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Medienmitteilung

Unternehmen fördern biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

In einem Modellprojekt des Förderprogramms des Biosphärengebiets Schwäbische Alb wurden zahlreiche Möglichkeiten gezeigt

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​In einem Modellprojekt des Förderprogramms des Biosphärengebiets Schwäbische Alb wurden Firmen zahlreiche Möglichkeiten einer naturverträglichen Gestaltung von Betriebsflächen aufgezeigt. Häufig ist damit auch eine ästhetische Aufwertung verbunden. Eine neue, anschaulich gestaltete Broschüre informiert über die Chancen, ein Firmenareal zu einer „grünen Visitenkarte“ des Unternehmens zu entwickeln. Zwei Unternehmen in Münsingen setzen erste Maßnahmen um.

Damit unsere heimische Fauna und Flora in diesen wenig bekannten Refugien besser erhalten werden kann, hat die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen im Rahmen des Förderprogramms „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ das Projekt „Unternehmen und biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ durchgeführt. In den Jahren 2013 und 2014 wurden 35 Firmen im Biosphärengebiet im Rahmen einer Präsentation und vor allem mittels betriebsspezifischer Maßnahmenempfehlungen über die vielfältigen Möglichkeiten von naturverträglichen Gestaltungsmaßnahmen informiert.

 

Dabei schließen sich Ökologie und Ästhetik keineswegs aus. Im Gegenteil, die Natur eröffnet einen breiten Gestaltungsspielraum auch auf Betriebsflächen. So können dort bunte Blumenwiesen als Lebensraum für Schmetterlinge, idyllische Kleingewässer für Frösche und Lurche oder Trockenmauern für Eidechsen angelegt und gepflegt werden. Gleichzeitig sind sie Augenweide und kleine Oasen der Erholung für Kunden und Mitarbeiter. Durch den geringen Pflegeaufwand naturnaher Flächen können häufig auch Kosten eingespart werden.

 

Auf Grundlage der Erfahrungen der Vorjahre wurde die anschauliche Broschüre „Unternehmen schaffen biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ erarbeitet. Der Leitfaden hilft mit der richtigen Blühmischung, einen schnellen Einstieg in die naturnahe Gestaltung zu finden oder größere Maßnahmen wie ein Feuchtbiotop anzugehen. „Es war uns wichtig, das Thema praxisnah und mit regionalem Bezug darzustellen“ erläutert Dr. Rüdiger Jooß von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets. Prof. Dr. Konrad Reidl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ergänzt, dass „bereits mit kleinen Maßnahmen ein aktiver Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet werden kann“.

 

Dr. Markus Nawroth von der IHK Reutlingen hat die Bearbeitung der Broschüre begleitet. „Moderne Firmen achten heutzutage nicht mehr nur auf die wirtschaftliche Entwicklung, sondern im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auch auf soziale und ökologische Aspekte“, berichtet er aus seinen Erfahrungen bei der IHK. Angelika Jany vom projektausführenden Planungsbüro werKstatt.landschaft aus Reutlingen sieht ein großes Potential in der naturnahen Gestaltung von Betriebsflächen. Denn neben der ökologischen Wirkung „erwecken naturnah gestaltete Flächen auf jeden Fall die Aufmerksamkeit beim Passanten und sind immer ein attraktiver „Hingucker“, so die Planerin.

 

Die Firma F.K. Systembau in Münsingen möchte ihre erst vor fünf Jahren angelegten Freiflächen rund um das neue Verwaltungsgebäude mit Wildsträucherhecken und Apfelbäumen ergänzen. Die monotone Rasenfläche soll in eine bunte Blumenwiese umgewandelt werden, die attraktiv für Wildbienen und Schmetterlinge ist. In Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungszentrum Listhof Reutlingen plant die Firma Pirker + Pfeiffer Ingenieure aus Münsingen ein Wildbienenhotel, das einen weiteren Beitrag zum Erhalt dieser Insekten leistet. Auf der bunten Blumenwiese mit alten Streuobstbäumen, die das Firmengebäude umgibt, finden die Tiere auf ihrer Nahrungssuche ein vielfältiges Angebot.

 

Hintergrundinformation:
Die Broschüre „Unternehmen schaffen biologische Vielfalt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ ist in gedruckter Form kostenlos bei der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und als Download unter http://biosphaerengebiet-alb.de/index.php/service/downloads erhältlich.

 

Bildunterschrift:
Angelika Jany und Prof. Dr. Konrad Reidl präsentieren einen Ausblick auf die vorgesehene artenreiche Blumenwiese, die anstatt des Einheitsgrüns im Außenbereich der Firma F.K. Systembau angelegt werden soll. Dahinter von links nach rechts: Dr. Rüdiger Jooß, Ewald Schmauder von F.K. Systembau, Dr. Markus Nawroth von der IHK Reutlingen und Frank Bechle von F.K. Systembau;

Foto: Biosphärenzentrum Schwäbische Alb

 

Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Frau Katrin Rochner von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381/932938-21, oder Herr Simon Kistner, Pressereferent, Regierungspräsidium Tübingen, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.

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