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Medienmitteilung

Neue Anzeigetafel am Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach

RP Tübingen hat hat eine neue digitale Tafel zur Anzeige des Wasserpegelstandes installiert

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​Das Regierungspräsidium Tübingen hat unterhalb des Eingangs zur Wimsener Höhle an der Pegelanlage Wimsen/Zwiefalter Ach eine neue digitale Tafel zur Anzeige des Wasserpegelstandes und der Abflussmenge installiert.

„Pegelanlagen sind für den Hochwasserschutz unverzichtbar“, so der Leiter der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums Tübingen, Dietmar Enkel. Der Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach liefere wichtige Daten zur Vorhersage von Hochwasser.

 

Die durchschnittliche Abflussgeschwindigkeit der Zwiefalter Ach beträgt 588 Liter pro Sekunde. Bei Hochwasser fördert die Quelle allerdings in nur einer Sekunde bis zu 6.200 Liter – also mehr als das Zehnfache –, was einer Wassermenge von circa 25 Badewannen entspricht. Daraus können im Verlauf der Zwiefalter Ach Überschwemmungen und Hochwasserschäden resultieren. Eine rechtzeitige Warnung der Bevölkerung gelingt in solchen Fällen desto besser,  je mehr Messdaten  zur Verfügung stehen.

 

Alle 15 Minuten sendet die Pegelanlage Fließgeschwindigkeit, Pegelstand und meteorologische Daten an den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen und an die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe. Diese werten die Daten aus und registrieren kurzfristige Spitzen und langfristige Veränderungen.

 

Darüber hinaus sind die Pegeldaten für den vorbeugenden Hochwasserschutz unverzichtbar. Auf ihrer Grundlage können hydraulische Berechnungen im Rahmen wasserwirtschaftlicher und sonstiger Planungen angestellt werden. Beispiele hierfür sind die Erstellung von Hochwassergefahrenkarten oder die Planungen von Hochwasserschutzmaßnahmen und Brücken.

 

Das Besondere am Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach ist, dass dort die Fließgeschwindigkeit mit einem modernen Ultraschall-Abflussmesssystem anhand des Laufzeitunterschiedes von Ultraschalltönen gemessen und über den Wasserstand errechnet wird.

 

Weitere Informationen wie Lageberichte, aktuelle Daten und Hochwasserprognosen zu wichtigen Pegeln finden sich Im Internet unter www.hvz.baden-wuerttemberg.de.


Hintergrundinformation:
Die Zwiefalter Ach entspringt in der Wimsener Höhle. Diese wird daher auch als Achursprung bezeichnet. Bei dem Wasser der Quelle handelt es sich um Regenwasser, das auf der Schwäbischen Alb versickert und in Klüften und Höhlen bis zur Quelle fließt. Aus diesem Grund hängt die Schüttung der Quelle stark von den Niederschlagsverhältnissen ab.

 

Neben dem Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach betreibt der Landesbetrieb Gewässer im Regierungsbezirk Tübingen noch weitere 82 Pegelanlagen, die den Wasserstand laufend aufzeichnen und automatisch per Datenfernübertragung übermitteln.

 

Am Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach wird der Wasserstand kontinuierlich mittels eines Schwimmers und zusätzlich mit einem Radar gemessen. Der Abfluss wird normalerweise über die sogenannte Abflusskurve ermittelt. Diese gibt den Zusammenhang zwischen Wasserstand und Abfluss an einem bestimmten Pegel wieder. Am Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach lässt sich ein solcher Bezug aber nicht eindeutig herstellen. Der Abfluss wird zu sehr von der Stauhaltung der unterliegenden Wehranlage gestört.

 

Neben dem Hochwasserschutz dienen die Pegeldaten auch dazu, Wasserentnahmen oder Einleitungen aus Kläranlagen und deren Auswirkungen auf die Gewässer bei Niedrigwasserperioden beurteilen zu können.

 

Weiteres Anwendungsgebiet ist die Erforschung langfristiger Entwicklungen im Niederschlags-Abfluss-Verhalten, um Erkenntnisse zum Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft zu gewinnen.


Bildunterschrift:
Neue Anzeigetafel am Pegel Wimsen/Zwiefalter Ach; Fotografie: Regierungspräsidium Tübingen.


Hinweis für die Redaktionen:
Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Simon Kistner, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.

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