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Pressemitteilung

B 32 - Untersuchungen zur Planung der Ortsumgehung Ravensburg (Molldiete) laufen an

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Blick auf die Landschaft bei Ravensburg und Umgebung
Blick auf Ravensburg und Umgebung
Blick auf Ravensburg und Umgebung

Das Planungsteam des Regierungspräsidiums Tübingen hat für die Planung der Ortsumgehung von Ravensburg im Zuge der B 32 inzwischen eine Planungsraumanalyse zur Abgrenzung der notwendigen Untersuchungen und Kartierungen von Tieren und Pflanzen erstellt. „Auf dieser Grundlage gehen die vom Regierungspräsidium beauftragten Experten ins Gelände, um das Vorkommen geschützter Biotope, Pflanzen und vor allem auch Tierarten aufzunehmen und zu kartieren. Der Planungsprozess für die Ortsumgehung startet damit nun auch sichtbar vor Ort“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

 

Der Untersuchungsraum erstreckt sich von der neuen B 30 im Westen bis zur B 32 im Osten. Südlich von Ravensburg wird er von Eschach und Grünkraut begrenzt. So lassen sich neben der Variante „Molldiete-Tunnel“ auch andere, weiter im Süden verlaufende Varianten beurteilen. „Da sich viele rechtliche und fachliche Vorgaben in der Straßenplanung und im Naturschutz- und Umweltrecht in den letzten Jahren geändert haben, ist eine solche Untersuchung für eine rechtsichere Planung der Ortsumgehung unbedingt erforderlich“, betonte Tappeser.  

 

Das Untersuchungsspektrum reicht von der Vegetation, über Vögel, Insekten und Muscheln bis hin zu streng geschützten Arten wie beispielsweise den Fledermäusen. Zudem werden vorhandene Daten und bekannte Vorkommen aus der Region bei Jägern und Ehrenamtlichen abgefragt. Aufgrund der unterschiedlichen Hauptaktivitätszeiträume der verschiedenen Artengruppen dauern die Untersuchungen bis in den Herbst 2021. Zu Beginn werden Eulen, Spechte und Amphibien untersucht. Nach der Erfassung im Gelände erfolgen die Auswertung und die Bewertung der aufgenommenen Daten. Auf dieser Basis kann dann eine Beurteilung der verschiedenen Trassenvarianten unter den Aspekten Fauna, Flora und Artenschutz vorgenommen werden.

 

Auch die Vergabe einer großräumigen Verkehrsuntersuchung ist bereits erfolgt. Die Verkehrszählungen sollen nach Ostern stattfinden. Hierüber informiert das Regierungspräsidium in einer weiteren Pressemitteilung direkt vor dem Beginn der Zählung.

 

Kontinuierliche Informationen zur Planung sind auch auf der neu gestalteten Projektseite B 32 Ortsumgehung Ravensburg zu finden.

 

Hintergrundinformationen:

Das Regierungspräsidium Tübingen hat gemäß der Priorisierung der Bedarfsplanmaßnahmen des Bundes durch das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Ende 2019 mit der Planung der Ortsumgehung Ravensburg (Molldiete) im Zuge der B 32 begonnen. Zur Entlastung der Kernstadt soll eine neue Straßenverbindung zwischen der Hauptachse B 30 im Westen von Ravensburg und der B 32 im Osten geschaffen werden.

 

Die bisherigen Planungen aus den 1990er Jahren sehen vor, den Höhenzug Molldiete zwischen dem Knoten B 33 / B 30 südwestlich der Kernstadt und der B 32 bei Knollengraben in einem rund zwei Kilometer langen Tunnel zu unterqueren. Da sich seitdem die rechtlichen und fachlichen Vorgaben geändert haben, müssen die relevanten Gutachten und Unterlagen zur Vorplanung aktualisiert und plausibilisiert sowie alternative Streckenführungen betrachtet und bewertet werden.

 

Mit der Stadt Ravensburg als hauptbetroffenem Akteur steht das Planungsteam in regelmäßigem Austausch, um den Planungs- und Beteiligungsprozess zu koordinieren.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Telefon: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.

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