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Hauswirtschaft

Regierungspräsident Klaus Tappeser übergibt Meisterbriefe für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin

Feierliche Stimmung herrschte am 19. Mai 2026 bei der Übergabe im Bibliotheksaal des Klosters Bad Schussenried

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Das Bild zeigt neue Meisterinnen und neuer Meister im Beruf Hauswirtschaft gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser

42 Hauswirtschafterinnen und einem Hauswirtschafter konnte Regierungspräsident Klaus Tappeser persönlich zum Meistertitel in ihrem Berufsstand gratulieren. Das Kloster bot einen würdevollen Rahmen für die zentrale landesweite Übergabe der Meisterbriefe an die neuen Meisterinnen und Meister im Beruf Hauswirtschaft. 

Die insgesamt 46 neuen hauswirtschaftlichen Leistungsträgerinnen und ein Leistungsträger sowie deren Partner, Eltern, Kinder und Freunde waren Gäste des Regierungspräsidiums Tübingen. Begrüßt wurden sie von Regierungspräsident Klaus Tappeser. 

Er gratulierte herzlich den neuen Meisterinnen und dem Meister und drückte in seiner Begrüßungsrede Respekt und Anerkennung aus. „Der Meistertitel steht nicht nur für eine hohe Qualifikation und Fachkompetenz in einem wichtigen Bereich des täglichen Lebens, sondern ist auch ein Beruf, der vielfältige Möglichkeiten in der Arbeitswelt eröffnet. Die Hauswirtschaft wird sicherlich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert aber nicht so schnell ersetzt werden können“, so Klaus Tappeser.

Auch dankte er im Rahmen seiner Begrüßung allen, die sich an der Meisterfortbildung beteiligen, für ihr Engagement. Er richtete seinen Dank insbesondere an die Lehrkräfte, die die Kandidatinnen auf die Meisterprüfung vorbereiten sowie an die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer. Diese haben bei der für die Aus- und Fortbildung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin einen besonderen Stellenwert. 

Den Festvortrag hielt Berater & Coach für Organisationsentwicklung Tobias IIg zum Thema 

„Neue Arbeit in der Hauswirtschaft: Erst unterschätzt, jetzt zukunftsrelevant?“

Mit einem pragmatischen Blick auf neue Arbeit mit konkreten Zukunftspotenzialen rund um Zusammenarbeit, Organisation und Künstliche Intelligenz und spannte er den Bogen zwischen Fachkräftemangel, Digitalisierung, steigender Komplexität und dem Wunsch nach menschlicher, sinnvoller Arbeit und beantwortete die Fragen „Was bedeutet New Work in der Hauswirtschaft und welche Potenziale bietet es?“

Dezernent Thomas Lötsch des Landratsamtes Ravensburg sowie Frau Schwab, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Baden- Württemberg e. V. Hauswirtschaft Baden-Württemberg, hielten ihre Grußworte. 

Nach Auszeichnung der Jahrgangsbesten durch Regierungspräsident Klaus Tappeser leitete Abteilungspräsidentin Anita Schmitt die Vorstellung des Arbeitsprojektes ein. Frau Degen, Meisterin vom Standort Radolfzell, berichtete über das Projekt Planung und Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards „Fit im Alter“ für die Senioreneinrichtung und mobile Verpflegungssysteme von St. Josef Spaichingen. Sie schloss im Arbeitsprojekt mit der Bestnote 1,0 ab. Ihr Fazit: „Es war ein gelungenes Projekt mit vielen Herausforderungen.“

Hintergrundinformationen: 

Das Regierungspräsidium Tübingen ist landesweit für die Aus- und Fortbildung im Beruf Hauswirtschafter / Hauswirtschafterin zuständig. Es organisiert daher zentral die Meisterprüfung in diesem Beruf für das ganze Land Baden-Württemberg. 

Im Prüfungszeitraum von November 2025 bis April 2026 haben die Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschaft 45 Kandidatinnen und 1 Kandidat bestanden.

Der Meistertitel hat in unserer Gesellschaft nach wie vor einen hohen Stellenwert. Im Deutschen Qualifikationsrahmen steht der Meistertitel auf der gleichen Niveaustufe wie der Bachelorabschluss (Niveaustufe sechs).

Um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden, sind ein einschlägiger Berufsabschluss und Berufspraxis notwendig. In der Regel bereiten sich die angehenden Meisterinnen und Meister mittels eines berufsbegleitenden Vorbereitungslehrgangs auf die Prüfung vor. Bei der Meisterprüfung werden neben Fachwissen auch Aufgaben aus Bereichen geprüft, die in hauswirtschaftlichen Führungspositionen eine zentrale Bedeutung haben. Zu nennen sind insbesondere folgende Themen: Betriebswirtschaft, Analysieren von Betriebssituationen, Entwickeln und Umsetzen von Unternehmenszielen und Konzepten, Umsetzen der berufsbezogenen rechtlichen Vorgaben, Anwenden von Instrumenten des Qualitäts- und Kostenmanagements, Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Führung von Mitarbeitenden. 

Die Hauswirtschaft hat sich in der Dienstleistungsgesellschaft zu einem zukunftsorientierten Berufsbild entwickelt und ist zudem systemrelevant. Hauswirtschaftliche Dienstleistungen sichern Lebenskultur und -qualität in allen Bereichen des Lebens. In Kindergärten sind hauswirtschaftliche Dienstleistungen ebenso wichtig wie in Senioren- und Pflegeheimen sowie Kranken- oder Tagungshäusern. Kreativen Fachkräften bietet sich ein neuer und wachsender Markt. Auch landwirtschaftliche Betriebe mit zusätzlichen Tätigkeitsbereichen zur Landwirtschaft wie zum Beispiel der Betrieb eines Hofladens, die Direktvermarktung die Beherbergung oder die Ernährungsbildung mit Workshops, alle zusammen sind auf eine professionelle Hauswirtschaft angewiesen. Zudem gibt es mit über fünf Millionen Privathaushalten in Baden-Württemberg ein weiteres hauswirtschaftliches Zukunftsfeld.

Bild: 

Bild 1: Neue Meisterinnen und neuer Meister im Beruf Hauswirtschaft gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser

Bild 2: Die Jahrgangsbesten der Meisterprüfung 2026 gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser von links nach rechts (Franziska Rummel, Bad Waldsee; Amy Böhringer, Böblingen; Verena Serr, Heilbronn; Marlene Schwarz, Heilbronn; Ramona Eberhardt, Radolfzell) 

Fotografie: RPT

Anlage:

Liste der neuen Meisterinnen und Meister im Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin im Land Baden-Württemberg sowie das Programm zur Meisterbriefübergabe am 19.05.2026.

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