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Straßen

L 249 Sirchinger Steige zwischen Bad Urach und Sirchingen Regierungspräsident Klaus Tappeser besucht Baustelle - Sicherheit und Erreichbarkeit der Alb im Fokus

Klimawandel und Instandhaltung der Albsteigen stellen wachsende Herausforderungen dar

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Das Foto zeigt ein Großbohrgerät an der Sirchinger Steige und mehrere Personen u. a. Regierungspräsident Klaus Tappeser bei der Besichtigung der Baustelle.

Regierungspräsident Klaus Tappeser und der Bürgermeister der Stadt Bad Urach Elmar Rebmann haben am Donnerstag, 13.11.2025, die Baustelle der Sanierungsarbeiten an der Sirchinger Steige zwischen Bad Urach und Sirchingen besucht. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten zu machen und mit den beteiligten Fachkräften und Planern sich über den Ablauf und aktuelle Entwicklungen auszutauschen.

Während des Besuchs informierte sich Regierungspräsident Klaus Tappeser über den derzeitigen Baufortschritt sowie über die Herausforderungen im Hinblick auf die Planungen von Sanierungsmaßnahmen bei Steigen auf die Alb. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Auswirkungen des Klimawandels auf die Straßeninfrastruktur.

Der natürliche Erosionsprozess des Albtraufs, der aufgrund des Klimawandels eine erhebliche Beschleunigung erfährt, führt zu einer Zunahme des Risikos von Böschungsrutschungen, Steinschlägen und Hangbewegungen am Albtrauf. Darüber hinaus geraten die Steigungsstrecken durch extreme Witterungsereignisse – etwa starke Niederschläge, Sturmereignisse oder häufige Frost-Tau-Wechsel – noch stärker unter Druck. Entsprechend wächst der Aufwand für die Instandhaltung und die Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen stetig.

„Der Klimawandel zeigt inzwischen ganz konkrete Folgen für unsere Verkehrswege. Unsere Arbeit ist zwingend erforderlich, um die Infrastruktur langfristig sicher und funktionsfähig zu halten. Selbstredend sind solche Baumaßnahmen bei Strecken auf die Alb mit gravierenden Einschränkungen für den Verkehrsfluss verbunden – uns ist jedoch wichtig, dass die Alb jederzeit erreichbar und befahrbar bleibt. Wir planen unsere Arbeiten daher so, dass Belastungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich gehalten werden“, erklärte Tappeser während des Besuchs.

Bei Sanierungsmaßnahmen von Steigen sind wegen der fehlenden Alternativen erhebliche Umleitungen meist unvermeidbar. Das Regierungspräsidium achtet jedoch darauf, Regionen möglichst nicht unnötig zu belasten. Ziel ist es unter anderem, benachbarte Steigen nicht gleichzeitig zu sperren, um so den Verkehrsfluss weitgehend aufrechtzuerhalten und die Mobilität für Pendlerinnen, Pendler und Betriebe zu gewährleisten.

Zugleich machte der Regierungspräsident deutlich, dass nicht alle Maßnahmen planbar sind: Unvorhersehbare Wetterlagen oder kurzfristige Naturereignisse können Bauabläufe beeinflussen, Umleitungskonzepte in Frage stellen oder zusätzliche Sperrungen unumgänglich machen. „Sicherheit hat für uns dabei immer Vorrang“, betonte Tappeser. „Wir treffen keine Entscheidungen leichtfertig, sondern stets mit Blick auf die Menschen, die täglich auf diesen Straßen unterwegs sind.“

Die Instandhaltung der Albsteigen ist eine dauerhafte Aufgabe, die nur im Zusammenspiel vieler Akteure gelingen kann. Tappeser dankte den beteiligten Ingenieurinnen und Ingenieuren, Planern und Bauunternehmen für ihren engagierten Einsatz und betonte, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachbehörden des Landes und den Kommunen der Schlüssel für funktionierende Lösungen sei. 

Hintergrundinformationen: 

Informationen über die Arbeiten an der Sirchinger Steige können hier abgerufen werden. 

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/ abrufen. Verkehrsinfo-BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app .

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