Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Pressemitteilung

Bevölkerungsschutz

Notfallstations-Übung des Regierungspräsidiums Tübingen, der acht Landkreise im Regierungsbezirk Tübingen und des Stadtkreises Ulm mit rund 170 Einsatzkräften und knapp 100 Mimen.

Lesezeit:

Teilen via:

Das Foto zeigt Regierungspräsident Klaus Tappeser, Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger, Bezirksbrandmeister Siegfried Holstein und weitere Personen in einer Halle
Regierungspräsident Klaus Tappeser (Mitte), Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger (3. v. r.) und Bezirksbrandmeister Siegfried Holstein (2. v. l) bei der Notfallstations-Übung in Bruchsaal
Regierungspräsident Klaus Tappeser (Mitte), Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger (3. v. r.) und Bezirksbrandmeister Siegfried Holstein (2. v. l) bei der Notfallstations-Übung in Bruchsaal
Das Foto zeigt alle Einsatzkräfte der Vollübung "Aufbau und Betrieb einer Notfallstation" der Landesfeuerwehrschule Bruchsal in einer großen Halle
Alle Einsatzkräfte der Vollübung "Aufbau und Betrieb einer Notfallstation" in der Landesfeuerwehrschule Bruchsal
Alle Einsatzkräfte der Vollübung "Aufbau und Betrieb einer Notfallstation" in der Landesfeuerwehrschule Bruchsal
Das Bild zeigt Regierungspräsident Klaus Tappeser und Prof. Dr. med. Matthias Port (Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München, Mitglied der Strahlenschutzkommission) und einen Hund der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm
Regierungspräsident Klaus Tappeser und Herr Prof. Dr. med. Matthias Port (Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München, Mitglied der Strahlenschutzkommission) bei der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm
Regierungspräsident Klaus Tappeser und Herr Prof. Dr. med. Matthias Port (Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München, Mitglied der Strahlenschutzkommission) bei der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm
Regierungspräsident Klaus Tappeser in einer Unterhaltung mit einer Mime (Darstellerin) bei der Kontaminationsprüfung
Regierungspräsident Klaus Tappeser in einer Unterhaltung mit einer Mime (Darstellerin) bei der Kontaminationsprüfung
Regierungspräsident Klaus Tappeser in einer Unterhaltung mit einer Mime (Darstellerin) bei der Kontaminationsprüfung

Regierungspräsident Tappeser: „Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich in einer Notfallstation das Zusammenwirken der Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen, der Feuerwehren und des THW bewährt. Ich bin beeindruckt von der Professionalität, mit der die hauptsächlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte gehandelt haben. “

 

Auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal hat am Samstag, 28. Oktober 2023, eine Katastrophenschutz-Vollübung des Regierungspräsidiums Tübingen und der Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Ravensburg, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalbkreis sowie der Stadt Ulm stattgefunden. Geübt wurden dabei sowohl der Aufbau einer Notfallstation in einem anderen Regierungsbezirk als auch die Funktionsweise und die Abläufe in einer solchen Station.

 

Regierungspräsident Klaus Tappeser war bei der bezirksweiten Vollübung vor Ort und zeigte sich beeindruckt: „Wir dürfen den Schutz unserer Bevölkerung nicht erst „im Ernstfall“ Ernst nehmen, sondern müssen uns auch um die Vorsorge kümmern. Hierzu sind Bevölkerungsschutzübungen unerlässlich. Mein großer Dank und Respekt gilt den Einsatzkräften, die mit ihrem selbstlosen Einsatz für andere einen wichtigen Beitrag zum Wohle der Menschen und für eine funktionierende Gesellschaft leisten. Ihnen und zugleich auch den vielen Menschen im Hintergrund, die Einsätze und Übungen grundsätzlich erst möglich machen danke ich ausdrücklich.“

Gefordert waren bei der Vollübung rund 170 Einsatzkräfte aus den Reihen des THW, der Hilfsorganisationen sowie der Feuerwehren des gesamten Regierungsbezirks Tübingen. „Beübt“ wurden die Einsatzkräfte durch knapp 100 Mimen. Die Mimen gehören ansonsten der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Rotes Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), dem Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD), dem Technischen Hilfswerk (THW) oder einer Feuerwehr an, oder sie wurden über den Landesverband Baden-Württemberg des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr gewonnen.

 

Der Schwerpunkt der Übung lag auf der Zusammenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften des THW, der Hilfsorganisationen sowie der Feuerwehren im Rahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr beim Aufbau und Betrieb einer Notfallstation. Der Fokus lag dabei auf der Behandlung der Mimen und ihrem reibungslosen Durchlauf durch die einzelnen Teilstationen der Notfallstation.

 

Um eine möglichst realitätsnahe Situation zu simulieren, hatte das Bundesamt für Strahlenschutz 100 unterschiedliche Darstellerkarten für die Mimen erstellt. Diese Darstellerkarten gaben jeweils Details und typische Symptome vor, auf die die Einsatzkräfte mit unterschiedlichen Handlungen / Maßnahmen zu reagieren hatten.

