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Feuerwehrwesen

Übung zum Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung

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Das Foto zeigt 5 Feuerwehrfahrzeuge des Strahlensprühtrupps vor einer Großen Halle

In der Umgebung der Stadt Ulm fand in diesen Tagen eine Messübung mit Strahlenspürtrupps der Feuerwehren und einer lokalen Messzentrale statt. Szenario war ein fiktives Schadensereignis in einer kerntechnischen Anlage mit Freisetzung von radioaktiven Stoffen. Ein solches Szenario verliert nicht an Aktualität, auch wenn die Kernkraftwerke in Deutschland seit März 2023 abgeschaltet sind: Auch künftig kann es zu Störfällen im näheren Ausland oder bei der Endlagerung atomarer Abfälle kommen.

Der Regierungsbezirk Tübingen war mit vier Strahlenspürtrupps beteiligt. Gestellt wurden diese Trupps von den Feuerwehren der Städte Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen), Ravensburg (Landkreis Ravensburg), Überlingen (Bodenseekreis) und Ulm (Stadtkreis Ulm). Weitere Übungsbeteiligte waren das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, das Regierungspräsidium Tübingen, Fachberater der Feuerwehr Biberach (Landkreis Biberach) sowie Teile der beiden Einsatzeinheiten des Stadtkreises Ulm. Die Einsatzeinheit 1 stellt der DRK Kreisverband Ulm e.V., die Einsatzeinheit 2 der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Baden-Württemberg e.V., Region Ulm, Alb-Donau, Heidenheim, Aalen.

Im Fokus der Übung standen die Durchführung von Messungen während der Fahrt wie auch abgesetzt an festgelegten Messpunkten, die Zusammenarbeit der Strahlenspürtrupps mit der lokalen Messzentrale, die auf der Hauptfeuerwache Ulm eingerichtet war, sowie die verzugslose Weiterleitung der erhobenen Messdaten zur Auswertung an das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Auf dieser Grundlage können im Fall der Fälle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung wie die Einnahme von Jodtabletten, Evakuierungen oder der Aufbau und Betrieb von sog. Notfallstationen getroffen werden.

Das Regierungspräsidium Tübingen bedankt sich bei allen Übungsbeteiligten für das beispielhafte Engagement, im Besonderen bei der Feuerwehr Ulm für die tatkräftige Unterstützung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten für die lokale Messzentrale sowie bei den beiden Einsatzeinheiten des Stadtkreises Ulm für die Verpflegung während der Übung. 

Hintergrundinformationen

Die Strahlenspürtrupps der Feuerwehren dienen dazu, bei Störfallen oder Unfällen in Kernkraftwerken und sonstigen kerntechnischen Anlagen mittels Messungen der jeweiligen Ortsdosisleistung festzustellen, ob eine akute Gefährdung der Bevölkerung besteht. Sie ergänzen die Arbeit anderer fachkundiger Messdienste, etwa der unabhängigen Messdienste des Landes Baden-Württemberg bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) oder des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). 

Koordiniert werden diese Strahlenspürtrupps jeweils von einer lokalen Messzentrale, die von der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg mit Unterstützung von örtlichen Feuerwehren eingerichtet wird. Die vor Ort erhobenen Messdaten werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie vom Bundesamt für Strahlenschutz ausgewertet. Auf dieser Grundlage kann das zuständige Regierungspräsidium über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung wie die Einnahme von Jodtabletten, Evakuierungen oder den Aufbau und Betrieb von sog. Notfallstationen entscheiden. 

Alle drei baden-württembergischen Kernkraftwerks-Standorte befinden sich in Stilllegung und Abbau: Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg. Darüber hinaus gibt es in Baden-Württemberg weitere kerntechnische Anlagen und Einrichtungen wie etwa das Karlsruher Institut für Technologie.

Informationen zum Katastrophenschutz:

Weitere Informationen zum Katastrophenschutz finden Sie auf der Internetpräsenz 

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