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Pressemitteilung

B 28, Verkehrsfreigabe der Osttangente mit Anschluss Rottenburg-Ost

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Blick auf die B 28, Osttangente mit Anschluss Rottenburg-Ost
B 28, Verkehrsfreigabe der Osttangente mit Anschluss Rottenburg-Ost
B 28, Verkehrsfreigabe der Osttangente mit Anschluss Rottenburg-Ost

Informationen zum Streckenabschnitt zwischen Bühl und Rottenburg.

Seit September 2020 finden die Bauarbeiten für den Ausbau der B 28 zwischen der Schuhstraße bzw. Wilhelm-Maybachstraße und der Siebenlindenstraße, Osttangente, in Rottenburg am Neckar statt. In der vierzehnmonatigen Bauzeit wurde der Streckenabschnitt durch Aufweitung der Knotenpunkte, Neubau und Koordinierung der Lichtsignalanlagen, sowie Instandsetzung und Verstärkung der Neckarbrücke für die zukünftigen verkehrlichen Anforderungen ertüchtigt. Die Arbeiten sind weitestgehend abgeschlossen, sodass am Donnerstag, 4. November 2021 im Laufe des Nachmittags die in Teilbereichen verbreiterte Bundesstraße für den Verkehr freigegeben werden kann.

 

„Das hier umgesetzte Projekt ist gutes Beispiel dafür, dass Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen nicht in Konkurrenz stehen müssen, sondern auch kombiniert gut ausführbar sind. Somit können Eingriffe in den Verkehr minimiert werden und die Maßnahmen sich optimal ergänzen“, betont Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

 

„Ein weiterer wichtiger Meilenstein für die neue B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen ist geschafft“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser. Durch die Ertüchtigung der B 28 vom neuen Knoten Rottenburg-Ost, über die Neckarbrücke, bis zum Sülchenknoten erfüllt die B 28 in diesem Abschnitt nun die gestiegenen Anforderungen, die sich auch aus dem Neubau zwischen Tübingen und Rottenburg ergeben. „Ich danke allen von den Einschränkungen und Behinderungen betroffenen Grundstückseigentümern, sowie Anliegen und Verkehrsteilnehmern für die Geduld und das Verständnis“, so Tappeser weiter.

 

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen wurden verschiedene Einzelmaßnahmen zeitgleich umgesetzt. Dadurch konnten die Eingriffe in den Verkehr deutlich reduziert werden.

 

Ausbau zwischen Schuhstraße und Siebenlindenstraße – Osttangente:

Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit erfolgte der Ausbau an den Kreuzungen auf jeweils zwei Fahrstreifen je Richtung. Die neuen Lichtsignalanlagen sind untereinander vernetzt und werden verkehrsabhängig geschaltet. Die Anlage ist so ausgelegt, dass in einer späteren Ausbaustufe auch eine Vernetzung unmittelbar mit dem Verkehr möglich wird. Die Planung, den Grunderwerb und die baurechtlichen Voraussetzungen für den Ausbau der B 28 zwischen der Siebenlindenstraße und der Schuhstraße hatte per Vereinbarung die Stadt Rottenburg am Neckar geschaffen. Für den Ausbau hat der Bund rund vier Millionen Euro aufgewendet.

 

Neckarbrücke:

Parallel zu den Arbeiten an der Osttangente wurde die Brücke über den Neckar instandgesetzt und verstärkt. Durch die Verbreiterung der Neckarbrücke können zukünftig vier anstatt drei Fahrstreifen über die Brücke geführt werden. Die Kosten im Bereich der Neckarbrücke belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

 

Fahrbahndeckenerneuerung der B 28 zwischen Wilhelm-Maybach-Straße bzw. Schuhstraße und dem Anschluss L 372, Sülchenknoten:

In den Sommerferien 2021 erfolgte die Fahrbahnerneuerung und Ertüchtigung der B 28 im Abschnitt zwischen Wilhelm-Maybach-Straße bzw. Schuhstraße bis zum Anschluss der L 372 am Sülchenknoten. Der dortige Rampenfußpunkt hatte sich in den letzten Jahren zu einer Unfallhäufungsstelle entwickelt. Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wurde dort eine Lichtsignalanlage errichtet. Die Kosten in diesem Abschnitt belaufen sich auf rund 430.000 Euro und werden ebenfalls vom Bund getragen.

 

Anschlussknoten Rottenburg Ost:

Mit Verkehrsfreigabe der Osttangente wird auch der Anschluss Rottenburg-Ost des Neubauabschnitts Rottenburg – Tübingen unter Verkehr genommen und die Rampe zwischen der B 28 und der L 370 freigegeben.

 

Neubauabschnitt der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen:

Im Neubauabschnitt der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen wurde bereits im Frühjahr 2020 der erste Teilabschnitt von Tübingen-Weilheim bis Tübingen-Bühl/Bonlanden für den Verkehr freigegeben.

 

Der Lückenschluss zum Erreichen einer durchgehenden Befahrbarkeit der B 28 zwischen dem Anschluss Rottenburg-Ost und der Anschlussstelle Tübingen-Bühl/Bonlanden ist im Bau. Bereits fertiggestellt sind die Brücke über den Bühlertalbach bei Bühl, die Unterführung der Knollstraße unter der Bahnstrecke und der neuen B 28 in Bühl, die Überführung der Neckarstraße mit der Brücke bei Kiebingen sowie die umfangreichen Bauwerke zur Entwässerung der neuen B 28 in diesem Bereich.

 

Aktuell erfolgt der Straßenbau vom Knoten Rottenburg-Ost bis Bühl unter anderem mit dem Bau der Folienwanne bei Kiebingen. Weiterhin werden Erd- und Gründungsarbeiten für die Lärmschutzanlagen bei Kiebingen und Bühl sowie für die Lichtsignalanlagen umgesetzt.

 

Nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten folgt die Ausstattung des Strecken-abschnitts mit dem Anbau der Schutzplanken, der Anlage der Beschilderung und dem Aufbringen der Fahrbahnmarkierungen.

 

Derzeit beeinflussen lieferkettenbedingte Engpässe den Fertigstellungszeitpunkt der durchgehenden B 28. So können erforderliche Bauteile für die Herstellung der Lärmschutzwände und für die betriebstechnische Ausstattung des Regenrückhaltebeckens bei Kiebingen nicht rechtzeitig geliefert werden. Hinzu kommt, dass der Erdbau und die Arbeiten an der Folienwanne bei Kiebingen in hohem Maß witterungsabhängig sind. Bislang war geplant, die aufgelaufenen Verzögerungen aufgrund des schlechten Wetters im 1. Halbjahr 2021 bis Ende 2021 auszugleichen. Es zeigt sich jetzt, dass dies nicht mehr gelingt. Dies hat zur Folge, dass eine Verkehrsfreigabe der B 28 zwischen Bühl und dem Anschluss Rottenburg-Ost aus heutiger Sicht erst im 1. Quartal 2022 möglich wird. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von den Materiallieferungen und der Witterung der kommenden Wochen und Monate.

 

Hintergrundinformationen:

Weitere Informationen zu den einzelnen Bauabschnitten, den Bauzeiten und die Baumaßnahme im Allgemeinen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Tübingen unter Regierungspräsidium Tübingen Abteilung 4 Baumaßnahmen eingestellt.

 

Informationen zu Sperrungen und Umleitungen können unter www.verkehrsinfo-bw.de/Baustellen abgerufen werden.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Tel.: 07071 / 757-3131 zur Verfügung.

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