Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Pressemitteilung

Bäuerliche Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb gegründet

Lesezeit:

Teilen via:

Vorstandschaft der bäuerlichen Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V
Vorstandschaft der bäuerlichen Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V
Vorstandschaft der bäuerlichen Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V

Projekt der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb zum Erhalt des Westerheimer Schlachthauses schreitet voran.

 

Ende April 2024 hat sich der Verein „Bäuerliche Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ gegründet. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt zum Erhalt des Westerheimer Schlachthauses vollzogen. Der Verein möchte das Schlachthaus in einem Pachtverhältnis übernehmen und seinen Mitgliedern Schlachtungen im Herkunftsbetrieb und im Schlachthaus anbieten. Damit soll diese wichtige Infrastruktur durch und für die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten bleiben.

 

Nach einer Auftaktveranstaltung im Oktober 2023 zum Aufbau einer Schlachtgemeinschaft erreichten rund 50 Interessensbekundungen die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb. In einem Treffen aller interessierten Betriebe und Personen im Dezember 2023 wurden erste Leitplanken zur Organisationsform, zur Geschäftsführung und zu finanziellen Rahmenbedingungen festgelegt. Auf dieser Basis wurde im ersten Quartal 2024 mit einer kleinen Gruppe aus engagierten Landwirtschaftsbetrieben und Privatpersonen die Vereinsgründung vorbereitet.

 

Ende April 2024 wurde der Verein in Westerheim gegründet. Vorstand ist Georg Baumeister, Landwirt aus Westerheim und seit Anfang an engagiert im Erhalt des ortsansässigen Schlachthauses. Die Geschäftsführung wird Metzgermeister Paul Russ aus Bissingen an der Teck übernehmen. Er wird die Verantwortung für den laufenden Betrieb der Schlachtgemeinschaft tragen und die Schlachtungen in den Herkunftsbetrieben und im Schlachthaus durchführen. Weitere Mitglieder in Vorstandschaft sowie Beisitzer und Vereinsmitglieder sind landwirtschaftliche Betriebe vorwiegend mit Direktvermarktung sowie Privatpersonen, die ein Interesse an Tierwohl und Regionalität haben.

 

In den nächsten Schritten soll nun das Pachtverhältnis mit der Gemeinde Westerheim abgestimmt werden. Zudem stehen erste Investitionen in zusätzliche Kühlkapazitäten sowie einen Anhänger für die teilmobile Schlachtung an. Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Schlachtbetrieb in Westerheim aufzunehmen. Die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb sowie das beauftragte Ingenieurbüro Wanzel unterstützen durch die Projektleitung und die Vorbereitung des Schlachtbetriebs beispielsweise durch die Erarbeitung von Hygienekonzepten und der Biozertifizierung. „Auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt hat das Schlachthaus eine wichtige Bedeutung“, so Rainer Striebel von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, „denn ohne Weidetiere können die schützenswerten Lebensräume des Biosphärengebiets seitens der Landwirtschaft nicht gepflegt werden“.

 

Die Schlachtgemeinschaft steht weiteren Mitgliedern offen. Privatpersonen können den Erhalt einer kleinstrukturierten, regionalen Schlachtung unterstützen, indem sie Fördermitglied werden. Diese können jederzeit Auskunft darüber erhalten, welche Tiere an welchen Tagen geschlachtet und wo deren Fleisch je nach Verfügbarkeit bezogen werden kann. Konventionell sowie biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe mit Interesse an Schlachtungen können eine Mitgliedschaft beantragen. Dabei können sich gerne auch Betriebe außerhalb des Biosphärengebiets Schwäbische Alb rückmelden. Für Betriebe ohne eigene Direktvermarktung schafft der Verein die Möglichkeit, die Infrastruktur nur für Notschlachtungen in Anspruch zu nehmen und dafür einen reduzierten Grundbeitrag zu zahlen. Weitere Informationen, der Mitgliedsantrag sowie Kontaktmöglichkeiten zum Verein sind online unter www.biosphaerengebiet-alb.de/projekte/detail/schlachtgemeinschaft zu finden.

