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Medienmitteilung

B 28 neu, Straßenbauarbeiten für den Teilabschnitt zwischen Tübingen-Bühl und dem Knoten Tübingen-Weilheim für 9,1 Millionen Euro sind vergeben

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​Das Regierungspräsidium Tübingen hat für den Teilabschnitt der B 28 neu vom Bühlertalbach in Tübingen-Bühl (Bonlanden) bis zum Knoten Tübingen-Weilheim die Straßenbauarbeiten vergeben. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich Ende September 2018 begonnen. Die Verkehrsfreigabe für den Teilabschnitt ist für Ende 2019 vorgesehen.

„Durch den Bau des rund 3,3 Kilometer langen Abschnittes wird ein weiteres Teilstück der neuen B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen realisiert. Damit rücken wir dem Ziel, die Anwohnerinnen und Anwohner südlich und nördlich des Neckars vom Durchgangsverkehr erheblich zu entlasten, ein ganzes Stück näher“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

 

Den Auftrag mit einem Volumen von rund 9,1 Millionen Euro erhielt die Bietergemeinschaft Otto Morof aus Althengstett/Gebrüder Stumpp aus Balingen. Zu den beauftragten Leistungen gehören insbesondere der Erd- und Straßenbau, der Bau eines Regenklärbeckens und die Auffüllung einer ehemaligen Kiesgrube südlich des Baggersees der Firma Queck. Die Auffüllung ist erforderlich, da sich die bis zu acht Meter tiefe Kiesgrube unmittelbar im Baufeld unter der B 28 neu befindet. In diesem Jahr werden zunächst zwei Baustraßen vom Bühlertalbach bis zum Knoten Weilheim sowie von der Knollstraße in Bühl bis zur Kiesgrube beim Baggersee Queck hergestellt.

 

Neben den Straßenbauarbeiten müssen noch zwei Wirtschaftswegunterführungen unter der B 28 neu und der Bahnlinie bei Kilchberg hergestellt werden. Diese Maßnahmen sind noch nicht vergeben. Eine Ausschreibung ist noch im Sommer 2018 vorgesehen.

 

Verkehrsführung während der Baumaßnahme

Die Bauarbeiten können größtenteils unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der L 370 / L 371 zwischen Tübingen (B28/Europastraße) und den Tübinger Ortsteilen Hirschau und Weilheim stattfinden. Im Bereich des neuen Anschlussknotens Weilheim verläuft die bestehende L 370 teilweise im unmittelbaren Baufeld der neuen B 28. Zur Herstellung der endgültigen Verkehrsführung in diesem Bereich ist es erforderlich, den Verkehr auf der L 370 zwischen dem Abzweig Hirschau (B28/L 371) und dem Weilheimer Bahnübergang zeitweise über eine provisorische Umleitungsfahrbahn am eigentlichen Baufeld vorbei zu führen. Weitere Details wird das Regierungspräsidium Tübingen rechtzeitig vor Einrichtung der Umleitung bekannt geben.

 

Hintergrundinformationen:
Nach dem der Bund im Juli 2015 die Freigabe für den Neubau der rund 7 Kilometer langen B 28 vom Knoten Rottenburg-Ost bis zum Knoten Tübingen-Weilheim erteilte, haben im Februar 2016 die ersten Arbeiten begonnen. Hierbei handelte es sich um Rodungsarbeiten im Vorfeld der Verlegung der Ferngasleitung zwischen Bühl und Weilheim.

 

Im Vorfeld des eigentlichen Straßenbaus wurde die bestehende Ferngasleitung der Stadtwerke Tübingen auf einer Länge von rund 2,5 Kilometer aus dem Baufeld der B 28 verlegt. Ebenfalls wurde eine Kampfmitteluntersuchung des gesamten Baufelds bis zu einer Tiefe von drei Metern durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst durchgeführt. Bis heute wurden im Streckenabschnitt zwischen Bühl und Weilheim circa 300 Stabbrandbomben und circa 150 Kilogramm Munitionsteile sowie eine Handgranate gefunden.

 

Im Jahr 2016 sind im Baufeld der zukünftigen B 28 auf Gemarkung Kilchberg archäologische Funde entdeckt worden. Um eine Zerstörung dieser archäologischer Zeugnisse und Kulturdenkmale zu vermeiden und den weiteren Bauablauf nicht zu gefährden, fanden von Mai 2017 bis Januar 2018 Rettungsgrabungen im Bereich von zwei Grabungsfeldern statt. Im Zuge dieser Rettungsgrabungen konnten zahlreiche Funde der mittelalterlichen Wüstung „Brechesdorf“ sowie einzelne frühgeschichtliche Objekte freigelegt und dokumentiert werden.

 

Ebenfalls im Jahr 2016 fanden die Dammvorschüttungen für das Brückenbauwerk am Knoten Tübingen-Weilheim und der Baubeginn für das Kreuzungsbauwerkes am Anschlussknoten Rottenburg-Ost statt. Aufgrund der Insolvenz der bauausführenden Firma im Bereich Rottenburg im Januar 2017 sind die Arbeiten ins Stocken geraten. Die Ausführung der noch ausstehenden Restleistungen erfolgt nach den Sommerferien 2018.

 

Mit dem Bau der Brücke beim Anschlussknoten Weilheim wurde im Mai 2017 begonnen. Im Oktober 2017 folgte der Baubeginn der Brücke beim Knoten Tübingen-Bühl (Bonlanden). Die Fertigstellung der beiden Bauwerke ist im September 2018 geplant.

 

Im Februar 2018 fand die Rodung der Flächen im Bereich des Anschlussknotens Weilheim sowie im Bereich der ehemaligen Kiesgrube südlich des Baggersees „Queck“ auf den Gemarkungen Kiebingen und Bühl statt.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Tel.: 07071 757-3005, gerne zur Verfügung. 

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