessen für Studierende in Konstanz und Biberach

    | Abteilung 4 - Mobilität, Verkehr, Straßen
  • Das Foto zeigt eine Luftaufnahme des Neckars bei Börstingen

    Naturnahe Umgestaltung des Neckars bei Obernau und Bad Niedernau startet Ende April

    | Gewässer
  • Das Foto zeigt die Teilnehmenden bei der Beiratssitzung des Biosphärengebiet Schwäbische Alb e. V. am 14. April 2026 in der Schlossberghalle in Dettingen unter Teck im Landkreis Esslingen

    Beirat des Vereins Biosphärengebiet Schwäbische Alb e. V. stimmt 34 Projektanträgen mit einer Gesamtfördersumme von rund 400.000 Euro zu

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt eine Abbiegespur mit Ampelanlage auf der B 463 Balingen-Dürrwangen.

    B 463 Balingen-Dürrwangen Eyachbrücke

    | Straßen

    Stromanschluss für das Monitoringsystem und Schutzplankennachrüstung ab 20. April 2026

  • Das Foto zeigt die B 30 zwischen Oberessendorf und Unteressendorf. Zwei Auto fahren in Richtung Ortschaft. Man sieht mehrere Häuser und eine Kirche.

    B 30 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Oberessendorf und Unteressendorf

    | Straßen

    Halbseitige Sperrung im Baustellenbereich von Montag, 20. April bis voraussichtlich Freitag, 22. Mai 2026