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Medienmitteilung

Pflegen für Natur und Artenvielfalt - Biotoppflegemaßnahmen auf den Wacholderheiden im Großen Lautertal

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​Anfang Oktober starten im Rahmen des Projekts „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ die Pflegemaßnahmen auf den Wacholderheiden bei Münsingen-Hundersingen und Münsingen-Buttenhausen.

Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren sowie der Stadt Münsingen und der BruderhausDiakonie koordiniert und bearbeitet die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb das Projekt „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“. Ziel des Vorhabens ist es, Gehölze und Sträucher auf stark verbuschten Wacholderheiden zu beseitigen und somit wieder den typischen Lebensraum vor allem für Sonne liebende Tiere und Pflanzen zu schaffen.

 

Nachdem der zu pflegende Bereich im vergangenen Jahr kartiert und von Experten eine Maßnahmenplanung erarbeitet und abgestimmt wurde, steht nun die Umsetzung im Vordergrund. Mit der Freihaltung der Wacholderheiden leisten die beteiligten Akteure einen aktiven Beitrag insbesondere zur Artenvielfalt bei Schmetterlingen und Heuschrecken. Zudem wird das charakteristische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb erhalten. Auch für die Schäferinnen und Schäfer wird die Beweidung der Flächen erleichtert, da die Herden in gehölzarmen, gut einsehbaren Wacholderheiden besser zu führen sind.

 

Für diesen Winter sind im Rahmen des Projekts Pflegemaßnahmen im Großen Lautertal vorgesehen. Schwerpunkte sind die Wacholderheiden bei Münsingen-Buttenhausen an der Eichhalde, der Galgenhalde und der Tonhalde sowie bei Münsingen-Hundersingen am Machtelsberg. An der Buttenhausener Eichhalde werden auch Maßnahmen im Auftrag des Referats Naturschutz und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums umgesetzt.

 

Das Vorhaben wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Zeitraum von 2017 bis 2020 gefördert.

 

Bildunterschrift:
Der in Baden-Württemberg gefährdete und auf Magerrasen angewiesene Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma). Foto: Gabriel Hermann.

 

Hintergrundinformation:
Die Wacholderheiden prägen den Charakter der Schwäbischen Alb und sind ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets. Die sehr artenreichen und landschaftlich reizvollen Lebensräume sind durch jahrhundertelange Beweidung entstanden. Durch den starken Rückgang der Schafhaltung in den letzten Jahrzehnten verbuschen jedoch viele Wacholderheiden oder haben sich bereits zu Wald entwickelt.


Daher liegen die heute noch vorhandenen Wacholderheiden vielfach isoliert voneinander, was den Austausch von Tier- und Pflanzenarten erschwert oder sogar verhindert. Dieser Austausch ist aber für den Erhalt verschiedener Tier- und Pflanzenarten dringend erforderlich.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Herr Roland Heidelberg von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381/932938-14, oder Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Regierungspräsidium Tübingen, Tel.: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.

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