 

Hintergrundinformationen:

Bei der Wertschöpfungskette zu regionalem Fleisch kann neben Tierhaltung, Tierwohl und Vermarktung das Thema ortsnahe Schlachtung nicht ausgeblendet werden. Aktuelle Entwicklungen und Erhebungen zeigen, dass in den kommenden Jahren viele der derzeit bestehenden selbstschlachtenden Metzgereien und Betriebe auf Grund des Personalmangels, des Strukturwandels oder fehlenden Investitionen wegfallen werden. Dies stellt die landwirtschaftlichen Betriebe und regionalen Wertschöpfungsketten vor große Herausforderungen. Für die Strukturen im von der UNESCO ausgezeichneten Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist es daher außerordentlich wichtig, Schlachtstätten für landwirtschaftliche Betriebe und Metzgereien zukunftsfähig zu machen und sich auch mit dem Thema der mobilen Schlachtung am Hof auseinanderzusetzen.

 

Die Gemeinde Westerheim möchte gemäß eines Gemeinderatsbeschlusses das gemeindeeigene Schlachthaus in ein Pachtverhältnis mit regionalen Nutzern bringen und hat dazu eine Übergangsfrist bis Ende 2024 eingerichtet. Nach einem Austausch zwischen der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und den bislang engagierten landwirtschaftlichen Betrieben war klar, dass derzeit noch keine Schlachtgemeinschaft in geeigneter Organisationsform für ein Pachtverhältnis absehbar und daher ein zielgerichteter Prozess notwendig ist.

 

Im Juli 2023 wurde durch die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren ein Projekt zum Aufbau einer Schlachtgemeinschaft im Biosphärengebiet am Beispiel des Westerheimer Schlachthauses gestartet. Hierzu wurde Ende Juli 2023 das Ingenieurbüro Wanzel durch die Geschäftsstelle Biosphärengebiet beauftragt. Das Projekt soll übertragbare Erkenntnisse und Dokumente zum Thema regionale Schlachtung ergeben und möchte die unterschiedlichen Interessenslagen der Region bündeln. Ziel ist der Aufbau einer Schlachtgemeinschaft in geeigneter Organisationsform.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Herr Roland Heidelberg, Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Telefon 07381/932938-14, oder Frau Sabrina Lorenz, Pressesprecherin, Regierungspräsidium Tübingen, Telefon 07071/757-3078, gerne zur Verfügung.

 

Weitere aktuelle Meldungen

  • Blick auf die fehlerehafte Aosphaltdecke einer Fahrbahn

    L 331 Instandsetzung der Brücke über die Argen bei Tettnang-Steinenbach ab Montag, 18. Mai 2026

    | Straßen
  • Das Bild zeigt einen Bodenbelag.

    B 28 Böhringer Steige zwischen Bad Urach und Römerstein-Böhringen

    | Straßen

    Gewährleistungsarbeiten ab Montag, 18. Mai 2026

  • Das Bild zeigt die Ortsdurchfahrt in Laichingen mit Häusern.

    L 1236 Fahrbahndeckenerneuerung in der Ortdurchfahrt Laichingen

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag, 18. Mai 2026

  • Das Bild zeigt eine Gruppe von Kindern mit ihren gebastelten Fledermausbetten.

    Pfingstferienprogramm im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Symbolbild für die Erweiterung des Biosphärengebiet mit Pflanzen und Tieren.

    Großes Fest zur Erweiterung des Biosphärengebiets

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Bild zeigt die Einfahrt der Tunneldurchfahrt Albstadt Laufen

    B 463 Tunnel Albstadt-Laufen

    | Straßen

    Beginn des Probebetriebs am 12. Mai 2026

  • Es wird ein Gruppenbild mit den Akteurinnen und Akteure des Biosphärengebiets und des MAB-Nationalkomitees auf Schloss Lichtenstein gezeigt.

