Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Pressemitteilung

Grenzüberschreitender Moorschutz

Lesezeit:

Teilen via:

Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und Dr. Erwin Lohner bei der Besiegelung der länderübergreifenden Koopertion
Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und Dr. Erwin Lohner
Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und Dr. Erwin Lohner
Hinweistafel Naturschutzgebiet Degermoos
Hinweistafel Naturschutzgebiet Degermoos
Hinweistafel Naturschutzgebiet Degermoos

Anlässlich der Besiegelung einer länderübergreifenden Kooperation im Moorschutz kamen heute die Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Schwaben, Dr. Erwin Lohner, und des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser, im Degermoos zwischen Wangen im Allgäu, Hergatz und Hergensweiler zusammen. Dort soll in den nächsten Jahren länderübergreifend ein gemeinsames Moor- und Naturschutzprojekt umgesetzt werden.

 

Der Erhalt und die Entwicklung von Moorlebensräumen spielen für den Klima- und den Naturschutz eine herausragende Rolle.

Ein besonders wichtiges Moorgebiet ist das „Degermoos“ im Grenzbereich zwischen den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Aufgrund der Vielzahl der dort vorkommenden Moorlebensräume und Arten ist das Gebiet naturschutzfachlich von bundesweiter Bedeutung. Beiderseits der Landesgrenzen ist das Moor als Naturschutz- und Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen. Wie die meisten Moorgebiete sind auch die Moore im und um das Degermoos im Laufe der Zeit durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung stark beeinträchtigt. Wirksame Maßnahmen zu deren Schutz sind dort jedoch nur über die Landesgrenzen hinweg möglich. Die Landesregierungen haben daher eine verstärkte Zusammenarbeit im Moor- und Naturschutz vereinbart und in einem gemeinschaftlichen Kabinettsbeschluss festgehalten. In einem ersten gemeinsamen Projekt sollen nun die Renaturierung der Moore im Degermoos und Maßnahmen für die sehr seltenen Arten von Moorlebensräumen umgesetzt werden. Dazu haben sich heute die Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Schwaben, Erwin Lohner, und des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser, getroffen und die dafür notwendige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Der Schutz des Klimas und der Erhalt der Biodiversität sind große Herausforderungen, mit denen wir heute konfrontiert sind. Nur wenn diese Aufgaben nachhaltig und erfolgreich gelöst werden, können wir sicher für die Zukunft planen,“ betont Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Mit diesem Projekt haben wir die Chance, gemeinsam mit unseren Kollegen aus Bayern, den Kommunen, den Landkreisen und der Bevölkerung einen großen Beitrag für den Moor- und Naturschutz zu leisten.“

Als erste Maßnahmen werden notwendige Gutachten für eine konkrete Umsetzungsplanung zur Wiedervernässung und zur Förderung der besonders bedeutenden Tier- und Pflanzenwelt beauftragt, die in der Folge realisiert werden. „Es muss uns klar sein, dass derartige Projekte sehr umfangreich sind und für eine erfolgreiche Umsetzung viel Zeit und Ressourcen benötigen. Wir müssen uns daher noch etwas gedulden, bis wir die Effekte wahrnehmen können,“ äußert sich Regierungspräsident Erwin Lohner, „die Erfahrung zeigt uns aber, dass wir danach umso größere Erfolge verzeichnen können“.

