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Pressemitteilung

Riß in Biberach in neuem „Gewand“

Einweihung der Revitalisierungsmaßnahme mit Regierungspräsident Klaus Tappeser und Bürgermeister Christian Kuhlmann.

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Das Bild zeigt einen revitalisierter Abschnitt der Riss bei Biberach; Bäume und Sträucher und Gebäude links
Revitalisierter Abschnitt der Riss bei Biberach
Revitalisierter Abschnitt der Riss bei Biberach

Seit Anfang Juni fanden rund um die Rißinsel die Bauarbeiten zur Revitalisierung der Riß statt. Die Maßnahme konnte zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Am Montag, 28. November 2022 wird der ehemalige Hochwasserentlastungskanal und nun naturnah umgestaltete Abschnitt der Riß gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser und Bürgermeister Christian Kuhlmann eingeweiht. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, los geht es um 14.00 Uhr an der Häberhäuslebrücke.  

 

Der Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen an der Riß in Biberach war wegen der fehlenden Gewässerstrukturen in den vergangenen Jahren stark beeinträchtigt. Mit der nun abgeschlossenen Revitalisierung der Riß je 400 Meter ober- und unterhalb der Haberhäuslestraße wurde das kanalartige Gerinne in einen naturnahen Lebensraum umgebaut. Mit der Maßnahme war und ist das Ziel verbunden eine größere Artenvielfalt für Fische und andere Lebewesen unter Wasser wie auch für Vögel wie den Eisvogel oder die Wasseramsel zu schaffen. Aber auch der Hochwasserschutz wird durch die Maßnahme an der Haberhäuslestraße und den zusätzlichen Retentionsraum verbessert.

 

Zur Vorstellung und Einweihung der Maßnahme an der Riß in Biberach sind Interessierte sowie Bürgerinnen und Bürger am Montag, 28. November 2022 ab 14.00 Uhr eingeladen. Treffpunkt für die kostenfreie Einweihung mit Führung mit dem Planungsbüro 365° freiraum +umwelt, Regierungspräsident Klaus Tappeser und Bürgermeister Christian Kuhlmann ist an der Häberhäuslebrücke in Biberach.

 

Die Kosten für die Revitalisierungsmaßnahme belaufen sich auf über eine Million Euro und werden vom Land Baden-Württemberg getragen.

 

Hintergrundinformation:

Die Riß ist nun mäandrierend mit wechselnden Breiten und Böschungsneigungen und wesentlich strukturreicher mit unterschiedlichen Tiefen ausgebildet. Die Fische können sich bei Niedrigwasser und hohen Gewässertemperaturen in die Kolke und Gumpen zurückziehen. Durch die neue Linienführung wird der Flusslauf länger und somit das Gefälle reduziert. Gleichzeitig ist die Riß durch flachere Uferböschungen, Beobachtungplätze und einen Pfad entlang des Ufers besser erlebbar. Die Uferbefestigung aus Weiden und andere ingenieurbiologische Bauweisen sorgen in Verbindung mit den punktuell eingebauten Nagelfluhsteinen dafür, dass Wege, Leitungstrassen und andere technische Infrastruktur im Hochwasserfall geschützt sind und nicht weggespült werden. Durch Veränderungen an der Gewässersohle ist der Abfluss an der Brücke verbessert.

 

Mit der Maßnahme leistet das Land Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Deren Ziel ist es, einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen und zu erhalten.

 

Mit Bescheid vom 5. Februar 2021 hat das Landratsamt Biberach dem Regierungspräsidium Tübingen für die Renaturierung der Riß in Biberach die wasserrechtliche Planfeststellung gemäß Wasserhaushaltsgesetzes für die Maßnahme erteilt.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

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