Lesezeit:
Biosphärengebiet Schwäbische Alb reicht Antrag auf erneute UNESCO-Anerkennung ein
Lesezeit:
Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist seit 2009 von der UNESCO anerkannt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Gebietserweiterung im April 2026 bewirbt sich das Biosphärengebiet nun für eine erneute Anerkennung durch die UNESCO. Der entsprechende Antrag wurde in diesen Tagen beim deutschen Nationalkomitee für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ eingereicht. Im nächsten Schritt wird das Komitee den Antrag an die UNESCO weiterreichen. Eine Entscheidung der UNESCO ist im Sommer 2027 zu erwarten.
Neben dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb arbeiteten viele Akteurinnen und Akteure aus dem Biosphärengebiet am Antrag mit. Das Dokument wurde mit den Mitgliedern des Lenkungskreises des Biosphärengebiets, dem Vorstand und dem Beirat des Vereins Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V., den drei am Biosphärengebiet beteiligten Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen sowie den 36 beteiligten Mitgliedskommunen abgestimmt.
Der Antrag stellt nicht nur eine Bestandsaufnahme der Ziele, Aktivitäten und Besonderheiten des Biosphärengebiets dar, sondern hebt den Mehrwert der Gebietserweiterung hervor. Neben den hinzugekommenen Lebensräumen und der damit verbundenen herausragenden Artenvielfalt des Biosphärengebiets zeigt der Antrag auch wirtschaftliche und soziale Hintergründe und Potenziale auf. Damit wird verdeutlicht, wie das Biosphärengebiet die vorgeschriebenen Kriterien und Ziele der UNESCO für Biosphärenreservate in beeindruckender Weise erfüllt. Unterschrieben wurde der Antrag von Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen, den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen und den 36 Mitgliedskommunen des Biosphärengebiets.
Ministerin Thekla Walker sieht der Entscheidung positiv entgegen: „Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb gilt weltweit als modellhaft. Bereits 2021 würdigte die UNESCO die so erfolgreiche nachhaltige Entwicklung des Gebiets und erneuerte die Zertifizierung. Ich bin zuversichtlich, dass auch die zahlreichen Bereicherungen durch die Gebietserweiterung die UNESCO überzeugen und sie die wertvolle Anerkennung erneut ausspricht“.
Es hat sich in den zurückliegenden Jahren gezeigt, dass die UNESCO-Anerkennung für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb von großer Bedeutung ist. Diese trägt zur Würdigung des Engagements vieler Akteurinnen und Akteure in der Region für eine nachhaltige Entwicklung bei und stärkt gleichzeitig das Zusammengehörigkeitsgefühl und die regionale Identität.
Die UNESCO-Anerkennung hat stets eine Gültigkeit von zehn Jahren. Im Rahmen der ersten periodischen UNESCO-Überprüfung wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb innerhalb des Weltnetzes der insgesamt 784 Biosphärenreservate in 140 Ländern als besonders modellhaft gewürdigt. Aufgrund der 2026 abgeschlossenen Erweiterung der Gebietskulisse steht die nächste Überprüfung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb in seiner Gesamtheit bereits zum jetzigen Zeitpunkt an und nicht erst nach Ablauf der üblichen zehn Jahre.
Hintergrundinformationen:
Der komplette Antrag sowie weitere Informationen zur seit April 2026 abgeschlossenen Gebietserweiterung und zur erweiterten Gebietskulisse sind online unter https://www.biosphaerengebiet-alb.de/biosphaerengebiet/gebietserweiterung zu finden.
Bildunterschrift:
Mitarbeitende der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit dem Antrag auf UNESCO-Anerkennung; Fotografie: Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb.