Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Biosphärengebiet Schwäbische Alb beantragt neue UNESCO-Anerkennung

Begutachtungsdelegation verschafft sich vor Ort einen Überblick

Lesezeit:

Teilen via:

Es wird ein Gruppenbild mit den Akteurinnen und Akteure des Biosphärengebiets und des MAB-Nationalkomitees auf Schloss Lichtenstein gezeigt.

Die Gebietserweiterung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb macht eine neue Beantragung der UNESCO-Anerkennung erforderlich. Eine Delegation des deutschen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) bereiste hierfür die Region drei Tage lang.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Gebietserweiterung vor wenigen Wochen bewirbt sich das Biosphärengebiet Schwäbische Alb für eine neue Anerkennung der gesamten Kulisse durch die UNESCO. Das bisherige Biosphärengebiet ist seit 2009 von der UNESCO anerkannt. Der erhebliche Umfang der Erweiterung mit 42 Prozent Wachstum auf 121.445 Hektar macht die neue Anerkennung erforderlich. 

In einem ersten Schritt erarbeitete das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets einen Antragsentwurf für die UNESCO und stimmte diesen mit sehr vielen Akteurinnen und Akteuren in der Region ab. Der 170 Seiten starke Entwurf wurde vom Lenkungskreis des Biosphärengebiets, dem Vorstand und Beirat des Vereins Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V. sowie von den 36 Mitgliedskommunen des Biosphärengebiets gegengelesen. Anfang März 2026 wurde der Antragsentwurf beim zuständigen MAB-Nationalkomitee eingereicht. 

Dies ebnete den Weg für einen weiteren Bestandteil des Anerkennungsverfahrens - eine Bereisung des Biosphärengebiets durch das Nationalkomitee. Für diese Bereisung, die vom 4. bis 6. Mai 2026 stattfand, erwartete das Komitee ein prall gefülltes Programm. 

Im Rahmen einer Exkursion unter der Leitung von Achim Nagel, Leiters der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets, durch die Erweiterungskulisse konnte sich das Komitee einen Überblick über mehrere Highlights der neu zum Biosphärengebiet hinzugekommenen Flächen verschaffen sowie mit insgesamt 31 Akteurinnen und Akteuren an den verschiedenen Exkursionsstopps ins Gespräch kommen. Diese führte das Komitee von der Altstadt Reutlingens über das Schloss Lichtenstein, einer Waldweide in Hohenstein, dem Schmiechener See bis hin zum Blautopf in Blaubeuren. Damit wurde zwar nur ein kleiner, aber eindrucksvoller Teil der Neuerungen des Biosphärengebiets gestreift. Die Beiträge der Akteurinnen und Akteure führten durch alle Handlungsfelder des Biosphärengebiets. Die Baubürgermeisterin Angela Weiskopf, Reutlingen, sowie die Bürgermeister von Blaubeuren Jörg Seibold, Peter Nussbaum, Lichtenstein, Simon Baier, Hohenstein, Ulrich Ruckh, Schelklingen und Florian Teichmann, Allmendingen, schilderten ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Gebietserweiterung.

Die neu im Gebiet liegende Hochschule Reutlingen, das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ und das Museum für Urgeschichte und Eiszeitkunst in Blaubeuren zeigten Potenziale für künftige gemeinsame Projekte und Partnerschaften auf. Darüber hinaus wurden neue Entwicklungen von erfolgreich laufenden Kooperationen aufgezeigt, wie z.B. bei den Premiumwanderwegen „hochgehberge“, der naturschutzorientierten Regionalmarke „Albgemacht“, dem UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb und im Bereich des historisch-kulturellen Erbes. Ein Schwerpunkt bildeten Beiträge, wie im Biosphärengebiet Win-Win-Situationen zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen hergestellt werden, etwa in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und nachhaltiger Tourismus. 

Im Anschluss an die Exkursion fand ein „Stakeholder-Gespräch“ statt. Hier konnte das siebenköpfige Komitee weitere Akteurinnen und Akteure verschiedener Handlungsfelder nach ihrer Wahrnehmung des Biosphärengebiets befragen. Darüber hinaus stand die Diskussion des Antragsentwurfs für die UNESCO-Anerkennung auf dem Programm. Den Abschluss der Bereisung bildete ein Pressetermin zur Erweiterung des Biosphärengebiets auf dem Schloss Lichtenstein.

Von der neuen UNESCO-Anerkennung verspricht sich die Region einen Impuls für eine weitere Intensivierung der Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung. Regierungspräsident Klaus Tappeser resümierte: „Die wertvolle Auszeichnung durch die UNESCO stellt eine Aufwertung der Region dar, die nicht nur das Bestreben des Biosphärengebiets für eine nachhaltige Entwicklung würdigt, sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Region fördert“. Er ist sich sicher, dass das Komitee während der dreitägigen Bereisung einen umfangreichen Einblick in die erfolgreiche Entwicklung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb erhalten konnte und sieht mit Zuversicht auf ein positives Votum. Im nächsten Schritt wird der Antragsentwurf für die UNESCO-Anerkennung überarbeitet und im Herbst 2026 final bei der UNESCO eingereicht. Eine Entscheidung der UNESCO ist im Sommer 2027 zu erwarten.

Bildunterschrift: 

Akteurinnen und Akteure des Biosphärengebiets und des MAB-Nationalkomitees freuen sich über die Erweiterung des Biosphärengebiets auf Schloss Lichtenstein; Fotografie: Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Das Foto zeigt ein Luftbild eines Kreisverkehrs des ersten Teilabschnitts der neuen Ortsumgehumg Rißtissen

    L 259 Neubau der Ortsumgehung Rißtissen

    | Straßen

    Fertiger Teilabschnitt bringt erste Entlastung für Rißtissen

  • Das Foto zeigt die B 28. Daneben einen frisch asphaltieren Radweg. Im Hintergrund sieht man die im Bau befindliche Fuß- und Radwegbrücke in Bad Urach

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und „Hochhaus“

    | Brücken

    Einheben des letzten Segments bei der Fuß- und Radwegbrücke über die B 28 am Freitagabend, 16. Oktober 2026. Geänderte Verkehrsführung in der Stuttgarter Straße ab…

  • Das Foto zeigt mehrere vom Borkenkäfer befallene Bäume in einem Waldstück

    Hiebsmaßnahme aus Waldschutzgründen in der Kernzone im Gemeindewald Engstingen

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Riechen, schmecken, verkosten – die faszinierende Welt der Gewürze

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt den frisch asphaltierten Neckartalradweg an der B 297 bei Kirchentellinsfurt

    B 297 Neckartalradweg zwischen Kirchentellinsfurt und Reutlingen-Altenburg

    | Radverkehr

    Umstellung auf die nächsten Bauabschnitte ab Dienstag, 13. Oktober 2026

     

  • Das Foto zeigt das Urbachviadukt B 30 von unten

    B 30 Urbachviadukt bei Bad Waldsee – Installation eines Monitoringsystems

    | Mobilität, Verkehr und Straßen

    Installationsarbeiten von Dienstag, 6. Oktober 2026 bis Freitag, 30. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 30 bei Balingen mit erneuerter Fahrbahndecke

    B 27 Fahrbahndeckenerneuerung Balingen-Endingen bis Balingen-Nord

    | Straßen

    Fertigstellung der Hauptbauleistungen mit Verbesserung des Lärmschutzes am Montag, 12.10.2026

  • Freiderick-Logo; man sieht einen Schriftzug auf blauen Hintergrund und eine Maus

    Mehr Lust auf Lesen: Der Frederick Tag, das große landesweite Literatur- und Lese-Fest, beginnt am 12. Oktober 2026

    | Bibliotheken
  • Das Foto zeigt die sanierte Fahrbahn auf der B 32 mit neu hergestelltem Rad- und Gehweg zwischen Eggwald und Rotheidlen

    B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    | Straßen

    Abschluss der Maßnahme am Freitag, 9. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt den Bahnübergang „Wasserfall“ in Bad Urach. Auf der linken Seite sieht man Absperrungen.

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und „Hochhaus“

    | Straßen

    Bauarbeiten am Bahnübergang „Wasserfall“ mit Vollsperrung der Straße zum Wasserfall vom 16. bis zum 20. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 10 zwischen Eisenharz und Dorenwaid

    B 12 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Argenbühl Eisenharz und Isny-Dorenwaid

    | Straßen

    Baubeginn am Montag, 12. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt Wiesen und Felder des Naturschutzgebiets Rotasweiher-Degermoos aus der Luft

    Renaturierung im Degermoos geht am Kohlbrunnenweiher weiter

    | Moormanagement
  • Das Foto zeigt mehrere Presonen in der Backstube der Bio-Bäckerei Berger. Man sieht große Rührmaschinen und weitere Backgeräte.

    Partner laden Partner ein

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt die schadhafte Fahrbahndecke auf der L 317 zwischen Oberankenreute und Wassers

    L 317 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Schlier Oberankenreute und Wolfegg-Wassers

    | Straßen

    Fertigstellung am Freitag, 9. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die L 207 die vor einer Rechtskurve durch das Ende eines Waldstücks führt. Rechts sieht man ein Tempobegrenzungsschild mit der Aufschrift 70; darunter ein Überholschild.

    L 200 Fahrbahndeckenerneuerung Ahäusle - Altheim

    | Straßen

    Vollsperrung im Zuge des Ersatzneubaus über den Erlengraben bei Altheim bis Ende Oktober

  • Das Foto zeigt eine Person an einem Hang bei Gehölzpflegearbeiten

    Wenn weniger Gehölz mehr Lebensraum bedeutet

    | Artenschutz
  • Das Foto zeigt die Umleitungsskizze L 207 zwischen Deggenhausertal-Ellenfurt und Heiligenberg-Echbeck

    L 207 Erhaltungsmaßnahmen zwischen Deggenhausertal-Ellenfurt und Heiligenberg-Echbeck

    | Straßen

    Fahrbahnsanierung unter Vollsperrung zwischen Ellenfurt und Unterboshasel ab Montag, 5. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 28 die durch die Ortsdurchfahrt Feldstetten führt.

    B 28 Fahrbahndeckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Feldstetten

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag, 5. Oktober bis voraussichtlich Samstag den 31. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die Brücke über die L 1165 bei Ulm-Lehr von unten.

    B 10 Teilinstandsetzung der Brücke über die L 1165 bei Ulm/Lehr ab 5. Oktober 2026 bis voraussichtlich Anfang November 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt ein Gruppenbild der Mitarbeitenden der Geschäftsstelle Biosphärengebeit Schwäbische Alb vor dem Biosphärenzentrum Schwäbische Alb. Drei Mitarbeitende halten den Antrag auf UNESCO-Anerkennung in der Hand.

    Biosphärengebiet Schwäbische Alb reicht Antrag auf erneute UNESCO-Anerkennung ein

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb