Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Pressemitteilung

Konstituierende Sitzung des Interreg-Begleitausschusses am 28. September 2022 auf der Insel Mainau

Regierungspräsident Klaus Tappeser: „Hier wird Europa ganz unmittelbar erlebbar.“

Lesezeit:

Teilen via:

Das Bild zeigt die Teilnehmer der Konstituierenden Sitzung des Interreg-Begleitausschusses in einem Sitzungssaal an Tischen
Konstituierende Sitzung des Interreg-Begleitausschusses
Konstituierende Sitzung des Interreg-Begleitausschusses

Eine neue Runde der grenzübergreifenden Zusammenarbeit rund um den Bodensee und entlang des Alpen- und Hochrheins hat Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser am 28.09.2022 auf der Insel Mainau eingeläutet. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des international besetzten Begleitausschusses für das neue Interreg VI-Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ gab der Regierungspräsident den Startschuss für die nunmehr sechste Interreg-Förderperiode, die bis ins Jahr 2029 reicht.

Das EU-Förderprogramm zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein steht unter dem Motto „Wir fördern Europa“. Regierungspräsident Tappeser zeigte sich in seiner Begrüßungsansprache sehr erfreut darüber, dass er für das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein nach fünf erfolgreichen Förderperioden nun den Startschuss für die nunmehr sechste Förderperiode geben durfte.

Sogar Herr Olivier Baudelet von der Europäischen Kommission machte sich anlässlich der Konstituierung des Interreg VI Programms auf den weiten Weg von Brüssel auf die Insel Mainau, um den Start der Förderperiode feierlich einzuläuten. Dabei beglückwünschte er das Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein Programm ganz ausdrücklich.

Durch grenzübergreifende Projekte soll das Zusammenwachsen Europas gefördert und grenzbedingte Nachteile überwunden werden. „Interreg Alpenrhein Bodensee Hochrhein ist ein großartiges Programm, mit dem wir einen echten grenzüberschreitenden Mehrwert schaffen, den die einzelnen Mitgliedstaaten gerade nicht jeweils für sich leisten können“, betonte Regierungspräsident Tappeser.

Das neue Interreg-Programm stellt vier Förderprioritäten in den Mittelpunkt: Den ersten Schwerpunkt bilden die Bereiche „Digitalisierung und Innovation“, als Zweites folgen die Bereiche „Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“, als Drittes die Bereiche „Gesundheit, Bildung, Kultur und Tourismus“ sowie als vierter Schwerpunkt die Bereiche „Zusammenarbeit und bürgerschaftliches Engagement“. In diesem Rahmen können, neue Impulse gesetzt und grenzübergreifende Projekte unter anderem in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur, Bildung, Forschung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Standortattraktivität, Raumplanung, Umwelt- und Naturschutz, Kultur sowie Gesundheit und Soziales auf EU-Seite mit bis zu 70 Prozent und auf Schweizer Seite bis zu 50 Prozent ihrer Kosten gefördert werden.

Allein für den Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg betreffenden Gebietsteil stellt die EU-Kommission aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis 2029 rund 47,5 Millionen und damit fast 9 Millionen Euro mehr als bisher zur Verfügung. Zusammen mit den Förder­mitteln der am Programm beteiligten Schweizer Kantone sowie des Schweizer Bundes in Höhe von mehr als 12 Millionen Euro ergeben sich Gesamtfördermittel in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Rechnet man noch die Beteiligung des Fürstentums Liechtenstein sowie die Eigenbeteiligung der öffentlichen und privaten Projektträger hinzu, stehen für die grenzübergreifende Zusammen­arbeit am Bodensee in den nächsten Jahren rund 103 Millionen Euro zur Verfügung.

Regierungsvizepräsidentin Sabine Beck (Regierung von Schwaben) gab als Vertreterin des Freistaats Bayern ihrer Freude über das neue Förderprogramm Ausdruck: „Mit dem neuen Interreg-ABH-Programm können wieder Projekte in vielen verschiedenen Bereichen unterstützt werden. Die Themenvielfalt möglicher Projekte reicht dabei von Digitalisierung über Klimaschutz und Gesundheit bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement und spiegelt damit die vielfältigen Handlungsbedarfe der Programmregion wider. Die grenzüberschreitenden Projekte bilden zusammen mit engagierten Projektträgern eine wesentliche Basis für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit im Programmraum, für dessen weiteres Zusammenwachsen und die weitere gemeinsame Entwicklung.

Als Vertreterin des Freistaates Bayern kann ich daher nur alle Projektinteressenten, insbesondere natürlich aus dem bayerischen Allgäu, dazu einladen, das neue Interreg-ABH-Programm und seine Möglichkeiten zu nutzen.“

Der Staatssekretär des Kantons St.Gallens Dr. Benedikt van Spyk sieht als Repräsentant der beteiligten Kantone in der Zusammenarbeit mit den Grenzregionen große Chancen: „Für die beteiligten Kantone ist Interreg ein wichtiges Instrument, um konkrete Projekte umzusetzen, Kooperationen zu stärken und gemeinsame Potenziale zu erschließen. Kurzum, durch Interreg werden Brücken gebaut und die Zusammenarbeit gestärkt."

