Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Medienmitteilung

Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V. gibt Gewinner des Museumswettbewerbs „HEIMAT - vorbildlich im MUSEUM“ bekannt.

Lesezeit:

Teilen via:

Das Museum Ehingen und das Museum im Bock, Leutkirch erhalten den Preis „Vorbildliches Heimatmuseum 2018/2019“. Das Heimatmuseum Reutlingen erhält die Anerkennung „Digitales Museum“.

 
In einer Feierstunde wurden heute drei Museen von Regierungspräsident Klaus Tappeser und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreises Heimatpflege, Harald Neu, im Bürgerhaus „Oberschaffnei“ in Ehingen ausgezeichnet. Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte Preis „Vorbildliches Heimatmuseum 2018/2019“ wurde an das Museum Ehingen und das Museum im Bock, Leutkirch verliehen. Eine weitere, mit 1.000 Euro dotierte, Auszeichnung als „Digitales Museum“ erhielt das Heimatmuseum Reutlingen. Der Museumswettbewerb wird alle zwei Jahre vom Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V., dessen Geschäftsführung beim Regierungspräsidium Tübingen liegt, veranstaltet. Er fand dieses Jahr bereits zum 13. Mal statt, dieses Mal allerdings unter dem neuen Namen „HEIMAT – vorbildlich im MUSEUM“.

Die Jury hat unter Leitung des Arbeitskreisvorsitzenden Karlheinz Geppert (Rottenburg am Neckar) die Preisträger unter einer Reihe hervorragender Bewerbungen aus dem Regierungsbezirk Tübingen ausgewählt. Als Sachverständige war erneut Frau Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger Mitglied der Jury.

Für die Auszeichnungen war vor allem das vielfältige innovative Engagement der überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich, die durch kreative Ideen und Projekte ihr Museum lebendig und attraktiv präsentieren und zu reichhaltigem Erfahrungsaustausch anregen.

Zu den einzelnen Preisträgern:

Das „Museum Ehingen“, seit 1985 im stattlichen „Neuhaus“ des ehemaligen städtischen Spitals untergebracht, ist ein markanter Zeuge der mittelalterlichen Bedeutung der Donaustadt. Als Stadtmuseum beeindruckt es durch seine Größe, Vielfalt und Qualität.

Das Museum zeugt von dem hohen Stellenwert, den die Große Kreisstadt Ehingen der Kultur beimisst, die unverzichtbar für die Menschen und ihre Identifikation mit der Stadt ist. Die „Museumsgesellschaft Ehingen e.V.“, deren bürgerschaftliche Wurzeln bis ins Jahr 1908 reichen, ist eine große Unterstützung für die Stadt. Das Verhältnis zwischen Stadt und Museumsgesellschaft ist von großer Wertschätzung und professioneller Sorgfalt geprägt, wovon sowohl das Museum als auch das Stadtarchiv, heute im ehemaligen Franziskanerkloster, profitieren. Beide kooperieren eng und gut miteinander, ebenso mit den örtlichen Vereinen. Das zeigen die laufend aktualisierte Dauerausstellung ebenso wie die Sonderausstellungen und die vielseitigen Angebote im Jahresprogramm.
In der Breite und Vielfalt der Aktivitäten ist ein eindrucksvolles ehrenamtliches Engagement zu spüren, welches das Gesicht des Museums Ehingen prägt und trägt: von der Stadt und der Bürgerschaft vorbildlich unterstützt, steht das Museum Ehingen auf einem starken Fundament – auch für die Zukunft.

Das „Museum im Bock“ in der alten Reichsstadt Leutkirch im Allgäu stellt ein in vielerlei Hinsicht einmaliges Stadtmuseum dar.

An der oberen Stadtmauer, im prächtigen ehemaligen „Gasthaus zum Bock“ untergebracht, umfasst es heute ein imposantes Areal zur Stadtgeschichte. Dies gilt zunächst für das Gebäude selbst, das vom Verein „Heimatpflege Leutkirch e.V.“, erworben, restauriert und in ein Museum umgewidmet wurde: So wurde über Jahrzehnte hinweg in ehrenamtlicher Tätigkeit das Stadtmuseum gebaut – bei zugleich laufendem Ausstellungs- und Museumsbetrieb und einem aktiven Vereinsleben, das im Kulturleben von Stadt und Region eine prominente Rolle spielt.

„Stadtmuseum“ ist für das „Museum im Bock“ eine fast zu profane Bezeichnung. Das Museum hat viele Funktionen, die es – in personeller Verflechtung der „Heimatpflege Leutkirch“, seiner Gründer und Träger – professionell und zugleich kreativ angeht. Anders ließen sich Museums- und Kulturarbeit in Stadt und Region nicht meistern, denn im „Museum im Bock“ sind Aufgaben vereint, die in größeren Städten eigene Institutionen erfordern. Der „Bock“ erfüllt Aufgaben der Stadtgeschichte, Denkmalpflege, Stadtsanierung und –planung und  ist somit ein Zentrum der Stadt- und Regionalkultur.