Die Renaturierung des Degermooses ist den Regierungspräsidenten nicht nur aus Naturschutzgründen sehr wichtig. Naturnahe und nasse Moore speichern riesige Mengen Kohlenstoff. „Durch die Trockenlegung von Mooren gelangen sehr viel Kohlendioxid und andere klimaschädigende Gase in die Atmosphäre, wodurch das Klima nachhaltig beeinträchtigt wird,“ hebt Lohner hervor, „der Schutz verbliebener naturnaher Moore und das Wiedervernässen trockengelegter Moorböden ist dadurch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.“

 

Hintergrundinformationen:

Die Landesregierungen von Bayern und Baden-Württemberg haben die Zusammenarbeit im Moorschutz in einem gemeinschaftlichen Kabinettsbeschluss vom 23. Juli 2019 bekräftigt. Eines der vorgesehenen Projektgebiete ist das Degermoos. Das Projektgebiet umfasst ca. 1.000 ha und liegt in den Landkreisen Lindau und Ravensburg. Ein Teil der Kulisse ist Bestandteil verschiedener Schutzgebiete, wobei auf bayerischer Seite das FFH-Gebiet „Stockenweiler Weiher, Degermoos, Schwarzenbach“ sowie die Naturschutzgebiete „Degermoos“ und „Stockenweiler Weiher“, auf baden-württembergischer Seite Teile des FFH-Gebiets „Obere Argen und Seitentäler“ sowie das Naturschutzgebiet „Rotasweiher-Degermoos“ und das Landschaftsschutzgebiet „Moor- und Hügelland südlich Wangen im Allgäu“ gemeint sind. Mit 485 ha liegt der etwas kleinere Teil des Projektgebiets in Baden-Württemberg. 515 ha entfallen auf Bayern.

Ziele des länderübergreifenden Moorschutzprojekts sind die Renaturierung des Degermooses (im Besonderen durch Wiederherstellung der moorökologischen Funktionen und die hydrologische Sanierung für den Erhalt des Moorkörpers) sowie die Stärkung des Biotopverbunds zwischen den verschiedenen Moorteilen und der Umgebung. Aktuell wird die Vergabe von Gutachten vorbereitet, die die Grundlage für eine konkrete Umsetzungsplanung zur Erreichung der Projektziele darstellen. In den folgenden Jahren sollen die Maßnahmen umgesetzt werden.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Das Foto zeigt ein Luftbild eines Kreisverkehrs des ersten Teilabschnitts der neuen Ortsumgehumg Rißtissen

    L 259 Neubau der Ortsumgehung Rißtissen

    | Straßen

    Fertiger Teilabschnitt bringt erste Entlastung für Rißtissen

  • Das Foto zeigt die B 28. Daneben einen frisch asphaltieren Radweg. Im Hintergrund sieht man die im Bau befindliche Fuß- und Radwegbrücke in Bad Urach

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und „Hochhaus“

    | Brücken

    Einheben des letzten Segments bei der Fuß- und Radwegbrücke über die B 28 am Freitagabend, 16. Oktober 2026. Geänderte Verkehrsführung in der Stuttgarter Straße ab…

  • Das Foto zeigt mehrere vom Borkenkäfer befallene Bäume in einem Waldstück

    Hiebsmaßnahme aus Waldschutzgründen in der Kernzone im Gemeindewald Engstingen

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Riechen, schmecken, verkosten – die faszinierende Welt der Gewürze

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt den frisch asphaltierten Neckartalradweg an der B 297 bei Kirchentellinsfurt

    B 297 Neckartalradweg zwischen Kirchentellinsfurt und Reutlingen-Altenburg

    | Radverkehr

    Umstellung auf die nächsten Bauabschnitte ab Dienstag, 13. Oktober 2026

     

  • Das Foto zeigt das Urbachviadukt B 30 von unten

    B 30 Urbachviadukt bei Bad Waldsee – Installation eines Monitoringsystems

    | Mobilität, Verkehr und Straßen

    Installationsarbeiten von Dienstag, 6. Oktober 2026 bis Freitag, 30. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 30 bei Balingen mit erneuerter Fahrbahndecke

    B 27 Fahrbahndeckenerneuerung Balingen-Endingen bis Balingen-Nord

    | Straßen

    Fertigstellung der Hauptbauleistungen mit Verbesserung des Lärmschutzes am Montag, 12.10.2026

