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NeubauNeubau der B 311 bei Erbach als Querspange zur B 30

Das Vorhaben umfasst den Neubau der B 311 bei Erbach als Querspange zur B 30. Die Trasse beginnt in Höhe von Oberdischingen, verläuft nördlich von Ersingen, südlich von Dellmensingen und schließt östlich von Dellmensingen im Bereich der Brücke über die Schmiehe und die K 7373 an die zweibahnige B 30 Ulm-Biberach an.

Da die zweibahnige B 30 noch über genügend freie Kapazitäten verfügt, soll mit Hilfe dieser Querspange der Ost-West-Verkehr der B 311 mit der B 30 gebündelt werden, um Erbach, seine Teilgemeinden sowie die Stadt Ulm zu entlasten.

Mehrere Personen durchschneiden ein Band. Das Band ist in den Farben der Deutschland-Flagge gestreift.

Aktueller Stand

Die Querspange wurde am 20.12.2024 feierlich freigegeben. Das Ziel, die Maßnahme bis Ende des Jahres verkehrswirksam zu übergeben, konnte so erreicht werden. Seitdem rollt der Verkehr auf der neuen Trasse.  

Nun werden noch ausstehende Begleitwege hergestellt, Pflanzungen und Grünpflege vorgenommen sowie Ausgleichsmaßnahmen zum Naturschutz geplant und durchgeführt.

Daten und Fakten

Gesamtlänge: ca. 5,9 km (Strecke) und ca. 4,2 km (Anschlussstrecken und Rampen)
Querschnitt: Regelquerschnitt 10,5 m
Straßenfläche: ca. 60.000 m²
Ingenieurbauwerke: 14 Brückenbauwerke
Flächenbedarf Gesamtvorhaben: ca. 14 ha (ohne Kompensation)
Verkehrsprognose 2025: 12.600–15.600 Kfz/24 h (Querspange)
Gesamtkosten: 69 Mio. Euro (Stand 2024)

Pläne und Unterlagen auf einen Klick

Titel Dateityp Größe
Übersichtslageplan pdf 363 KB

Chronik der Maßnahme

20.12.2024

Feierliche Verkehrsfreigabe
Juni 2022 Beginn der Straßenbauarbeiten
2020-2024 Bau der Brückenbauwerke
Oktober 2019 Änderung des Planfeststellungsbeschlusses (bestandskräftig)
Mai 2019 - Juli 2020 Bauwerk 5 (Brücke über die DB)
September 2018 - Juni 2019 Umsetzung von CEF-Maßnahmen (u.a. Renaturierung der Rot, Feldlerchenblühstreifen, Ersatzlebensräume für Zauneidechsen, Auwaldentwicklung)
Mai 2017 - Juli 2018 Anlage eines regelbaren Polders
04.08.2017 Feierlicher Spatenstich
Juli 2015 Baumittelfreigabe durch den Bund
August 2013 Bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss
Dezember 2011 Planfeststellungsbeschluss

Brückenbauwerke

Im Zuge der Maßnahme werden 14 Brückenbauwerke errichtet. Hervorzuheben sind zwei Brücken, die im Zuge der Trasse der B 311 neu die Donau und den Donaukanal auf kürzestem Wege rechtwinklig zum Verlauf dieser beiden Gewässer queren, nämlich die Bauwerke 2 und 3 mit einer lichten Weite von jeweils ca. 114 m.

Naturschutzfachliches Ausgleichskonzept

Regelbarer Polder

Vor Baubeginn der Straßen- und Brückenbauarbeiten waren umfangreiche landschaftspflegerische und artenschutzrechtliche Vorarbeiten (sogenannte CEF-Maßnahmen) notwendig. Im Mai 2017 wurde mit der Umsetzung einer ersten CEF-Maßnahme, dem Bau eines rd. 5,8 ha großen Limikolengewässers (ein sogenannter Polder), begonnen. Seit Juli 2018 ist dieser Polder im Regelbetrieb.

Renaturierung eines Abschnitts der Rot

Eine weitere CEF-Maßnahme ist die Renaturierung eines Abschnitts der Rot. Hier wurde ein 30 m breiter Uferstreifen angelegt. Er bietet Lebensraum für viele auentypische Tier- und Pflanzenarten.

Kontakt

Regierungspräsidium Tübingen
 

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