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Neue Aufgabe, großes Thema: Sicherheit in der Gentechnik
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Dr. Daniela Kelm (Referat 57 – Gentechnikaufsicht) wurde als deutsche Vertreterin im European Enforcement Project (EEP) benannt.
Was ist das European Enforcement Project (EEP)?
Das EEP ist ein europaweites Netzwerk von Behörden. Es ermöglicht den fachlichen Austausch, gemeinsame Lernprozesse und eine möglichst einheitliche Umsetzung von Sicherheitsstandards – damit gentechnische Arbeiten in Europa verantwortungsvoll und sicher erfolgen.
Warum ist das auch für Bürgerinnen und Bürger relevant?
Viele Dinge, die unseren Alltag sicherer machen, entstehen in Forschung und Entwicklung mit gentechnischen Verfahren – zum Beispiel:
- Diagnostik (etwa Tests zur Früherkennung von Krankheiten),
- Medikamente und Impfstoffe,
- Forschung, die Krankheitsursachen besser verständlich macht.
Unsere Aufgabe in Baden-Württemberg
Das Referat 57 – Gentechnikaufsicht am Regierungspräsidium Tübingen ist landesweit zuständig für die Zulassung, Überwachung und Beratung gentechnischer Anlagen. Ziel ist, Mensch und Umwelt zu schützen und gleichzeitig Forschung und Innovation zu ermöglichen.
In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 1.200 zugelassene gentechnische Anlagen – an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, bei privaten Betreibern (z. B. Pharma/Diagnostik) sowie an Schulen. Freisetzungsversuche oder der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen werden in Baden-Württemberg seit einigen Jahren nicht mehr praktiziert.
Wir wünschen Dr. Daniela Kelm für ihre neue Aufgabe im europäischen Netzwerk viel Erfolg.
Weitere Infos zum Referat Gentechnikaufsicht: https://rpt.baden-wuerttemberg.de/abt5/referat-57/