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1,4 Millionen Euro Zuschuss für die künftige Mitreinigung des Abwassers aus Oberteuringen auf der Kläranlage Friedrichshafen
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Besser gereinigtes Abwasser in den Bodensee durch weniger und größere Kläranlagen im Bodenseekreis.
Das Regierungspräsidium Tübingen unterstützt mit Landesmitteln in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro den Bau einer über fünf Kilometer langen Druckleitung für das Abwasser von Oberteuringen zur Kläranlage Friedrichshafen und die Stilllegung der kleinen Kläranlage in Oberteuringen.
„Der Bodenseekreis übernimmt in Sachen Gewässerschutz nicht nur innerhalb Baden-Württembergs eine Vorreiterrolle. Mit der Fachförderung unterstützen wir die vorbildliche, interkommunale Zusammenarbeit und helfen bei der Realisierung einer zukunftsfähigen Infrastruktur im Abwasserbereich“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.
Umweltministerin Thekla Walker sagt: „Investitionen in eine effiziente und nachhaltige Abwasserbehandlung sind Investitionen in die Zukunft. Als Land unterstützen wir die Maßnahmen in Oberteuringen gern, denn sie sind sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht ein Gewinn.“
Der Bau des sieben Millionen Euro Projekts ist nach einem ehrgeizigen Zeitplan komplett ohne Bauabschnitte in einem Jahr und damit in einer neuen Höchstgeschwindigkeit geplant. Das Projekt soll 2027 abgeschlossen sein.
Ein vorgelagertes, ebenfalls vom Regierungspräsidium gefördertes Strukturgutachten kam im Jahr 2022 zum Ergebnis, dass auf lange Sicht ein Anschluss an die Kläranlage Friedrichshafen wirtschaftlicher ist, als der Weiterbetrieb der Kläranlage in Oberteuringen. Bei der Ausführungsart ist hier das sogenannte „Spülbohrverfahren“ am wirtschaftlichsten. Es sind nur Ziel- und Startgruben notwendig, ansonsten wird grabenlos unterirdisch gearbeitet. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Einschränkungen während der Bauphasen für die Verkehrsteilnehmenden geringer sind. Knapp 90 Prozent der über fünf Kilometer langen Leitung sind im Spülbohrverfahren geplant. Im Trassenverlauf wird zweimal der Rohrbach und einmal die Rotach im Spülbohrverfahren unterquert.
Hintergrundinformationen:
Kleine Kläranlagen sind in der Fachsprache Kläranlagen wie z.B. die in Oberteuringen mit 6.000 sogenannten Einwohnerwerten. Durch den Anschluss des Abwassers aus Oberteuringen an das Kanalnetz von Friedrichshafen wird dieses Abwasser künftig auf der größeren Kläranlage Friedrichshafen mit 87.000 Einwohnerwerte mitgereinigt. Dies bedeutet eine Reinigung über eine sogenannte vierte Reinigungsstufe mit Ozonung.
Die vierte Reinigungsstufe reduziert auch Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückstände, Industrie- und Haushaltchemikalien, Pflege- und Reinigungsmittel oder landwirtschaftliche Pestizide und Insektizide. Außerdem sind größere Kläranlagen ausfallsicherer und haben einen stabileren Betrieb. Dass für große Kläranlagen leichter qualifiziertes Fachpersonal gefunden werden kann, ist ein weiterer Vorteil. Das in der Kläranlage Friedrichshafen gereinigte Abwasser wird direkt in den Bodensee geleitet.
Plan: