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Medienmitteilung

Kommunen fördern biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Bei einer Informationsveranstaltung am 30.11.2016 wurden die Projektergebnisse vorgestellt.

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​In einem Modellprojekt des Förderprogramms „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ wurden für die Städte Metzingen, Münsingen und Reutlingen Maßnahmenkonzepte für die Aufwertung der biologischen Vielfalt auf innerörtlichen Grün- und Verkehrsbegleitflächen erarbeitet. Auf einer Informationsveranstaltung für alle Kommunen des Biosphärengebiets wurden die Projektergebnisse sowie Fördermöglichkeiten vorgestellt – und zum Mitmachen beim Erhalt der biologischen Vielfalt ermuntert.

Mit artenreichen buntblühenden Wiesenflächen, heimischen Wildstauden und Wildsträucherhecken können auch innerorts wertvolle Nahrungsflächen für Bienen, Schmetterlinge und Vögel entwickelt werden. Kommunale Grünflächen, Parks, Verkehrsbegleitflächen oder Dachgärten bieten sich hierfür an. Gleichzeitig laden die naturnah und attraktiv gestalteten Bereiche zum Naturerlebnis ein, bereichern das Stadtbild und erhöhen so die Wohnqualität in der Kommune.

 

Im Rahmen eines Modellprojekts des Förderprogramms „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ wurden für die Städte Metzingen, Münsingen und Reutlingen in Abstimmung mit den Stadtverwaltungen Maßnahmenkonzepte für eine naturverträgliche Gestaltung im Siedlungsbereich erarbeitet. Das Projekt wurde von Prof. Dr. Konrad Reidl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen koordiniert und durch das Büro werKstatt.landschaft GbR aus Reutlingen umgesetzt.

 

Bei einer Informationsveranstaltung am 30.11.2016 im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb in Münsingen wurden die Projektergebnisse vorgestellt und weitere Fördermöglichkeiten von Seiten des Biosphärengebiets, aber auch anderer Institutionen erläutert.

Prof. Dr. Konrad Reidl stellte in seinem Einführungsvortrag aktuelle Forschungsergebnisse vor, die zeigen, dass bei entsprechender Gestaltung auch in Siedlungs- und Gewerbegebieten eine überraschend hohe Artenvielfalt festgestellt werden kann. Er erläuterte Studien zu sogenannten „Ökosystem-Dienstleistungen“, die belegen, welche Dienste die Natur direkt für den Menschen erbringt – zum Beispiel durch die Bestäubung von Nutzpflanzen durch Bienen.

 

Frau Angelika Jany vom Büro werKstatt.landschaft präsentierte Beispiele der gemeinsam mit den Stadtverwaltungen für Metzingen, Münsingen und Reutlingen entwickelten Maßnahmenvorschläge. Beispiele sind die Anlage blütenreicher Wiesen, die Pflanzung gebietsheimischer Gehölze oder die naturnahe Pflege von Gewässerrandstreifen. Da es sehr wichtig ist, die Bürgerschaft über diese Maßnahmen zu informieren, stellte sie auch Beispiele erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema aus anderen Kommunen vor.

 

Dass es nicht nur bei einem Konzept bleiben soll, sondern auch an der Umsetzung der Maßnahmen gearbeitet wird, machten Vertreter der am Projekt beteiligten Städte deutlich. Sie stellten erste Maßnahmen vor, die bereits 2017 mit finanzieller Unterstützung durch das Biosphärengebiet umgesetzt werden sollen. In Reutlingen ist laut Helmut Reicherter, Fachgebietsleiter Grünflächenpflege beim Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt der Stadt Reutlingen, die Entwicklung einer blütenreichen Wildstaudenfläche mit gebietsheimischen Pflanzen im Volkspark vorgesehen. Alexander Bollheimer vom Geschäftsbereich Planen und Bauen der Stadt Metzingen stellte die Planung einer artenreichen Wildblumenwiese entlang des Spahlerbaches vor. Für Münsingen erläuterte Bertram Buchta, Stadtgärtner der Stadt Münsingen, die Neugestaltung des Straßenbegleitgrün im Verbund mit vorhandenen Parkplatzreihen.

 

Im Anschluss stellte Dr. Rüdiger Jooß von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets klar, dass entsprechende Fördermöglichkeiten allen Städten und Gemeinden des Biosphärengebiets zur Verfügung stehen. Er ermunterte zur Mitwirkung bei der Aufwertung der biologischen Vielfalt im Siedlungsbereich und bot an, bei Interesse als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Frau Angelika Jany erläuterte zudem weitere Fördermöglichkeiten, die auf Landes- und Bundesebene für Naturschutzmaßnahmen im Siedlungsbereich angeboten werden.

 

Abschließend stellte Tobias Herbst vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ die Initiative vor, die als bundesweites Netzwerk Informationsaustausch und Öffentlichkeitsarbeit betreibt und gemeinsam mit den Mitgliedern größere Umsetzungsprojekte initiiert.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Frau Katrin Rochner von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381/932938-21, oder Herr Simon Kistner, Pressereferent, Regierungspräsidium Tübingen, Telefon 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.

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