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Schule

Schuljahresbeginn 2026/2027:

Das Regierungspräsidium Tübingen informiert über die Unterrichtsversorgung und die Entwicklung der Schülerzahlen

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Gruppe von Grundschulkindern, die in die Schule laufen, Rückansicht

Unterrichtsversorgung

Zum Schuljahr 2026/2027 ist es dem Regierungspräsidium Tübingen gelungen, alle verfügbaren Stellen für wissenschaftliche Lehrkräfte zu besetzen. Insgesamt konnten 258 Stellen im Bereich der Grundschulen und der Primarstufe an den Gemeinschaftsschulen besetzt werden. 13,5 Stellen wurden an Werkrealschulen besetzt, 55 an den Realschulen und 80,5 an den Sekundarstufen der Gemeinschaftsschulen. Mit gymnasialen Lehrkräften konnten insgesamt 124,5 Stellen besetzt werden, davon 54 an allgemeinbildenden Gymnasien und 17 an Gemeinschaftsschulen. 53,5 Stellen konnten mit Gymnasiallehrkräften als Abordnungsstellen in anderen Schularten besetzt werden. Besonders positiv war die Lehrkräftegewinnung im Bereich der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, hier konnten für das kommende Schuljahr 75 Stellen besetzt werden. An den Beruflichen Schulen wurden 123,5 Stellen besetzt.

Auch im Bereich der Fachlehrkräfte und der technischen Lehrkräfte konnten für nahezu alle verfügbaren Stellen Lehrpersonen gewonnen werden. Hier konnten an den allgemeinbildenden Schulen insgesamt 117 Stellen besetzt werden, im Bereich der Beruflichen Schulen 27 Stellen.

Im Rahmen des neuen Sprachförderkonzepts „Sprachfit“ konnten insgesamt 72 Stellen besetzt werden.

Dazu kommen 276 Stellen, die befristet zur Unterrichtsversorgung beitragen.

„In Zeiten großer Bildungsherausforderungen ist es ein gutes Signal, dass wir zum Schuljahresbeginn nahezu alle verfügbaren Stellen besetzen konnten“, freut sich Abteilungspräsidentin Dr. Susanne Pacher. Auch die positive Resonanz auf die im August 2026 eingeführte Vergütung des Anpassungslehrgangs für Lehrerinnen und Lehrer mit ausländischen Lehramtsstudienabschlüssen ist „ein wichtiger Schritt zu einer schnelleren und leichteren Integration von qualifizierten Lehrkäften in unser Bildungssystem“, so die Abteilungspräsidentin weiter. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für den Anpassungslehrgang hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Erwartete Entwicklungen bei den Schülerzahlen im Schuljahr 2026/2027

Im Schuljahr 2026/2027 werden in den öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Tübingen voraussichtlich 240.820 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Das ist das Ergebnis einer Abfrage bei den Schulen und Schulbehörden im Regierungsbezirk Tübingen. In den Grundschulen werden 71.703 Schülerinnen und Schüler erwartet (Vorjahr: 70.050), in den Werkreal- und Hauptschulen 6.145 (Vorjahr: 6.544), in den Realschulen 31.313 (Vorjahr: 30.828), in den Gemeinschaftsschulen 19.750 (Vorjahr 19.361), in den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren 6.364 (Vorjahr 6.204) und an den allgemeinbildenden Gymnasien 50 345 (Vorjahr: 48.719). An den Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk rechnet das Regierungspräsidium Tübingen mit 55.200 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr: 55.447).

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg der Gesamtschülerzahl um 1,5%. Die Zahl der Erstklässler stieg um 1,7% auf eine Zahl von 17.381 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr: 17.083). Bei den weiterführenden Schulen legten besonders die Gymnasien um 3,3% zu, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren um 2,6% und die Gemeinschaftsschulen um 2,0% zu. Die Schülerzahl an den Haupt- und Werkrealschulen (-6,1%) und den Beruflichen Schulen (-0,4%) ist rückläufig. Es ist damit zu rechnen, dass sich bis zur nächsten statistischen Erhebung Ende Oktober noch Änderungen ergeben werden.

Einführung der Juniorklassen

Im Schuljahr 2026/2027 starten im Regierungsbezirk Tübingen 40 Grundschulen mit einer der Klasse 1 vorgeschalteten Juniorklasse. Ziel der Juniorklassen ist es, die dort aufgenommenen Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung so zu fördern, dass am Ende des Schuljahres die Schul- und Lernbereitschaft soweit entwickelt ist, dass ein Wechsel in die Klasse 1 möglich ist.

Ausrollen des neunjährigen Gymnasiums (G9)

An den Gymnasien wird im neuen Schuljahr erstmals die Klassenstufe 7 nach der Stundentafel des neuen neunjährigen Gymnasiums (G9) unterrichtet, nachdem im vorausgegangenen Schuljahr 2025/2026 die Klassenstufen 5 und 6 ins neunjährige Gymnasium gestartet sind. Als so genannte Innovationselemente werden in der Klassenstufe 7 zwei Neuerungen eingeführt: 

Als Element der Demokratiebildung wird im Fach Geografie mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit Projektunterricht umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler sollen in die Themenfindung miteinbezogen werden, so dass Ihre Interessen bei der Ausgestaltung des Unterrichts berücksichtigt werden können. 

Viele Gymnasien haben zudem in Klasse 7 erstmals das individuelle Schülermentoring eingeführt, um die Lern- und Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler in Ergänzung zur adaptiven Förderung in der Unterstufe zu stärken. Die Klasse 7 ist insofern eine wichtige Schnittstelle am Übergang zur Mittelstufe, als die Jugendlichen ihren Begabungen gemäß ab Klasse 8 Profilfächer wählen müssen. Alternativ können die Gymnasien das Schülermentoring auch erst in Klasse 10 am Übergang zur gymnasialen Oberstufe einführen. 

Schülerzahlen

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