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Pressemitteilung

B 27, Ortsumgehung Tübingen (Schindhaubasistunnel)

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Übersichtsplan/Skizze B 27 - B 28

Die Planung geht voran. Umfangreiche Bürgerbeteiligung bereits in den Jahren 2012/13.

Das Regierungspräsidium Tübingen erstellt aktuell die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung von Tübingen im Zuge der B 27. Es hat dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg im Sommer 2019 den sogenannten Vorentwurf für die Ortsumgehung von Tübingen im Zuge der B 27 vorgelegt. Das Ministerium hatte die umfassenden Unterlagen geprüft, die haushaltsrechtliche Genehmigung erteilt und diese dem Bund mit dem Ziel der Erteilung des sogenannten Gesehenvermerks übersandt. Der Bund arbeitet derzeit an der abschließenden Prüfung der Unterlagen.

Zur Erstellung des Vorentwurfs wurden eine Vielzahl an Vor-Ort-Untersuchungen durchgeführt und umfangreiche Gutachten erstellt. Zahlreiche fachliche Abstimmungen unter anderem mit dem Landratsamt Tübingen und der Stadt Tübingen begleiten den Planungsprozess. Vor der Fertigstellung des Vorentwurfs hatte die Stadt Tübingen im Jahr 2012 gebeten, eine Bürgerbeteiligung durchzuführen. Am 20. März 2013 wurde das Ergebnis dann der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend die Planung entsprechend angepasst. „Gemeinsam mit dem Landesministerium und der Stadt Tübingen haben wir einen umfangreichen Bürgerdialog als besondere Art der Bürgerbeteiligung durchgeführt. In fünf aufwendigen und intensiven Workshops wurden alternative Knotenpunktlösungen sowohl für den Südknoten als auch den Nordknoten entwickelt. Alle Beteiligten, auch der Tübinger Oberbürgermeister, haben dieses Ergebnis damals akzeptiert und für gut befunden“, so Regierungspräsident Tappeser zur Forderung des Tübinger Oberbürgermeisters nach einem Bürgerentscheid.

Parallel zur erwarteten Erteilung des Gesehenvermerks hat das Regierungspräsidium bereits im Herbst 2019 mit der Aufbereitung und Aktualisierung der Unterlagen für die nächste Planungsstufe, die sogenannte Genehmigungsplanung, begonnen. An diese schließt sich dann das Planfeststellungsverfahren an.

Aktuell werden verschiedene Fachthemen aufgearbeitet, konkretisiert und hinsichtlich ihrer Aktualität überprüft. In diesem Zuge wurden bereits floristische und faunistische Erhebungen durchgeführt. Auch die Bohrungen für die Erstellung des geologischen Gutachtens wurden Ende Februar 2021 abgeschlossen. Derzeit werden die Bohrkerne analysiert und Laboruntersuchungen durchgeführt und ausgewertet. Parallel läuft das Grundwassermonitoring. Dafür wurden einige ausgewählte Bohrungen zu Grundwassermessstellen ausgebaut, um Grundwasserstand und -strömung zu untersuchen und zu kontrollieren.

Außerdem laufen derzeit die Vorbereitungen für die erforderliche Fortschreibung des Verkehrsgutachtens mit Planungshorizont 2035. Die Verkehrszählung ist im Juni 2021 geplant, wenn die Rahmenbedingungen es aufgrund der Corona-Situation fachlich zulassen. Nach aktueller Berechnung werden später über 35.000 Fahrzeugen pro Tag die Ortsumgehung nutzen. Aufbauend auf dieses Verkehrsgutachten werden die verschiedenen anderen Gutachten aktualisiert und die technische Planung und die Umweltplanung für das anstehende Planfeststellungsverfahren ausgearbeitet.

„Die B27 ist eine der zentralen Nord-Süd-Verbindungen im Regierungsbezirk Tübingen und in Baden-Württemberg. Deren vierstreifiger Ausbau nutzt ganz vielen Verkehrsteilnehmern und ist nicht nur eine Angelegenheit der Stadt Tübingen. Wir planen die Ortsumgehung Tübingen im Auftrag des Bundes intensiv voran, ein Tübinger Bürgerentscheid wäre für uns nicht von Bedeutung,“ so Regierungspräsident Tappeser.

Hintergrundinformationen:

Die B 27 stellt neben der A 81 eine wichtige Nord-Süd-Verbindung dar. Sie führt vom Mittleren Neckarraum über Tübingen in den Zollernalbkreis. Bestandteil der vierstreifigen Ausbaukonzeption der B 27 von Stuttgart bis Balingen ist die Ortsumgehung Tübingen mit dem Schindhaubasistunnel mit aktuellen Gesamtkosten von rund 338 Mio. Euro. Das hohe Verkehrsaufkommen auf der B 27 zwischen dem Tübinger Kreuz und dem Bläsibad belastet die Bewohner der Südstadt und der Gartenstadt durch Lärm und Luftschadstoffe erheblich. Dies soll sich mit der Ortsumgehung nachhaltig verbessern. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung. Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite B 27 Tübingen (Bläsibad) - B 28 Langer Schinhausbasistunnel.

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Tel.: 07071 757-3005, gerne zur Verfügung.

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