 

Hintergrundinformationen zur Notfallstation:

 

Notfallstationen dienen dazu, die betroffene Bevölkerung, aber ggf. auch Einsatzkräfte, auf eine mögliche Strahlenexposition hin zu untersuchen und etwaige weitere Maßnahmen einzuleiten. Jede Notfallstation ist für die Dekontamination von 1.000 Personen in 24h ausgelegt (Dekontamination = Entfernung einer oder mehrerer gefährlicher Substanzen von einer Oberfläche bzw. darunterliegenden Schichten). Nach der Rahmenempfehlung Notfallstation des Landes Baden-Württemberg werden Notfallstationen vorrangig bei radiologischen Lagen wie beispielsweise Unfälle bzw. Störfälle in Kernkraftwerken und Transportunfälle im Zusammenhang mit der Beförderung radiologischer Stoffe oder bei entsprechenden Unfällen in Unternehmen im radiologischen Sektor eingerichtet.

Ein solches Szenario verliert nicht an Aktualität, auch wenn die Kernkraftwerke in Deutschland seit März 2023 abgeschaltet sind. Auch künftig kann es zu Störfällen im näheren Ausland oder bei der Endlagerung atomarer Abfälle kommen. Zudem beschränken sich die Einsatzmöglichkeiten der Notfallstation nicht auf einen kerntechnischen Unfall: Zwischenzeitlich kann jede Notfallstation auch als „Chemievariante“ aufgebaut und betrieben werden.

 

Notfallstationen werden nach der Rahmenempfehlung Notfallstation des Landes Baden-Württemberg immer im jeweils sicheren Bereich eingerichtet. Die Rahmenempfehlung sieht dabei vor, dass die Notfallstation ggf. auch in einem anderen als dem eigenen Regierungsbezirk zu betreiben ist.

 

Für die Objektplanung einer Notfallstation sind ebenso wie für die Personalgestellung die unteren Katastrophenschutzbehörden zuständig. Die Landratsämter und in den Stadtkreisen die Bürgermeisterämter haben jeweils ein geeignetes Objekt zu beplanen. Somit stehen in Baden-Württemberg in jeder Lage genügend Objekte zur Verfügung.

 

Für die Notfallstation ist je Einsatztag ein 24h-Betrieb vorgegeben. Dafür ist ein Drei-Schicht-Modell notwendig. Pro Schicht sind für einen reibungslosen Ablauf einer Notfallstation ca. 200 Einsatzkräfte aus den Bereichen Feuerwehr, Sanitäts- und Betreuungsdienst, Psychosoziale Notfallversorgung, THW und Verwaltung erforderlich. Auch auf das Fachwissen von Strahlenschutzärzten bzw. Radiologen wird beim Betrieb einer Notfallstation zurückgegriffen. Lageabhängig werden diese durch Einsatzeinheiten des Polizeivollzugsdienstes, der Notfallrettung sowie ggf. privater Dienstleister unterstützt.

 

Dieser hohe Personalbedarf übersteigt bei Weitem die Kapazität eines einzelnen Landratsamts als untere Katastrophenschutzbehörde. Daher wird jede Notfallstation von einer Arbeitsgemeinschaft aus mehreren unteren Katastrophenschutzbehörden betrieben. Im Regierungsbezirk Tübingen haben die Kreise als untere Katastrophenschutzbehörden dafür zwei Arbeitsgemeinschaften gebildet:

 

  • AG Nord: Alb-Donau-Kreis, Biberach, Reutlingen, Tübingen, Ulm und Zollernalbkreis, FF: ZAK;
  • AG Süd: Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen, FF: BSK.

 

Hintergrundinformationen zum Katastrophenschutz:

 

Weitere Informationen zum Katastrophenschutz finden Sie auf der Internetpräsenz

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Sabrina Lorenz, Pressesprecherin, Telefon: 07071/757-3078, gerne zur Verfügung.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Zwei Frauen stehen hinter einem Messestand des Biosphärengebiets auf der CMT in Stuttgart. Zwei interessierte Personen informieren sich.

    Biosphärengebiet Schwäbische Alb auch 2026 auf der CMT

    | Biosphärengebiet Schwäbische Alb

    Genuss im Einklang mit der Natur

  • Das Foto zeigt Straßenbaumaßnahmen an der B 10 in Ulm. Im Hintergrund Industriegebäude und Wohnhäuser.

    Land unterstützt die Stadt Ulm bei Erneuerung der B 10 durch zusätzliche Fördermittel

    | Straßen

    Umsetzung eines neuen Planungsverfahrens zur Effizienzsteigerung

  • Das Foto zeigt den Neckar bei Rottenburg. Die Sonne spiegelt sich in Regenbogenfarben im Wasser.

