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Fast Fashion im Onlinehandel: Marktüberwachung Baden-Württemberg stellt bei jedem zweiten Kleidungsstück Kennzeichnungsmängel fest
Am 15. März ist Deutscher Verbrauchertag!
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Im Rahmen des Jahresschwerpunkts 2025 hat die Marktüberwachung Baden-Württemberg die Kennzeichnung von Textilprodukten im Onlinehandel genauer unter die Lupe genommen. Im Fokus stand dabei insbesondere der Bereich der sogenannten Fast Fashion – also schnell produzierte, häufig wechselnde Modeartikel, die überwiegend über Internetplattformen vertrieben werden.
Für die Untersuchung wurden stichprobenhaft Textilprodukte aus der Europäischen Union, aber auch aus außereuropäischen Drittstaaten ausgewählt. Im Labor wurde geprüft, ob die tatsächliche Faserzusammensetzung der Produkte mit den Angaben auf den Etiketten übereinstimmt.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Defizite: Mehr als die Hälfte der untersuchten Fast-Fashion-Produkte wies Mängel auf. In zahlreichen Fällen waren die Kennzeichnungen unvollständig oder fehlerhaft– und das sowohl bei Importwaren aus Drittstaaten als auch bei Erzeugnissen aus dem EU-Binnenmarkt.
Hintergrund:
Stichprobenartige Kontrollen dieser Art sind ein zentraler Bestandteil der Marktüberwachung. Sie tragen dazu bei, Missstände (Verstöße) frühzeitig zu erkennen und den Verbraucherschutz zu stärken. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass für alle Marktteilnehmenden faire Wettbewerbsbedingungen gelten. Darüber hinaus leisten die Untersuchungen dieser Art einen wichtigen Beitrag dazu, das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher für transparente Produktinformationen und Qualität im Textilbereich zu schärfen.
Informationen zur Arbeit der Marktüberwachung Baden-Württemberg