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Schule und Bildung

Erfreuliches zum Schuljahresbeginn: Mehr Neueinstellungen von Lehrkräften als in den letzten Jahren

Regierungspräsident Klaus Tappeser: "In einem gemeinsamen Kraftakt ist es gelungen, zum Schuljahresanfang alle Stellen im Bereich der Grundschule und der Sekundarstufe I zu besetzen. Und wir sind zuversichtlich, auch in den anderen Schularten noch weitere Stellen zu besetzen."

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Lehrerin hält eine Mappe und lacht in die Kamera. Im Hintergrund sind 3 weitere LehrerInnen zu sehen, die die Hände hebenn

Zum Schuljahr 2025/2026 wurde auch das Regierungspräsidium Tübingen durch die Nachricht von nicht besetzten Lehrerstellen überrascht. Mit diesen Stellen konnte die Unterrichtsversorgung deutlich gestärkt werden. Dem Regierungspräsidium Tübingen wurden 282,5 dieser Stellen zugewiesen, davon 69,5 für die Grundschulen, 27 für die Sekundarstufe I, und 119 für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ). Für die Gymnasien und die Beruflichen Schulen wurden aus diesem Kontingent 5,5 und 2,5 Stellen zur fachbezogenen Bindung von Lehrkräften (z. B. Informatik) zugewiesen. Neben diesen Stellen erhielt das Regierungspräsidium Tübingen weitere 54 Stellen mit gleichzeitiger Abordnung an andere Schularten. Von diesen Abordnungsstellen konnten bereits 12 Stellen über die Sommerferien besetzt werden.

Insgesamt konnte das Regierungspräsidium Tübingen 774 Einstellungen vornehmen, dabei konnten 534 Stellen unbefristet mit Lehrerinnen und Lehrern besetzt werden. Von den unbefristet besetzten Stellen entfallen 182 auf den Bereich der öffentlichen Grundschulen und Primarstufen an Gemeinschaftsschulen, 99 auf die Haupt- und Werkrealschulen sowie die Gemeinschaftsschulen und Realschulen, 65 auf die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren und 58 auf die Gymnasien. An den Beruflichen Schulen konnten 130 Stellen unbefristet besetzt werden. Hinzu kommen noch 240 Stellen, die befristet besetzt wurden.

„Die Unterrichtsversorgung für das kommende Schuljahr hat unsere Abteilung Schule und Bildung erneut vor große Herausforderungen gestellt, in einem gemeinsamen Kraftakt ist es jedoch gelungen, zum Schuljahresanfang alle Stellen im Bereich der Grundschule und der Sekundarstufe I zu besetzen“, freut sich Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Wir sind zuversichtlich, auch in den anderen Schularten noch weitere Stellen zu besetzen“, so der Regierungspräsident weiter. Aufgrund der zusätzlichen Stellen gibt es noch weitere Stellenausschreibungen auch im beginnenden Schuljahr, so dass noch zusätzliche Einstellungen erfolgen können. Derzeit sind für den Regierungsbezirk Tübingen noch insgesamt 42 weitere Stellen für gymnasiale Bewerberinnen und Bewerber und für den Bereich SBBZ ausgeschrieben. Die Einstellungsphase wurde erstmals bis zum 31.10.2025 verlängert.

Für Entlastung sorgt weiterhin die Öffnung des Direkteinstiegs an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren und in der Sekundarstufe I. Für das kommende Schuljahr konnten insgesamt elf Personen eingestellt werden. Auch im Rahmen des neuen Sprachförderkonzepts „Sprachfit“ wurden bereits in dieser Einstellungsrunde pädagogische Assistentinnen und Assistenten für den Einsatz in der Grundschule gewonnen.

Es ist somit gelungen, dass die Schulen mit einer Versorgung um die 100% starten können. Dennoch gestaltet sich die Unterrichtsversorgung über alle Schularten hinweg je nach Region und Schulart differenziert. Nach wie vor besteht eine große Herausforderung darin, Lehrkräfte für eine Einstellung im ländlichen Raum, insbesondere in den Landkreisen Zollernalb, Alb-Donau und Reutlingen (Alb) zu finden. Weiterhin beliebt bei Bewerberinnen und Bewerbern sind dagegen die Landkreise Bodenseekreis, Ravensburg und Tübingen. 

Erwartete Schülerzahlentwicklung im Schuljahr 2025/2026

Im Schuljahr 2025/2026 werden in den öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Tübingen voraussichtlich 238.841 Schülerinnen und Schüler von 20.769 Lehrerinnen und Lehrern (Vorjahr 20.525) unterrichtet. Das ist das Ergebnis einer Abfrage bei den Schulen und Schulbehörden im Regierungsbezirk Tübingen. In den Grundschulen werden 70.336 Schülerinnen und Schüler erwartet (Vorjahr 68.651), in den Werkreal- und Hauptschulen 6.629 (Vorjahr 6.753), in den Realschulen 30.894 (Vorjahr 30.515), in den Gemeinschaftsschulen 19.423 (Vorjahr 18.905), in den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren 6.159 (Vorjahr 6.023) und an den allgemein bildenden Gymnasien 50.300 (Vorjahr 50.781). An den Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk rechnet das Regierungspräsidium Tübingen mit 55.100 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr 55.600).

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg der Gesamtschülerzahl um 0,7 %. In den Grundschulen ist die Schülerzahl um 2,5 % gestiegen. Die Zahl der Erstklässler allerdings fiel um 2,1 % auf 17.068 (Vorjahr: 17.426). Bei den weiterführenden Schulen legen besonders die Gemeinschaftsschulen um 2,7 % zu, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren um 2,3 % und die Realschulen um 1,2 %. Die Schülerzahl an den Haupt- und Werkrealschulen (- 1,8 %), den allgemein bildenden Gymnasien (- 0,9 %) und den Beruflichen Schulen (- 0,9 %) ist rückläufig. Es ist damit zu rechnen, dass sich bis zur nächsten statistischen Erhebung Ende Oktober noch Änderungen ergeben werden.

Gymnasium (G9)

Alle Fünft- und Sechsklässler an den allgemein bildenden Gymnasien starten im Schuljahr 2025/2026 wieder in einen neunjährigen Bildungsgang. Bislang war G8 Standard. Der Unterrichtsstoff und die Unterrichtsstunden der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium  können so auf neun Jahre verteilt werden, statt wie bislang standardmäßig auf acht Jahre. Dadurch reduziert sich die Stundenzahl in den einzelnen Klassenstufen.

„Informatik und Medienbildung“

Das neue Fach „Informatik und Medienbildung“ wird im neuen Schuljahr in den Klassenstufen 5 und 6 aller Gymnasien und allgemeinbildenden Sekundarschulen jeweils einstündig unterrichtet. In den unteren Klassenstufen wird der Schwerpunkt auf Medienbildung liegen. Schüler sollen dabei unterstützt werden, mit den zunehmend komplexeren Herausforderungen der digitalen Welt zurechtzukommen. Themen sind etwa KI, Fake News, Echokammern, Hassrede oder Verschwörungstheorien. In den höheren Klassen wird der Fokus mehr auf Informatik liegen.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Stefan Meißner, Pressesprecher für Schule und Bildung, Telefon: 07071 757-2137, E-Mail: stefan.meissner@rpt.bwl.de gerne zur Verfügung.

 

Alle Pressemitteilungen und weitere aktuelle Meldungen des Regierungspräsidiums Tübingen finden Sie auch in barrierefreier Form auf unserer Homepage unter www.rp-tuebingen.de.

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