    Gewässerschau am Neckar bei Rottenburg

    | Gewässer
  • Das Foto zeigt die Brücke B 31 im Wald. Darunter verläuft ein Feldweg

    B 31 Neubau der Brücken über den Goldbach bei Überlingen

    | Brücken

    Erkundungsbohrungen ab Montag, 12. Januar 2026

  • Das Foto zeigt eine Illustration auf der fünf Mäuse abgebildet sind. Zwischen den Mäusen sieht man einen Wecker, eine Glühbirne und ein Flugzeug

    Torben Kuhlmann | Illustrationen und Bücher

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 15. Januar bis zum 11. Februar 2026 in der Stadtbibliothek Bad Saulgau zu sehen

  • Das Foto zeigt einen frisch geteerten Weg, der auf eine Baustellenabsperrung zuläuft. Im Hintergrund am Hang sieht man eine Ortschaft.

    B 28 Bad Urach – Ausbau der Knotenpunkte „Wasserfall“ und „Hochhaus“

    | Straßen

    Geänderte Fußgängerführung am Knotenpunkt „Wasserfall“ ab dem 12. Januar 2026

  • Das Foto zeigt den Tunnel in Albstadt-Laufen von innen

    B 463, Instandsetzung Tunnel Albstadt-Laufen

    | Mobilität

    Aktualisierung von Hard- und Softwarekomponenten führt zu neuem Freigabetermin

  • Das Foto zeigt Abteilungspräsident Stephan Czarnecki, neuer Referatsleiter Chemikaliensicherheit - Heiko Herbrand, Regierungspräsident Klaus Tappeser im Foyer des RP Tübingen

    Heiko Herbrand ist neuer Leiter des Referats Chemikaliensicherheit des Regierungspräsidiums Tübingen

    | Abteilung 11
  • Das Foto zeigt den Tunnel in Albstadt-Laufen von innen

    B 463 Instandsetzung Tunnel Albstadt-Laufen

    | Mobilität

    Arbeiten in der Balinger Straße oberhalb des Tunnelportals ab Mittwoch, 07. Januar 2026

  • Das Foto zeigt die B 28 Anschluss Bleiche

    B 28 Dettingen an der Erms - Umbau des Anschlusses „Bleiche“

    | Straßen

    Baumfällarbeiten am Donnerstag, 8. Januar 2026

  • Die Bücher von der Axel Scheffler-Ausstellung "Grüffelo und Co." liegen auf einem Tisch

    Grüffelo & Co. | Ausstellung mit Büchern von Axel Scheffler

    | Bibliotheken

    Die Ausstellung ist vom 07. Januar bis zum 06. Februar 2026 in der Gemeindebücherei in Lichtenstein zu sehen

  • Das Foto zeigt zwei Windräder von oben inmitten einer grünen bewaldeten Landschaft

    Austausch zwischen Behörden und Projektierern beim Windenergie-Dialog im Regierungspräsidium Tübingen

    | Energie
  • Das Foto zeigt Mitarbeitende der Marktüberwachung und des Zolls bei einer Vorortkontrolle in einer Halle.

    Zoll und Marktüberwachung Baden-Württemberg stärken Zusammenarbeit

    | Marktüberwachung
  • Das Foto zeigt ein großes Fenster vor dem Einbau

    Fenster und Außentüren als harmonisierte Bauprodukte: Verlässliche EU-Standards für Sicherheit, Qualität und Energieeffizienz

    | Marktüberwachung
  • Symbolbild Energieeffizienz

    EU-Kommission verabschiedet Anforderungen zu Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung von Smartphones und Tablets

    | Marktüberwachung
  • Das Foto zeigt Gaisbeuren von oben. Man sieht die Kirche, eine Gaststätte, weitere Gebäude und die B 30 die durch die Ortschaft führt.

    B 30 Enzisreute-Gaisbeuren, Umweltfachliches Scoping-Verfahren hat begonnen

    | Öffentlichkeitsbeteiligung

    Bürgerbeteiligung und Website starten 2026

  • Das Foto zeigt die Sirchinger Steige

    L 249 Sanierungsarbeiten an der Sirchinger Steige zwischen Bad Urach und Sirchingen

    | Straßen

    Verkehrsfreigabe der Steige über die Wintermonate

  • Das Foto zeigt ein Verbots-Verkehrsschild. Ein Lastwagen in einem roten Kreis. Darunter steht 7,5 t

    L 371 Brücke über den Neckar und Kanal bei Tübingen-Hirschau

    | Brücken

    Sperrung für Schwerverkehr wird nicht eingehalten: Polizeikontrollen in den kommenden Wochen

  • Das Foto zeigt die Prüfung einem Bauwerk mit einer Hubarbeitsbühne. Zwei Männer stehen darin.

    Überprüfung der Brücken und Lärmschutzwände im Zuge der Bundesstraßen des Bodenseekreises ab Montag, 15. Dezember 2025

    | Brücken
  • Das Foto zeigt die frisch asphaltierte L 285 und den neuen Geh- und Radweg. Im Hintergrund sieht man Reute.

    L 285 Brückeninstandsetzung, Fahrbahndeckenerneuerung und Ausbau Geh- und Radweg zwischen Bad Waldsee- Reute und Bad Waldsee- Gaisbeuren

    | Mobilität

    Fertigstellung der Gesamtmaßnahme am Mittwoch, 17. Dezember 2025