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Medienmitteilung

Pflegen für Natur und Artenvielfalt

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​Mitte Oktober starten im Rahmen des Projekts „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ die Pflegemaßnahmen an der Kirchhalde bei Münsingen-Buttenhausen. Dazu wird die Hauenstraße vom 14. bis 25. Oktober 2019 abschnittsweise gesperrt.

Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren sowie der Stadt Münsingen und der BruderhausDiakonie koordiniert und bearbeitet die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb das Projekt „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“. Ziel des Vorhabens ist es, Gehölze und Sträucher auf stark verbuschten Wacholderheiden zu beseitigen und somit wieder den typischen Lebensraum vor allem für Sonne liebende Tiere und Pflanzen zu schaffen.

Nachdem im letzten Winter Pflegemaßnahmen auf verschiedenen Wacholderheiden im Großen Lautertal und im Heiligental durchgeführt wurden, konzentrieren sich die Pflegearbeiten in diesem Herbst auf die stark zugewachsene Wacholderheide an der Kirchhalde oberhalb von Buttenhausen. Mit der Pflege wird ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt insbesondere der Schmetterlinge und Heuschrecken geleistet. Zudem wird das charakteristische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb erhalten.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist für den Zeitraum der Arbeiten, vom 14. bis 25. Oktober 2019, eine ganztägige Vollsperrung der Hauenstraße erforderlich. Die Sperrung betrifft den Abschnitt Ortsausgang von Buttenhausen bis zur Abzweigung Glückhof. Die Zufahrt zum Friedhof von Buttenhausen ist in diesem Zeitraum weiter möglich.

Das Vorhaben wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Zeitraum von 2017 bis 2020 gefördert.

Bildunterschrift:
Der in Baden-Württemberg gefährdete und auf Magerrasen angewiesene Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma). Foto: Gabriel Hermann.

Hintergrundinformationen:
Die Wacholderheiden prägen den Charakter der Schwäbischen Alb und sind ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets. Die sehr artenreichen und landschaftlich reizvollen Lebensräume sind durch jahrhundertelange Beweidung entstanden. Durch den starken Rückgang der Schafhaltung in den letzten Jahrzehnten verbuschen jedoch viele Wacholderheiden oder haben sich bereits zu Wald entwickelt.
Daher liegen die heute noch vorhandenen Wacholderheiden vielfach isoliert voneinander, was den Austausch von Tier- und Pflanzenarten erschwert oder sogar verhindert. Dieser Austausch ist aber für den Erhalt verschiedener Tier- und Pflanzenarten dringend erforderlich.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Herr Roland Heidelberg von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381/932938-14, oder Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Regierungspräsidium Tübingen, Telefon 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

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