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Pressemitteilung

"Hügelgrab und Zangentor - Das spätkeltische Oppidum Heidengraben auf der Schwäbischen Alb"

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Blick auf den Heidegraben
Heidegraben
Heidegraben

Einladung zur Vortragsveranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - Ortskuratorium Neckar-Alb am 11. November 2021 um 18:00 Uhr im Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer-Str. 20, Großer Sitzungssaal.

Das Ortskuratorium Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt seine Vortragsreihe zu Denkmalschutzthemen im Regierungspräsidium Tübingen fort. Zum öffentlichen Vortrag von Dr. Jörg Bofinger und Dr. Gerd Stegmaier zum Thema „Hügelgrab und Zangentor - Das spätkeltische Oppidum Heidengraben auf der Schwäbischen Alb" am Donnerstag, 11. November 2021, um 18.00 Uhr im Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer-Straße 20, Foyer vor großem Sitzungssaal, 72072 Tübingen laden die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Ortskuratorium Neckar-Alb und das Regierungspräsidium Tübingen ein.

 

Der Eintritt ist frei. Auf Grund der aktuellen Corona-Regeln ist eine Anmeldung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter www.denkmalschutz.de/anmeldung erforderlich.

In Anlehnung an das Warnsystem, welches am 16. September 2021 in Baden-Württemberg in Kraft getreten ist, gilt die 3-G-Regelung. Sofern die Warnstufe erreicht ist, muss der Testnachweis über einen PCR-Test erfolgen. Bei Erreichen der Alarmstufe wird der Vortrag abgesagt.

 

Das spätkeltische Oppidum Heidengraben liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Stuttgart auf einer der Schwäbischen Alb vorgelagerten Hochfläche. Heute befinden sich auf dieser Hochfläche die Gemeinden Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler.

 

Mit einer Gesamtfläche von knapp 18 Quadratkilometern ist der Heidengraben auf der Vorderen Alb die größte befestigte Siedlung der keltischen Zeit auf dem europäischen Festland. Aufgrund seiner verkehrsgeografisch und territorial dominierenden Lage war der Heidengraben um 100 vor Christus ein bedeutendes Wirtschafts- und Handelszentrum, das große Teile Ost- und Westeuropas verband und weitreichende Kontakte bis in den Mittelmeerraum besaß. Seine Größe und Monumentalität, aber auch seine Sakral- und Ritualstrukturen, sind bislang einmalig im gesamten keltischen Kulturraum.

Im ersten Jahrhundert vor Christus erlebt der Heidengraben schließlich seinen Höhepunkt als ein von imposanten Befestigungsanlagen umgebenes sogenanntes keltisches Oppidum, wie Gaius Iulius Caesar solche stadtartigen Großsiedlungen bezeichnete, die wichtige politische, wirtschaftliche und religiöse Zentren darstellten. Mächtige Wallanlagen mit den typischen sogenannten Zangentoren sind am Heidengraben noch als beeindruckende Geländedenkmale erhalten.

 

Im Vortrag wird die vielfältige archäologische Landschaft am Heidengraben, deren Wurzeln bis in die Jungsteinzeit zurückreichen, illustriert an den Ergebnissen der neuesten Geländeforschungen, präsentiert werden. Dabei spielen altbekannte Fundorte, wie das Grabhügelfeld am Burrenhof mit seinen außergewöhnlichen Grabfunden ebenso eine wichtige Rolle wie neu entdeckte Siedlungsstrukturen aus der Bronzezeit und eisenzeitliche Opferplätze.

 

Dr. Bofinger hat in Tübingen studiert und promoviert und ist seit 2015 am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Landeskonservator bzw. Leiter des Referats „Operative Archäologie“. Dr. Stegmeier hat ebenfalls in Tübingen studiert und ist Lehrbeauftragter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard Karls Universität Tübingen.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3131, gerne zur Verfügung.

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