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Artenschutz

Blühende Vielfalt auf dem Acker

35 Jahre Ackerwildkrautschutz Rangendingen und Ackerwildkrautmeisterschaft 2025

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Gewinnerinnen und Gewinner der Ackerwildkraut-Meisterschaft 2025 und Landwirte aus dem Ackerwildkrautschutzprojekt Rangendingen gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann und Regierungspräsident Klaus Tappeser stehen zusammen und lachen in die Kamera.
v.l.n.r. Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Herr Hartmann jun. (stellvertretend für Klaus Hartmann), Gerhard Hetzer, Frank Möck, Severin Hauenstein, Frau Riehle (stellvertretend für Ralf und Micha Riehle), Bürgermeister Manfred Haug, Rangendingen, Alexander Dietz, Regierungspräsident Klaus Tappeser
v.l.n.r. Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Herr Hartmann jun. (stellvertretend für Klaus Hartmann), Gerhard Hetzer, Frank Möck, Severin Hauenstein, Frau Riehle (stellvertretend für Ralf und Micha Riehle), Bürgermeister Manfred Haug, Rangendingen, Alexander Dietz, Regierungspräsident Klaus Tappeser

Rangendingen im Zollernalbkreis hat allen Grund zu feiern: Seit 35 Jahren existiert hier ein einzigartiges Artenschutz-Projekt für den Schutz der Ackerwildkräuter. Auf knapp 20 Hektar bewirtschaften engagierte Landwirtinnen und Landwirte ihre Felder besonders naturverträglich und mit alten Kulturpflanzen wie Emmer und Einkorn. Das Ergebnis ist eine Artenvielfalt von über 160 Pflanzenarten, darunter mehr als 30 Arten der Roten Liste. Auch seltene Tiere wie Laufkäfer, Wildbienen oder Wendehals profitieren von diesen besonderen Äckern. „Rangendingen ist ein Leuchtturm im Ackerwildkrautschutz, der weit über die Region hinausstrahlt“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Ackerwildkraut-Meisterschaft
Viele der insgesamt rund 220 Ackerwildkraut-Arten in Baden-Württemberg sind gefährdet oder bereits verschwunden. Deshalb wurde die Ackerwildkraut-Meisterschaft ins Leben gerufen – ein Wettbewerb, der den Einsatz der Landwirtinnen und Landwirte sichtbar macht und würdigt. In diesem Jahr fand die Meisterschaft in den Landkreisen Tübingen und Zollernalb statt. 26 Äcker von elf Betrieben wurden untersucht, die besten Flächen von einer Fachjury ausgewählt und prämiert. 

In zwei Kategorien – „Produktionsorientierte Vielfaltsäcker“ und „Artenorientierte Vielfaltsäcker“ – zeigten die Gewinnerinnen und Gewinner eindrucksvoll, dass guter Ertrag und Artenreichtum kein Widerspruch sind. So belegten Ralf und Micha Riehle mit einem Sommergemenge den ersten Platz bei den produktionsorientierten Äckern, während Klaus Hartmann mit einem artenreichen Winterweizen den ersten Platz bei den artenorientierten Flächen errang. 

„Die Ackerwildkraut-Meisterschaft zeigt eindrucksvoll, wie Landwirtschaft und Naturschutz zusammenwirken können. Die Landwirtinnen und Landwirte beweisen, dass Artenvielfalt und gute Erträge Hand in Hand gehen. Letztendlich gewinnt die Natur und mit ihr wir alle“ betonte Staatssekretär Dr. Andre Baumann bei der Preisverleihung. 

Die Jubiläumsfeier in Rangendingen und die Meisterschaft 2025 machten deutlich: Ackerwildkräuter sind nicht nur „Unkraut“, sondern unverzichtbare Bausteine für gesunde Agrarökosysteme. Sie liefern Nahrung für Insekten und Vögel, fördern die Bodenfruchtbarkeit und machen unsere Kulturlandschaften vielfältig und reich an Farben. Die Leistung der Landwirtinnen und Landwirte verdient Anerkennung – sie tragen entscheidend dazu bei, die biologische Vielfalt zu erhalten. 


Preisträger der Ackerwildkraut-Meisterschaft

Produktionsorientierte Vielfalt-Äcker

1. Ralf und Micha Riehle

2. Hofgut Martinsberg (Susanne und Joachim Schneider) – im Juli hat Severin Hauenstein den Betrieb übernommen, daher bei Preisverleihung.

3. Carolin und Alexander Dietz

Artenorientierte Vielfalt-Äcker

1. Klaus Hartmann

2. Gerhard Hetzer

3. Frank Möck

 

 

 

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