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Winterlingen erhält 1,67 Mio. Euro für die Modernisierung der Trinkwasserversorgung
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Die Gemeinde Winterlingen im Zollernalbkreis wird mit knapp 1,7 Mio. Euro für die umfassende Ertüchtigung ihres Wasserwerks durch das Land Baden-Württemberg unterstützt.
Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Neukonzeption der Aufbereitungstechnik nach den anerkannten Regeln der Technik sowie der Einbau eines Notstromaggregats. Die geplante moderne Ultrafiltrationsanlage ersetzt die bisherigen Mehrschichtfilter. „Die neue Technik ermöglicht eine deutlich effektivere Entfernung von Trübstoffen und Mikroorganismen und ist zugleich auf die Herausforderungen des Klimawandels ausgerichtet“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser. Angesichts der prognostizierten Zunahme von Starkregenereignissen soll die Anlage auch bei künftig häufiger auftretenden Belastungsspitzen eine sichere Wasseraufbereitung gewährleisten.
Umweltministerin Thekla Walker sagt: „Die jüngste Hitzewelle hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass die lebenswichtige Ressource Wasser zunehmend unter Druck gerät. Es ist entscheidend, dass wir unsere Trinkwasserversorgung rechtzeitig gut aufstellen. Investitionen in die Wasserversorgung bedeuten Zukunftssicherung. Die Modernisierung in Winterlingen ist ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger, den wir gerne unterstützen“.
Die Maßnahme wird auf Grundlage der Förderrichtlinien Wasserwirtschaft unterstützt und dient der langfristigen Sicherstellung einer zukunftsfähigen und klimaresilienten öffentlichen Trinkwasserversorgung. Gefördert werden insbesondere Maßnahmen, die neben den Anforderungen der Trinkwasserverordnung auch den Zielen des Leitbilds für eine zukunftsfähige Wasserversorgung Baden-Württemberg entsprechen.
Hintergrundinformationen:
Die Gemeinde nutzt derzeit Eigenwasser aus zwei Quellen. Diese werden durch Grundwasser der verkarsteten Oberjurakalke gespeist. Das Rohwasser weist daher typische Eigenschaften von Karstwasser auf. Insbesondere nach stärkeren Niederschlägen können erhöhte Trübstoff- und mikrobiologische Belastungen auftreten. Um auch künftig eine zuverlässige Trinkwasserqualität gewährleisten zu können, wird die bestehende Aufbereitungstechnik im Wasserwerk nun grundlegend modernisiert.
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg investiert im Jahr 2026 insgesamt 265 Millionen Euro in die Wasserwirtschaft. Die Mittel fließen in Projekte der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie. Allein für Maßnahmen der Wasserversorgung stehen in diesem Jahr mehr als 87 Millionen Euro zur Verfügung.