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Medienmitteilung

Corona: Regierungspräsident und Landräte des Regierungsbezirks Tübingen tauschen sich per Videokonferenz über die aktuelle Situation aus

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​Die Auswirkungen des Coronavirus auf das Gesundheitssystem und die Versorgung der Bevölkerung im Regierungsbezirk Tübingen standen am Samstag, 28. März im Fokus einer Videokonferenz des Landkreistags Baden-Württemberg mit dem Regierungspräsidenten, den Landräten und dem Oberbürgermeister der Stadt Ulm.

Bisher einmalig und der aktuellen Situation entsprechend kamen Regierungspräsident, Landräte und der Oberbürgermeister der Stadt Ulm auf Initiative des Landkreistags Baden-Württemberg per Videokonferenz zusammen. In erster Linie ging es darum, sich einen gegenseitigen Überblick über die Lage im Regierungsbezirk in den acht Landkreisen und dem Stadtkreis Ulm zu verschaffen. Besprochen wurden Themen wie die Verfügbarkeit und die Verteilung von Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten, die Auswirkungen des Coronavirus auf das Kommunalwahlrecht oder die Hilfeleistungsanträge bei der Bundeswehr. „Wir haben uns darüber ausgetauscht, wie wir unseren Teil dazu beitragen können, die Menschen im Regierungsbezirk zu schützen und dennoch handlungsfähig zu bleiben und die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Tappeser stellte dabei auch die Arbeit des am Regierungspräsidium seit Anfang letzter Woche eingerichteten Corona-Arbeitsstabs vor. „Durch die Zusammenarbeit mit den bei den Kreisen eingerichteten Corona-Arbeitsstäben können wichtige Schnittstellen definiert und der Informationsfluss zwischen der kommunalen Ebene und dem Land noch zielgerichteter gestaltet werden“, erläuterte Tappeser.

Der Sprengel-Vorsitzende Landrat Günther-Martin Pauli (Zollernalbkreis) betonte, dass die Landkreise größten Respekt vor der sich dramatisch zuspitzenden Lage haben und die eingerichteten Krisenstäbe zum Teil mit völlig neuen Herausforderungen und Engpässen konfrontiert werden.  „Nur mit Besonnenheit, gesundem Menschenverstand und mit dem größtmöglichen, verantwortungsbewussten Mitwirken der Gesellschaft können wir die Corona-Epidemie bewältigen“, so Pauli.

Angesprochen wurde auch die personelle Situation bei den Gesundheitsämtern der Landkreise, die inzwischen durch Verwaltungskräfte anderer Fachbereiche aufgestockt und gestärkt wurden. „In den Gesundheitsämtern wird weit über die Belastungsgrenze hinaus gearbeitet und alles dafür getan, die Situation bestmöglich zu bewältigen“, so Pauli. Regierungspräsident Tappeser sagte den Landkreisen seine volle Unterstützung bei der Gewinnung von weiterem Personal mit medizinischem Fachwissen zu. Dieses Personal könne zum Beispiel im Wege von kurzfristigen Abordnungen aus anderen Landesbehörden bereitgestellt werden. Hier könnten Interessierte jederzeit auch selber direkt mit dem für sie in Frage kommenden Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen und anschließend mit ihrer zuständigen Personaldienststelle die Abordnungsmöglichkeiten klären.

Hintergrundinformationen:

Teilnehmer der Videokonferenz:

  • Regierungspräsident Klaus Tappeser
  • Landrätin Stefanie Bürkle, Kreis Sigmaringen
  • Landrat Günther-Martin Pauli, Zollernalbkreis
  • Landrat Heiner Scheffold, Alb-Donau-Kreis
  • Landrat Harald Sievers, Kreis Ravensburg
  • Landrat Heiko Schmid, Kreis Biberach
  • Erster Landesbeamter Hans-Jürgen Stede, Kreis Reutlingen
  • Landrat Joachim Walter, Kreis Tübingen
  • Landrat Lothar Wölfle, Bodenseekreis
  • Oberbürgermeister Gunter Czisch, Stadtkreis Ulm
  • Hauptgeschäftsführer Landkreistag BW Prof. Dr. Alexis von Komorowski


Im Regierungsbezirk Tübingen gibt es 2.537 bestätigte Fälle mit Sars-CoV-2, 17 Todesfälle (Stand 29.03.2020, Quelle Sozialministerium BW).

Das Regierungspräsidium Tübingen hat für Bürgerinnen und Bürgern, Behörden und Wirtschaftstreibende werktags von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr unter Telefon 07071/757-3000 eine Hotline eingerichtet. Zudem werden Fragen per E-Mail mit dem Betreff „Corona“ unter poststelle@rpt.bwl.de beantwortet.
Das Regierungspräsidium ist übergeordnete Katastrophenschutz-, Gesundheits- und Schulbehörde und vor allem in einer koordinierenden Rolle aktiv. Es gibt insbesondere Auskunft zu Fragen rund um gesundheitliche und schulische Themen, Fragen zu den Ausnahmeregelungen für Arbeitszeiten im Einzelhandel, Fragen der Marktüberwachung von Medizinprodukten, Desinfektionsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung, Fragen der Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete oder Fragen der Entschädigung von Betrieben nach dem Infektionsschutzgesetz.

Viele Antworten auf Fragen aus verschiedensten Fachbereichen bieten auch die baden-württembergischen Ministerien. Das Regierungspräsidium stellt auf der Startseite seines Internetauftritts unter www.rp-tuebingen.de einen Link zu den wichtigsten FAQs der Ministerien zur Verfügung.

Darüber hinaus beantworten die Gesundheitsämter der Landkreise und das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Stuttgart gesundheitliche Fragen rund um das Coronavirus.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Tel.: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.

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