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Tipp des Monats - Oktober: Wertvolle Beikräuter fördern – Anbau von Getreide in weiter Reihe
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Wird Getreide in weiter Reihe gesät ergibt sich ein lichterer Bestand. Bei reduzierter Saatstärke beträgt der Abstand der Drillreihen 25-45cm. Beziehungsweise ist auch eine Aussaat in Doppelreihen möglich, dann sollte der Abstand 30-45 cm betragen. Gleichzeitig findet eine Reduktion von Pflanzenschutzmaßnahmen und Stickstoffdüngung statt. Herbizide und Insektizide dürfen ab Aussaat des Getreides nicht mehr ausgebracht werden.
Auf Flächen mit Samenpotential seltener Beikräuter empfiehlt es sich, keine Untersaat einzusäen. Durch den lichten Bestand und die Extensivierung können sich die seltenen Ackerwildkräuter etablieren.
Auf Flächen ohne größerem Samenpotenzial wertvoller Wildpflanzen bieten sich Untersaaten an. Dafür stehen unterschiedliche Mischungen zur Verfügung. Diese können auch zum Bodenschutz, der Bodenverbesserung und dem Erosionsschutz beitragen.
Diese produktionsintegrierte Maßnahme bietet vielen Insekten über die gesamte Saison hinweg wertvolle Nahrungsquellen. Außerdem werden Lebensräume für Bodenbrüter (z.B. Feldlerche) geschaffen.
Die Auswahl der Fläche ist von großer Bedeutung. Diese sollte ohne Besatz problematischer Unkräuter sein (z.B. Disteln, Ackerfuchsschwanz etc.).
Getreideanbau in weiter Reihe ist förderfähig nach FAKT II E13.1 (ohne Untersaat) und E13.2 (mit Untersaat).
„Die blühenden Pflanzen wurden von Insekten sicher angesteuert, 4 bis 6 Wochen nach dem Auflaufen viele Marienkäfer.“ (Karin Zimmermann)
„Wichtig ist eine frühe Aussaat der Untersaat noch vor dem Winter.“ (HfWU Nürtingen)
„Qualitätsverbesserung (Vollgerstenanteil) bei der weiten Reihe. Im Jahr 2023 sehr geringe Niederschläge. Ertragsunterschiede sehr gering.“ (Bartenbach / Zibold)
Weiterführende Infos: https://ltz.landwirtschaft-bw.de/,Lfr/Arbeitsfelder/Weite-Reihe-Getreide+mit+bluehender+Untersaat