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Medienmitteilung

Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V. gibt Gewinner des Wettbewerbs „Vorbildliches Dorfgasthaus“ bekannt

Die Gewinner des aktuellen Wettbewerbs „Vorbildliches Dorfgasthaus“ des AK Heimatpflege im Regierungsbezirk stehen fest

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​Die Gewinner des aktuellen Wettbewerbs „Vorbildliches Dorfgasthaus“ des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e. V. stehen fest. Eine Jury aus Mitgliedern des Arbeitskreises, Kulturwissenschaftlern, Experten des Ländlichen Raums und Gastronomiefachleuten hat über die Bewerbungen entschieden. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege Karlheinz Geppert gab am Freitag, den 4. November 2016 die Gewinner bekannt. Preisträger sind das Gasthaus Neuhaus in Uttenweiler-Oberwachingen, das Gasthaus Rössle in Rangendingen und das Gasthaus Hirsch in 72072 Tübingen-Kilchberg. Einen Sonderpreis für ein besonders nachhaltiges Konzept erhalten das Gasthaus Adler in Vogt und das Gasthaus Adler in Ratshausen, einen Sonderpreis für ein besonders innovatives Konzept erhält die Traufganghütte Brunnental in Albstadt-Laufen. Die Preisträger werden von Regierungspräsident Klaus Tappeser ausgezeichnet.

Zu den Preisträgern

 

Das Gasthaus Neuhaus in Uttenweiler-Oberwachingen wird in vierter Generation geführt. Die Gaststube und das Nebenzimmer wurden 2015 in viel Eigenleistung renoviert und modernisiert. 2011 wurde bereits das alte Getreidelager der früheren Landwirtschaft mit Hilfe des Leader-Programms zu einem Fest-Stadl umgebaut. Somit stehen für die kleine Familienfeier ebenso wie für große Firmenfeiern geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.


Auszeichnungswürdig ist das Gasthaus Neuhaus insbesondere aufgrund der sozialen Bedeutung für den Ort Uttenweiler-Oberwachingen (Landkreis Biberach). Denn neben den traditionellen Musikantentreffen, bei denen sich Musikanten auch aus weiterer Umgebung einfinden und den Liederabenden, an denen der Senior-Chef als der „singende Wirt“ mit seiner Harmonika musikalisch begleitet, besteht eine enge Verbindung zur Gemeinde sowie den Vereinen.

 

Das Gasthaus Rössle in Rangendingen ist ein urgemütlicher Gasthof am Rande des Zollernalbkreises. Er befindet sich seit fünf Generationen im Besitz der Familie Heck. Seine typisch schwäbische Tradition wurde trotz eines modernen Umbaus durch die Beibehaltung eines Stammtisches, an dem sich die Einheimischen zum „Dämmerschoppen“ treffen, bewahrt. Durch die aktive Unterstützung des örtlichen Vereinslebens ist das Gasthaus Rössle auch kultureller Treff mit gelegentlichen Rahmenveranstaltungen. So tragen auch Ausstellungen von Kunstwerken regionaler Künstler zum Austausch innerhalb der Dorfgemeinschaft bei. Hervorzuheben ist auch das spezielle „Seniorenangebot“ des Gasthaus Rössle, das Tagesmenü zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis über das Seniorennetzwerk Rangendingen nach Hause auszuliefern.

 

Das Gasthaus Hirsch in Tübingen-Kilchberg bietet in gemütlicher Atmosphäre eine saisonal deutsche Küche an. Das Gebäude ist über 400 Jahre alt und wurde seit 1871 fast durchgängig als Gasthaus betrieben. Die Pächter des Gasthauses sind ein junger Koch und eine junge Hotelfachfrau, die den „Traum“ eines eigen geführten Gasthauses in die Realität umgesetzt haben. Die Gaststätte wurde ihren Vorstellungen entsprechend renoviert. Die Jury wurde durch den Mut und das Konzept der beiden jungen Leute überzeugt, Alt & Jung in einem gemütlichen Ambiente mit regionalen und saisonalen Speisen und einer zusätzlichen Weinkellerkarte einen Treffpunkt für gemütliche Stunden zu bieten. Das Angebot wird von den örtlichen Vereinen, sowie von Gästen aus dem Umkreis gerne angenommen. Grillabende, sowie ein kleiner Weihnachtsmarkt in der Gartenwirtschaft runden das Angebot ab.

