Zu den klassischen hoheitlichen Aufgabenschwerpunkten gehören nach wie vor die Prüfungen von Jagd-, Sport und Verteidigungswaffen.
Diese erfolgt für Hersteller, Händler, das Büchsenhandwerk, Importeure, Behörden, Jäger und Sportschützen. Ebenso erfolgt die Prüfung und Zulassung zugehöriger Munition nach den Vorschriften des Waffen- und Beschussgesetzes. Es werden jährlich ca. 200.000 bis 250.000 Waffen geprüft. Dies entspricht ca. 70% aller in Deutschland hergestellten erlaubnispflichtigen Waffen.
Zur Bewältigung dieser Aufgaben unterhält das Beschussamt in den Herstellerfirmen Blaser, Mauser und Sauer in Isny, Heckler & Koch sowie Feinwerkbau in Oberndorf, Anschütz und Walther in Ulm sogenannte Abfertigungsstellen, d.h. die Waffen werden direkt in den Produktionsstätten geprüft.
Bevor Waffen an Berechtigte abgegeben werden dürfen, müssen sie, neben der Kennzeichnung zur eindeutigen Identifizierung, Zuordnung und Rückführung einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden.
Die Verwendersicherheit wird durch strenge Anforderungen an Maßhaltigkeit, Funktions-sicherheit und Haltbarkeit einer Waffe garantiert . Beanstandungsquoten von ca. 0,8% bis zu 8% bei einzelnen Waffentypen zeigen auf, wie notwendig die Beschussprüfung nach wie vor ist, wenn man bedenkt, welche Gefahren von unsicheren Waffen ausgehen können.
In den Archiven des Beschussamtes Ulm befinden sich heute Waffendaten für ca. 14 Mio. Waffen, auf die Polizeibehörden bei Ermittlungen zurückgreifen können.