    Biosphärengebiet Schwäbische Alb beantragt neue UNESCO-Anerkennung

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb

    Begutachtungsdelegation verschafft sich vor Ort einen Überblick

  • Das Bild zeigt einen Durchlass an der L 200.

    Ersatzneubau der Brücke über den Erlengraben bei Altheim ab 11. Mai 2026

    | Straßen

    Vollsperrung L 200 zwischen Frickingen-Ahäusle und Altheim

  • Das Bild zeigt eine Baugrunduntersuchung auf einer Wiese mit Bäumen, einer Straße und einer Brücke im Hintergrund; mehrere Baustellenfahrzeuge

    L 379 Brücke über die Echaz in Kirchentellinsfurt

    | Brücken

    Baugrunderkundungen am Montag, 11. Mai 2026 und Dienstag, 12. Mai 2026

  • Das Foto zeigt eine Illustration auf der fünf Mäuse abgebildet sind. Zwischen den Mäusen sieht man einen Wecker, eine Glühbirne und ein Flugzeug

    Torben Kuhlmann | Illustrationen und Bücher

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 12. Mai bis zum 4. Juli 2026 in der Stadtbibliothek Reutlingen zu sehen

  • Das Foto zeigt die Argenbrücke auf der L 331

    Vorankündigung - L 331 Instandsetzung der Brücke über die Argen bei Tettnang-Steinenbach

    | Brücken

    Baubeginn ab Montag, 18. Mai 2026

  • Das Foto zeigt den Ersatzneubau Eyachbrücke

    B 463 Ersatzneubau Brücke über die Eyach bei Albstadt-Laufen

    | Brücken

    Einheben der Strahlträger für den Brückenüberbau ab 6. Mai 2026

  • Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Plakat zur Biosphärenwoche vom 09. - 17. Mai 2026

    14. Biosphären-Woche vom 9. bis 17. Mai 2026

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt eine Baustellenwalze beim Abschluss der Asphaltierungsarbeiten in BA 1 auf Höhe der Anschlussstelle Kressbronn

    B 31 Fahrbahnsanierung zwischen Kressbronn und der Landesgrenze

    | Straßen

    Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am 4. Mai 2026

  • Das Foto zeigt ein Baustellenfahrzeug, das Schutzplankenarbeiten an einer Straße ausführt.

    L 288 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Ringenhausen und Hasenweiler

    | Straßen

    Fertigstellung am Mittwoch, 6. Mai 2026

  • Die Bücher von der Axel Scheffler-Ausstellung "Grüffelo und Co." liegen auf einem Tisch

    Grüffelo & Co. | Ausstellung mit Büchern von Axel Scheffler

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 4. bis zum 29. Mai 2026 in der Stadtbücherei in Mössingen zu sehen

  • Das Foto zeigt die L 306 die durch eine ebene grüne Landschaft führt

    L 306 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Füramoos und Ellwangen

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag, 4. Mai bis voraussichtlich Freitag, 12. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die B 28 Anschluss Bleiche. Eine Seite ist befahrbar und man sieht einige Fahrzeuge. Die andere Seite ist frisch asphaltiert und wird von 2 Bausellenwalzen eben gewalzt.

    B 28 Dettingen an der Erms

    | Straßen

    Umbau des Anschlusses „Bleiche“. Beginn der Bauphase 4 ab Dienstag, 5. Mai 2026

     

  • Das Foto zeigt die L 384 mit Straßenschäden

    L 384 Brücke über die Bahnlinie nördlich von Mössingen

    | Straßen

    Gewährleistungsarbeiten vom 27. April bis 08. Mai 2026

  • Das Foto zeigt die Brücke über den Brühlbach auf der B 28

    B 28 Bad Urach, Teilerneuerung der Brücke über den Brühlbach

    | Brücken

    Restarbeiten ab Samstag, 25. April 2026 und Verkehrsfreigabe ab Anfang Mai 2026