 

Sonderpreise

Das Gasthaus Adler in Vogt (Landkreis Ravensburg) und das Gasthaus Adler in Ratshausen (Zollernalbkreis) erhalten jeweils einen anerkennenden „Sonderpreis für ein besonders nachhaltiges Konzept.“ Damit würdigt die Jury die Bereitschaft konsequent möglichst ausschließlich sorgfältig ausgesuchte, frische und hochwertige Produkte aus der Region zu verwenden, was wiederum der regionalen Landwirtschaft zu Gute kommt. Dies stellt für beide Gasthöfe in ihrer jeweiligen Region nahezu ein Alleinstellungsmerkmal dar. Beide Gasthäuser werden dafür mit Besuchern aus der ganzen Region belohnt, die das besonders nachhaltige Konzept und die sorgfältig ausgewählten Lebensmittel zu schätzen wissen. Die Gasthäuser werden dadurch zu besonderen Anziehungspunkten der jeweiligen ländlichen Region.

 

Die Traufganghütte Brunnental in Albstadt-Laufen (Zollernalbkreis) erhält einen „Sonderpreis für ein besonders innovatives Konzept“: Durch diese Konzeption konnte ein Gasthaus aus den 1960-er Jahren „wiederbelebt“ werden. Grundstein war ein Umbau, in dem Tradition und Moderne ein schönes Gesamtbild ergeben, gepaart mit einer abwechslungsreichen Küche in Verbindung mit Mundart- und sonstigen kulturellen Veranstaltungen , sowie Live-Musik und Themenabende, die den Menschen aus der Region und auch den vorbeikommenden Wanderern eine heimatliche Idylle bieten.

 

Die prämierten Dorfgasthäuser erhalten im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung eine Plakette und eine Urkunde.


Hintergrundinformation:
Die Zahl der Dorfgasthäuser ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich zunehmend ein Bewusstsein für den Stellenwert entwickelt, den Dorfgasthäuser für die Identität von Gemeinden im ländlichen Raum und deren Bewohner besitzen. Um ihr Überleben zu sichern, sollen Dorfgasthäuser durch innovative Konzepte ihre Attraktivität als Begegnungsstätte für die Menschen in der Umgebung erhalten und steigern. Zur Förderung dieser Entwicklung stiftete der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V. einen Preis für vorbildliche Dorfgasthäuser. Regierungspräsident Hermann Strampfer übernahm die Schirmherrschaft über den 2014 neu entstandenen Wettbewerb. Schirmherr des aktuell zweiten Wettbewerbs ist Regierungspräsident Klaus Tappeser. Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte bereits im März 2016.

 

Der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V. ist der Dachverband der in der Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen tätigen Organisationen und Verbände. Seit seiner Gründung im Jahr 1985 unterstützt der Arbeitskreis Heimatpflege Vereine und Verbände, die sich mit der Heimat und der Heimatpflege beschäftigen.

 

Heimatpflege bedeutet für den Arbeitskreis vorwiegend mit ehrenamtlichem Engagement den wiedererkannten hohen Stellenwert der Heimat in einer zusammengerückten Welt verständlich zu machen. Heimatliebe und Weltoffenheit sind in einer globalisierten Welt keine Gegensätze. Der Begriff „Heimat“ wird weit und offen gefasst, er umfasst nicht nur Erinnerungskultur. Heimat ist keinesfalls Reservat für wenige, sondern bietet Raum für viele.


Hinweis für die Redaktionen
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Karlheinz Geppert, Tel. 07472 165-310, der Geschäftsführer, Jürgen Haug, Tel.: 07071 757-3254, sowie Dr. Steffen Fink, Pressereferent, Tel: 07071 757-3076 gerne zur Verfügung.

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