 

Auch der Vertreter des Schweizer Bundes, Herr Béla Filep vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, strich den hohen Stellenwert des Interreg VI-Programms für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit rund um den Bodensee heraus: "Das Engagement der Grenzregionen ist wesentlich für die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten, die wichtige Wirtschaftspartner sind. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verflechtung. Zudem trägt Interreg – auf Schweizer Seite über die Neue Regionalpolitik – zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung der Grenzregionen bei."

 

Herr Regierungssekretär Horst Schädler der Regierungskanzlei Fürstentum Liechtenstein, der leider nicht persönlich an der Sitzung teilnehmen konnte, fand ebenfalls nur lobende Worte für das neue Förderprogramm von Interreg VI: „Gute Nachbarschaft kann nicht vererbt werden, sie muss immer aufs Neue gepflegt und gelebt werden. Dabei hilft uns das Programm Interreg VI. Die grenzüberschreitenden Projekte fördern das Zusammenwachsen Europas und helfen uns, grenzbedingte Nachteile zu überwinden. Das ist der richtige Weg.“

 

Landesamtsdirektor Mag. Philipp Abbrederis vom Land Vorarlberg betonte, dass für die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) und die Anrainerstaaten und -regionen im gesamten Bodenseeraum die EU-Fördermittel aus dem Interreg VI- Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein überaus wichtig seien: „Diese ermöglichen die Unterstützung und Umsetzung grenzübergreifender Projekte. Es gilt die Bodenseeregion als attraktive Region mit hoher Lebensqualität als starken Standort für Wirtschaft, Arbeiten, Wissenschaft und Innovation, aber auch als einmaligen Natur- und Landschaftsraum mit vielfältiger Raumstruktur und zukunftsfähigen Verkehrsanbindungen zu erhalten und weiter zu entwickeln."

Angesichts der bereits zahlreich eingereichten Projektideen und des damit verbundenen großen Interesses an einer grenzüberschreitenden Kooperation, blickt der Tübinger Regierungspräsident optimistisch in die Zukunft des neuen Interreg Programms. Ausdrücklich lud er Projektinteressierte ein, sich mit Projektideen in die grenzübergreifende Zusammenarbeit einzubringen.

Weitere Informationen zum neuen Programm finden sich im Internet unter www.interreg.org.

 

Hintergrundinformation:

Zum Interreg-Fördergebiet gehören bislang auf deutscher Seite der Bodenseekreis, die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen, die Landkreise Konstanz, Lindau, Lörrach, Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und Ravensburg, der Schwarzwald-Baar-Kreis sowie die Landkreise Sigmaringen, Tuttlingen und Waldshut.

Österreich ist durch das Land Vorarlberg beteiligt. Zum Programmgebiet gehören ferner das Fürstentum Liechtenstein und in der Schweiz die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich.

Förderanträge können sowohl von privaten und juristischen Personen, sonstigen Institutionen als auch von öffentlichen Trägern gestellt werden, soweit sich an dem Projekt Partner aus mindestens zwei verschiedenen Ländern beteiligen und wenigstens ein Projektpartner seinen Sitz in einem EU-Mitgliedstaat hat.

Ansprechpartner für das Interreg VI-Programm ist in Baden-Württemberg das Regierungspräsidium Tübingen, Christian Tetzel, Konrad-Adenauer-Str. 20, D-72072 Tübingen, E-Mail: christian.tetzel@rpt.bwl.de, Telefon 07071/757-177587.

 

Bildunterschrift:

Gruppenbild; Foto: Regierungspräsidium Tübingen

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Martina Bitzer, Pressesprecherin, Telefon: 07071 757-3078 gerne zur Verfügung.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Die Bücher von der Axel Scheffler-Ausstellung "Grüffelo und Co." liegen auf einem Tisch

    Grüffelo & Co. | Ausstellung mit Büchern von Axel Scheffler

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 6. Juli bis zum 21. Juli 2026 in der Gemeindebücherei Bodelshausen zu sehen

  • Das Foto zeigt eine Illustration auf der fünf Mäuse abgebildet sind. Zwischen den Mäusen sieht man einen Wecker, eine Glühbirne und ein Flugzeug

    Torben Kuhlmann | Illustrationen und Bücher

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 6. Juli bis zum 21. August 2026 in der Stadtbücherei Pfullingen zu sehen

  • Das Foto zeigt zwei Linksabbiegespuren, die auf die B 28 Anschluss bleiche führen

    B 28 Dettingen an der Erms – Umbau des Anschlusses „Bleiche“

    | Straßen

    Freigabe der neuen Einmündung „Uracher Straße“ (Dettingen-Ost) ab Donnerstag, 02. Juli 2026

     

  • Das Foto zeigt die Baustelle auf der Brücke über die Eyach. Man sieht mehrere Baustellenfahrzeuge und einen Kran. Der Verkehr verläuft einspurig auf einer Umleitespur.