Besonders eindrücklich ist die Breite der im Museum angegangenen Themen. Die große Fläche des Museums bietet neben der Dauerausstellung Themen der Handwerks-, Textil- und Technikgeschichte, zu Schule, Kindheit und Zeitgeschichte, die zum Teil neu aufgearbeitet wurden.
So wird „Die Geschichte der Muna Urlau. Die Munitionsanstalt im Urlauer Tann“, als Ausstellung mit Originalen und Begleitband präsentiert – ein bis dahin ruhendes, heikles Thema, das nun Teil der ständigen Ausstellung im Museum ist. Dass diese Arbeit ehrenamtlich, im Verbund von Profis und Amateuren auch zusammen mit jungen Menschen geschieht: das ist „vorbildlich“ und daher preiswürdig.

Das „Heimatmuseum Reutlingen“ erhält die Anerkennung
„Digitales Museum“ für seine Ausstellung „RTimBiId. Reutlingen mit dem Smartphone. Dein Blick. Deine Stadt“.

Mit dieser Sonderausstellung geht ein klassisches Stadtmuseum mutig neue Wege, um Menschen in der Stadt zu gewinnen, denen solch ein traditioneller Kulturort bisher eher fremd war. „Instawalk“, ein „digitaler Spaziergang im Haus“, spricht neue, besonders jüngere Besucher an und verbindet sie: so wird ein Link geschaffen zwischen der Stadt draußen, ihren Bewohnern und den Dingen im Museum. Der Aufruf, eigene Smartphone-Fotos einzureichen, erreichte viele junge, museumsferne Menschen und auch neu Zugezogene. Ihre Bilder –oft ganz ungewohnte und doch alltägliche Blicke auf die Stadt – wurden ohne Beschriftung in die vorhandene Dauerausstellung integriert. Diese Irritation bewirkte Neugier, Austausch und Kommunikation: im Museum, mit den Museumsleuten und Besuchern ebenso wie draußen, außerhalb der Museumsmauern. Workshops zur kreativen Bildbearbeitung wurden für Schulklassen und Schüler ab 14 Jahren angeboten – für Kleine gab es Guckkasten-Basteln und Fotosafaris.
„Die Stadt und ihr Gesicht“ ist durch diese Ausstellung auf ganz neue Weise zum Thema geworden. Ihr digitaler Zugang war ein „Open access“ im besten Sinne: ein offener Workshop und ein Prozess, der – so der Plan des Museums – weitergehen, die Sammlungen erweitern und bereichern soll, als zugleich altes wie neues Thema von Museen: es geht um die Stadt als Heimat.

Hintergrundinformation:
Der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V. ist der Dachverband der in der Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen tätigen Organisationen und Verbände. Seit seiner Gründung im Jahr 1985 unterstützt der Arbeitskreis Heimatpflege Vereine und Verbände, die sich mit der Heimat und der Heimatpflege beschäftigen.

Heimatpflege bedeutet für den Arbeitskreis vorwiegend, mit ehrenamtlichem Engagement den wiedererkannten hohen Stellenwert der Heimat in einer zusammengerückten Welt verständlich zu machen. Heimatliebe und Weltoffenheit sind in einer globalisierten Welt keine Gegensätze. Der Begriff „Heimat“ wird weit und offen gefasst, er umfasst nicht nur Erinnerungskultur. Heimat ist keinesfalls Reservat für wenige, sondern bietet Raum für viele.

Hinweis für die Redaktionen
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher Regierungspräsidium Tübingen, Tel: 07071 757-3005, der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Karlheinz Geppert, Tel. 07472 165-310, sowie der Geschäftsführer, Jürgen Haug, Tel.: 07071 757-3254, gerne zur Verfügung.​

Weitere aktuelle Meldungen

  • Das Foto zeigt den Neckar bei Obernau von Oben

    Neckartalradweg zwischen Bieringen und Obernau wieder geöffnet

    | Gewässer
  • Das Foto zeigt die Baustelle B 28 Bad Urach

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und Hochhaus

    | Straßen

    Geänderte Verkehrsführung in der Stuttgarter Straße ab Montag, 21. September 2026 und Asphaltarbeiten B 28 Süd und Hochsträß ab Mittwoch, 23. September 2026

  • Das Foto zeigt die L 245 Bad Urach in Richtung Hengen. Man sieht das Ortsausgangsschild und einzelne Häuser von Seeburg.