  • Freiderick-Logo; man sieht einen Schriftzug auf blauen Hintergrund und eine Maus

    Mehr Lust auf Lesen: Der Frederick Tag, das große landesweite Literatur- und Lese-Fest, beginnt am 12. Oktober 2026

    | Bibliotheken
  • Das Foto zeigt die sanierte Fahrbahn auf der B 32 mit neu hergestelltem Rad- und Gehweg zwischen Eggwald und Rotheidlen

    B 32 Straßenbauarbeiten zwischen Grünkraut-Eggwald und Bodnegg-Rotheidlen

    | Straßen

    Abschluss der Maßnahme am Freitag, 9. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt den Bahnübergang „Wasserfall“ in Bad Urach. Auf der linken Seite sieht man Absperrungen.

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und „Hochhaus“

    | Straßen

    Bauarbeiten am Bahnübergang „Wasserfall“ mit Vollsperrung der Straße zum Wasserfall vom 16. bis zum 20. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 10 zwischen Eisenharz und Dorenwaid

    B 12 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Argenbühl Eisenharz und Isny-Dorenwaid

    | Straßen

    Baubeginn am Montag, 12. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt Wiesen und Felder des Naturschutzgebiets Rotasweiher-Degermoos aus der Luft

    Renaturierung im Degermoos geht am Kohlbrunnenweiher weiter

    | Moormanagement
  • Das Foto zeigt mehrere Presonen in der Backstube der Bio-Bäckerei Berger. Man sieht große Rührmaschinen und weitere Backgeräte.

    Partner laden Partner ein

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Das Foto zeigt die schadhafte Fahrbahndecke auf der L 317 zwischen Oberankenreute und Wassers

    L 317 Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Schlier Oberankenreute und Wolfegg-Wassers

    | Straßen

    Fertigstellung am Freitag, 9. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die L 207 die vor einer Rechtskurve durch das Ende eines Waldstücks führt. Rechts sieht man ein Tempobegrenzungsschild mit der Aufschrift 70; darunter ein Überholschild.

    L 200 Fahrbahndeckenerneuerung Ahäusle - Altheim

    | Straßen

    Vollsperrung im Zuge des Ersatzneubaus über den Erlengraben bei Altheim bis Ende Oktober

  • Das Foto zeigt eine Person an einem Hang bei Gehölzpflegearbeiten

    Wenn weniger Gehölz mehr Lebensraum bedeutet

    | Artenschutz
  • Das Foto zeigt die Umleitungsskizze L 207 zwischen Deggenhausertal-Ellenfurt und Heiligenberg-Echbeck

    L 207 Erhaltungsmaßnahmen zwischen Deggenhausertal-Ellenfurt und Heiligenberg-Echbeck

    | Straßen

    Fahrbahnsanierung unter Vollsperrung zwischen Ellenfurt und Unterboshasel ab Montag, 5. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die B 28 die durch die Ortsdurchfahrt Feldstetten führt.

    B 28 Fahrbahndeckenerneuerung der Ortsdurchfahrt Feldstetten

    | Straßen

    Vollsperrung im Baustellenbereich ab Montag, 5. Oktober bis voraussichtlich Samstag den 31. Oktober 2026

  • Das Foto zeigt die Brücke über die L 1165 bei Ulm-Lehr von unten.

    B 10 Teilinstandsetzung der Brücke über die L 1165 bei Ulm/Lehr ab 5. Oktober 2026 bis voraussichtlich Anfang November 2026

    | Brücken
  • Das Foto zeigt ein Gruppenbild der Mitarbeitenden der Geschäftsstelle Biosphärengebeit Schwäbische Alb vor dem Biosphärenzentrum Schwäbische Alb. Drei Mitarbeitende halten den Antrag auf UNESCO-Anerkennung in der Hand.

    Biosphärengebiet Schwäbische Alb reicht Antrag auf erneute UNESCO-Anerkennung ein

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb