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L 259 Ortsumgehung Rißtissen
Staatssekretär Haser MdL und Regierungspräsidentin Kling machen sich ein Bild vom Baufortschritt
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Seit dem 15. Oktober 2026 läuft der Verkehr auf dem ersten Bauabschnitt der neuen Ortsumgehung. Dieser entlastet die Ortsdurchfahrt von Rißtissen bereits deutlich. Im Frühjahr 2027 beginnen dann die Arbeiten am zweiten Teil.
Um sich ein Bild vom Stand der Arbeiten an der großen Landesstraßenmaßnahme im Regierungsbezirk Tübingen zu machen, besuchten am 6. November 2026 der Staatssekretär im Verkehrsministerium Raimund Haser MdL und die Tübinger Regierungspräsidentin Isabel Kling das Baubüro in Rißtissen. Auch die erste Landesbeamtin des Alb-Donau-Kreises Dr. Diana Kohlmann, sowie Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann und die Ortsvorsteherin von Rißtissen, Dagmar Jöchle-Leutz, ließen sich über die nächsten Schritte unterrichten.
Staatssekretär Haser betonte die Bedeutung des Projekts: „Eine gute Verkehrsanbindung ist entscheidend für die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Die Ortsumgehung Rißtissen bringt spürbare Verbesserungen: Weniger Durchgangsverkehr bedeutet weniger Lärm und bessere Luft im Ort. Gleichzeitig kommen Pendlerinnen und Pendler zwischen Ehingen und Laupheim schneller und einfacher ans Ziel. Mit dem ersten Bauabschnitt haben wir bereits eine deutliche Entlastung erreicht.“
Regierungspräsidentin Isabel Kling lobte die Leistung des Teams vor Ort: „Ich bin beeindruckt davon, wie gut die Bauausführung organisiert und koordiniert ist. Wir brauchen diese Maßnahmen, um Verkehrsanbindungen zu verbessern und unsere Straßen sicherer zu machen. Dies muss so schnell wie möglich aber eben auch mit der notwendigen Sorgfalt erfolgen. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Baureferat Ehingen sowie die ausführenden Firmen arbeiten gründlich, vorausschauend und effizient. Vielen Dank für Ihren engagierten Einsatz!“
Bereits nach etwa einem halben Jahr Bauzeit konnte das Regierungspräsidium Mitte Oktober den ersten Bauabschnitt fertigstellen, mit dem die bisherige Ortsdurchfahrt des Ehinger Teilortes Rißtissen weitgehend entlastet wird. Dieser rund ein Kilometer lange Abschnitt der insgesamt rund 2,5 Kilometer langen Ortsumgehung beginnt auf Höhe des Golfplatzes und führt die L 259 in einem Bogen zwischen dem Golfplatz und Rißtissen entlang zum neu gebauten Kreisverkehrsplatz an der K 7362. Nach der Fertigstellung des Kreisverkehrs Ende Juli konnte so ein weiterer wichtiger Meilenstein dem Zeitplan entsprechend erreicht werden.
Der zweite Bauabschnitt schließt an den Kreisverkehr an der K 7362 an und führt die neue Trasse der L 259 über die Riß bis sie südlich von Rißtissen auf die bestehende L 259 zurückgeführt wird, die in diesem Zusammenhang auf einer Länge von rund 120 Metern bis auf Höhe des Höllgrabens ausgebaut wird. Mit diesem Lückenschluss wird die Umgehung komplettiert und auch das südliche Ortsende von Rißtissen rund um die Sulmetinger und die Laupheimer Straße entlastet. Gleichzeitig wird der Ausbau der bisher schmalen und unebenen Strecke die Unfallgefahr verringern und die Verkehrsverhältnisse verbessern.
Der zweite Bauabschnitt gestaltet sich deutlich aufwändiger, weshalb auch zwei Jahre Bauzeit veranschlagt sind. Er beinhaltet neben dem rund 1,5 Kilometer langen Straßenbau auch den Bau einer Brücke über die Riß und eines Entwässerungsbeckens, die Herstellung eines Wirtschaftsweges in Schotterbauweise sowie den Rückbau und die Rekultivierung der alten L 259 auf über 800 Metern Länge. Begonnen wird im Frühjahr 2027 mit dem Bau der Brücke über die Riß. Hierfür werden derzeit die Ausschreibungsunterlagen erstellt. Daran anschließend folgen die weiteren Arbeiten. Die Gesamtfertigstellung aller Teilmaßnahmen wird gegen Ende 2028 erwartet.
„Das Projekt beweist, dass mancherorts eine spürbare Entlastung nur durch die Schaffung neuer Infrastruktur möglich ist“, so Staatssekretär Haser.
Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung Rißtissen sind mit rund 18 Millionen Euro veranschlagt und werden vom Land Baden-Württemberg als Straßenbaulastträger der L 259 getragen.
Hintergrundinformationen:
In den Vorjahren wurden bereits vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen als Voraussetzung für den eigentlichen Straßenbau fertiggestellt. Im Jahr 2024 wurden sogenannte Prospektions- und Rettungsgrabungen des Denkmalschutzes durchgeführt. Als vorbereitende Arbeiten für den Straßenbau wurden Ende 2024 Bäume gefällt und eine Scheune abgebrochen, die sich im Verlauf der Neubautrasse befanden.