    L 245 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Bad Urach/Seeburg und Bad Urach/Hengen

    | Straßen

    Beginn der Bauarbeiten am Montag, 21. September 2026

  • Das Foto zeigt ein frisch metamorphosiertes Jungtier der Kreuzkröte im Sand

    Junge Kreuzkröten verlassen nach erfolgreicher Fortpflanzung Laichgewässer bei Trochtelfingen

    | Artenschutz
  • Das Bild zeigt Fichten in der Kernzone Erdbeerberg mit Borkenkäferbefall.

    Hiebsmaßnahme in der Kernzone Erdbeerberg im Gemeindewald Hohenstein

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Bild zeigt einen Abschnitt des Neckartalradweges zwischen Kirchentellinsfurt und Reutlingen. Im Hintergrund ist ein Brücke zu sehen.

    B 297 Neckartalradweg zwischen Kirchentellinsfurt und Reutlingen-Altenburg

    | Radverkehr

    Arbeiten zur Verbreiterung ab Mittwoch, 16. September 2026

  • Gruppe von Grundschulkindern, die in die Schule laufen, Rückansicht

    Schuljahresbeginn 2026/2027:

    | Schule

    Das Regierungspräsidium Tübingen informiert über die Unterrichtsversorgung und die Entwicklung der Schülerzahlen

  • Das Bild zeigt die L 317 schadhafte Fahrbahndecke zwischen Oberankenreute und Wassers von oben.

    L 317 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Schlier Oberankenreute und Wolfegg-Wassers

    | Straßen

    Baubeginn am Montag, 21. September 2026

  • Das Bild zeigt die sanierte Fahrbahn der B 27 zwischen Bodelshausen und Ofterdingen. Auf der Gegenfahrbahn ist Verkehr.

    B 27 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Bodelshausen und Ofterdingen

    | Straßen

    Einen Monat früher als ursprünglich geplant: Verkehrsfreigabe am Samstag, 12. September 2026

  • Das Bild zeigt die L 329 Brücke über die Schussen in Brochenzell von der Seite.

    L 329 Ersatzneubau der Brücke über die Schussen in Brochenzell

    | Brücken

    Herstellung des temporären Behelfsstegs ab Montag, 14. September 2026

  • B 12 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Argenbühl Eisenharz und Isny-Dorenwaid

    | Straßen

    Vorabinformation zur geplanten Maßnahme

  • Das Bild zeigt den Radweg B32 am Anschlussast der Landesstraße 326 bei Bodnegg-Rotheidlen.

    B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    | Straßen

    Arbeiten im Zuge der L 326 ab Montag, 14. September 2026

  • Das Foto zeigt mehrer Obstbäume auf einer Streuobstwiese; im Vordergrund auf der rechten Seite sieht man den Ast eines Baumes an dem zwei großen reife Äpfel hängen.

    Veranstaltung „Schule trifft Naturschutz: Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel Streuobst“ am 2. Oktober 2026

    | Naturschutz
  • Es handelt sich um die Umleitungsskizze Fahrbahnerneuerung vom Gewerbegebiet am Obereschring bis zum Kreisverkehr B 311 / Meßkircher Straße.

    B 311 Fahrbahnerneuerung vom Gewerbegebiet am Obereschring bis zum Kreisverkehr B 311 / Meßkircher Straße

    | Straßen

    Bauphase 2 ab Samstag, 12. September 2026

  • Das Bild zeigt die einseitig von Bäumen gesäumte L 205 mit Autoverkehr.

    L 205 Straßenbauarbeiten von Schloss Salem bis einschließlich des Kreisverkehrs in Stefansfeld

    | Straßen

    Sperrung der L 205 ab Montag, 14.09.2026 bis voraussichtlich Ende Oktober 2026

  • Das Bild zeigt die erneuerte Fahrbahndecke der B27 Balingen-Endingen bis Balingen-Nord von oben.

    B 27 Balingen-Endingen bis Balingen-Nord, Fahrbahndeckenerneuerung

    | Straßen

    Abschluss Bauabschnitt 2 und Umstellung auf Bauabschnitt 3 ab Montag, 7. September 2026

  • Das Bild zeigt das Neckarwehr in Mittelstadt mit Sicht auf die Brücke.

    Geschieberäumung in Mittelstadt

    | Hochwasserschutz
  • Das Bild zeigt die Brücke über den Goldbach.

    B 31 Neubau von Brücken bei Überlingen-Goldbach

    | Brücken

    Verkehrseinschränkungen wegen Beprobungen der Bauwerke am 08. und 09. September 2026

  • Das Bild zeigt das Monitoringsystem am Ortsausgang Dürrwangen.

    B 463 Balingen – Dürrwangen, Eyachbrücke

    | Straßen

    Einbau eines Monitoringsystems

  • Radfahrer befahren einen Übergang von der Straße auf einen kombinierten Rad- und Fussweg

    L 1170 Neubau eines Geh- und Radweges zwischen Lonsee-Urspring und Lonsee

    | Radverkehr