    B 463 Albstadt-Laufen Ersatzneubau der Eyachbrücke

    | Brücken

    Halbseitige Sperrung der Bundesstraße ab Mittwoch, 1. Juli 2026

  • Das Foto zeigt die L 291 zwischen Kasernen und Ettishofen; rechts entlang der Straße führt ein Radweg vorbei.

    L 291 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Berg-Kasernen und Berg-Ettishofen Baubeginn ab Mittwoch, 1. Juli 2026

    | Straßen
  • Das Foto zeigt ein Gruppenbild der Klasse 9e des Albert-Einstein-Gymnasiums Ulm mit Abteilungsleiterin Dr. Susanne Pacher

    Siegerehrung im internationalen Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“

    | Schule

    Schulklassen aus dem Regierungsbezirk Tübingen beim größten Schulwettbewerb ausgezeichnet

  • Das Foto zeigt die Sirchinger Steige auf der L 249

    L 249 Sanierungsarbeiten an der Sirchinger Steige zwischen Bad Urach und Sirchingen

    | Straßen

    Abschluss der Sanierungsarbeiten im unteren Teil der Steige - Freigabe bis zur K 6708 (Hanner Steige) ab Freitag, 26. Juni 2026

  • Das Foto zeigt den Verteilungsausschuss mit dem Vorsitzenden Regierungspräsident Klaus Tappeser im Foyer des RP Tübingens

    50 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen

    | Ausgleichstock
  • Baustellenschild, Baustellenhelm und zwei Pylonen

    L 285 Instandsetzung der Fahrbahnübergänge an der Brücke über die Bahn in Aulendorf ab Montag, 29. Juni 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt die B 463 am Tunnel Albstadt Laufen. Mehrere Fahrzeuge fahren aus dem Tunnel heraus und in den Tunnel hinein.

    B 463 Tunnel Albstadt-Laufen

    | Mobilität

    Sperrung des Tunnels am Dienstag, 23. Juni 2026 von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr

  • Umleitungsskizze bezüglich B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    | Straßen

    Beginn der Bauphase 2 ab Donnerstag, 25. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die regennasse Ortsdurchfahrt von Suppingen. Links und rechts sieht man Wohnhäuser.

    L 1236 Fahrbahndeckenerneuerung Suppingen – Berghülen

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag 22. Juni 2026

  • Das Foto zeigt eine Straße die die durch mehrere Stehlen von einem unbefestigten Streifen abgegrenzt wird. Im Hintergrund sieht man einen Burg auf einem Berg.

    B 28 Bad Urach, Teilerneuerung der Brücke über den Brühlbach

    | Brücken

    Herstellung der Schutzplanken am Samstag, 20. Juni 2026

  • Das Foto zeigt die Böhringer Steigt. Auf der linken Seite sieht man einen Notgehweg und Stützbauwerke. Rechts ist der Hang durch eine Steinmauer gesichert.

    B 28 Böhringer Steige, zwischen Bad Urach und Römerstein-Böhringen

    | Straßen

    Abschluss der Gewährleistungsarbeiten am Freitag, 19. Juni 2026

  • Das Foto zeigt das Neckartalviadukt

    B 464 Neckartalviadukt bei Reutlingen-Altenburg

    | Brücken

    Kurzfristige Arbeiten am Donnerstag, 18. Juni 2026

  • Das Foto zeigt eine Luftaufnahme vom Wurzacher Ried

    Von Oberschwaben bis zur Alb: Regionaltreffen des Netzwerk Naturschutz führen ins Moor

    | Naturschutz
  • Das Foto zeigt eine Umleitungsskizze im Bereich um die L 200A

    L 200A Straßenbauarbeiten von Überlingen, Rengoldshauser Str. bis Salem-Tüfingen, Abzweig K 7765

    | Straßen

    Vollsperrung der Ortumfahrung Deisendorf ab 22.06.2026

  • Das Foto zeigt die Feldwegüberführung über die B 297. Unterhalb der Überführung ist ein Traggerüst installiert.

    B 297 Instandsetzung der Feldwegüberführung bei Pliezhausen

    | Brücken

    Halbseitige Sperrung ab Dienstag, 16. Juni 2026

  • B 30 Instandsetzung einer Feldwegüberführung bei Erbach/Dellmensingen ab Donnerstag, 18. Juni 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt die Brücke über den Neckar bei Hirschau

    L 371 Brücke über den Neckar und Kanal bei Tübingen-Hirschau

    | Brücken

    Beginn des Einbaus der Stahlkonstruktion ab dem 16.06.2026