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Mobilität

B 463, Instandsetzung Tunnel Albstadt-Laufen

Aktualisierung von Hard- und Softwarekomponenten führt zu neuem Freigabetermin

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Das Foto zeigt den Tunnel in Albstadt-Laufen von innen

Seit Oktober 2024 laufen die Instandsetzungsarbeiten am Tunnel in Albstadt-Laufen. Bestandteil der Instandsetzungsarbeiten ist ein kompletter Austausch der alten Betriebstechnik und eine Neuausstattung mit aktuellen Hardware- und Softwarekomponenten. Die ursprünglich vorhandene Technik des Tunnel Albstadt-Laufen stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 2001.

Da die Tunnelbetriebstechnik auf Grund des erforderlichen Eingriffs in den Verkehrsraum - verbunden mit einer Sperrung des Tunnel - nicht fortlaufend ausgetauscht werden kann, hat sich das Regierungspräsidium Tübingen entschlossen, neue zukunftsfähige Hardware- und Softwarekomponenten einzubauen, um so eine erneute Sperrung des Tunnels für eine dann später erforderliche Nachrüstung zu vermeiden. Nach Lieferung und Einbau dieser Elemente beginnen die eigentlichen Sicherheitstests des Tunnels. Erfolgreich durchgeführte Sicherheitstests sind Voraussetzung, um die erforderliche Vollübung mit den zuständigen Rettungskräften zu ermöglichen. Erst dann ist die Freigabe des Tunnels möglich. Hintergrund ist, dass sich die Rettungskräfte nach einer durchgeführten Vollübung bei einem realen Ereignis schnell vor Ort orientieren können, um so die Rettungskette reibungslos in einander greifen zu lassen.

Die Betriebstechnik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Diese Änderungen werden jetzt berücksichtigt, dadurch musste jedoch der geplante Ablauf zeitlich angepasst werden, die zeitlichen Verschiebungen konnten nicht vollständig kompensiert werden. Dadurch verschiebt sich die ursprünglich für Ende Januar/Anfang Februar 2026 geplante Freigabe des Tunnels. Ziel des Regierungspräsidiums Tübingen ist es, die Vollübung mit den Rettungskräften im März 2026 durchzuführen, so dass bei einem erfolgreichen Verlauf nach derzeitigem Stand eine Freigabe des Tunnels in Albstadt-Laufen im April 2026 erfolgen könnte.

Die bisherige Umleitung bleibt bestehen.

Hintergrundinformationen: 

Die neu eingebaute Betriebstechnik im Tunnel Albstadt-Laufen umfasst eine Neuverkabelung im Umfang von ca. 64 Kilometern, den Einbau von neuen stromsparenden LED- Beleuchtungselementen, Notrufkabinen, Fluchttüren, Fluchtwegkennzeichnungen, Kameras, Lautsprechern und Leiteinrichtungen. Um Strom einzusparen, sind Photovoltaik- Elemente auf der Balinger Seite für die Tunnelbeleuchtung aufgebaut worden. Für den Brandfall, der über ein neues, in der Decke eingebautes Branddetektionskabel erkannt wird, sind insgesamt vier Strahlventilatoren eingebaut. Diese werden bei Bedarf dafür verwendet, die Luftgeschwindigkeit im Tunnel zu steuern, die Luft reinzuhalten und klare Sichtverhältnisse zu schaffen. Die Ansteuerung erfolgt über diverse Messungen der Sichttrübung, der Luftströmung und des CO-Gehalts im Tunnel. Für die Rettungskräfte wird zudem ein Tunnelfunk installiert. Um ausreichend Löschwasser im Tunnel zur Verfügung zu haben, erfolgt die Verlegung einer Löschwasserleitung im Tunnel mit fünf Überflurhydranten und der Einbau einer Druckerhöhungsanlage. Um bei einem Stromausfall eine Notbeleuchtung im Tunnel zu gewährleisten, sind Batterien zur Sicherstellung einer ausreichenden Beleuchtung eingebaut. Auf der Westseite wurde das vorhandene Betriebsgebäude um ein Stockwerk erhöht und ein Havariebecken zum Auffangen des kontaminierten Löschwassers im Brandfall geschaffen. Im Vorfeld der Tunnelportale werden Wechselverkehrszeichen aufgebaut, die die Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf bestehende Gefahrensituationen hinweisen und die Verkehrsführung vorgeben.

Erst nach erfolgreich durchgeführten Sicherheitstests, bei denen das Zusammenspiel der oben genannten Sicherheitskomponenten geprüft wurde, kann eine Vollübung mit den Rettungskräften stattfinden und im Nachgang eine Freigabe des Tunnels für den öffentlichen Verkehr erfolgen.

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